7In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf und verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. 8Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
9In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. 10Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.
11Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

„Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen“ (Mk 1, 8)

Ich verschmolz mich meiner Gewohnheit entsprechend im Heiligen Willen Gottes, und während ich so gut ich es vermochte, versuchte, mit meiner kleinen Liebe meinem Jesus für alles, was Er in der Erlösung getan hatte, zu vergelten, bewegte sich mein liebenswürdiger und sanfter geliebter Jesus in meinem Inneren und sprach zu mir:
„Meine Tochter, erreiche mit deinem Flug in meinem Willen alle von Mir eingesetzten Sakramente, steige in ihren Grund hinab, um Mir deine kleine Erwiderung der Liebe zu geben. O, wie viele heimliche Tränen von Mir wirst du hier finden, wie viele bittere Klagen, wie viele unterdrückte Seufzer des Heiligen Geistes.
Er stöhnt andauernd wegen unserer so sehr enttäuschten Liebe. Die Sakramente wurden eingesetzt, um mein Leben auf Erden inmitten meiner Kinder fortzusetzen, doch, ach, wie viele Leiden! Deswegen empfinde Ich die Notwendigkeit deiner kleinen Liebe; sie mag klein sein, doch mein Wille wird sie für Mich groß machen.
Meine Liebe erträgt es nicht, dass eine Seele, die in meinem Willen leben soll, sich nicht mit meinen Leiden verbindet und Mir nicht ihre kleine Vergeltung der Liebe für alles gibt, was Ich getan habe und leide.
Siehe also, meine Tochter, wie meine Liebe in den Sakramenten seufzt: Wenn Ich ein Neugeborenes getauft werden sehe, weine Ich vor Schmerz, denn während Ich ihm mit der Taufe die Unschuld wiederherstelle, meinen Sohn wiederfinde, seine verlorenen Rechte über die Schöpfung, das Lächeln der Liebe und des Wohlgefallens wiederherstelle, den Feind in die Flucht schlage, damit er kein Recht mehr über seine Seele habe, es den Engeln anvertraue, und der ganze Himmel ihm ein Fest feiert – so verwandelt sich doch mein Lächeln bald in Schmerz, das Fest in Trauer: Ich sehe, dass dieser Getaufte einer meiner Feinde sein wird, ein neuer Adam, vielleicht sogar eine Seele, die verloren geht.
O wie klagt meine Liebe in jeder Taufe! Besonders dann, wenn noch dazu der Diener, der tauft, dies nicht mit jenem Respekt, dieser Würde und Zierde tut, die einem Sakrament gebührt, welches die neue Wiederherstellung enthält.
Ach, oft hat man mehr Aufmerksamkeit für eine Bagatelle, für irgendeine Show, als für die Spendung eines Sakramentes; so fühlt sich meine Liebe vom Taufenden und vom Getauften getroffen und stöhnt mit unaussprechlichen Seufzern.
Möchtest du Mir also nicht für jede Taufe eine Vergeltung der Liebe, ein liebevolles Seufzen geben, um meinen leidvollen Seufzern Gesellschaft zu leisten?“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 18; 5. November 1925)

„In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen“ (Mk 1, 9)

Mein Himmlisches und Höchstes Gut, ich will Dir überallhin folgen…
Jesus, mein Leben, reich mir die Hand, und nimm mich mit Dir, damit mir nichts von dem, was Du tun wirst, entgeht, da ich alles mit dem Stempel meiner Liebe besiegeln will. Um Dich um das Reich Deines Göttlichen Willens auf Erden zu bitten, folge ich Dir, während Du allein wanderst, Schritt für Schritt mit meinem „Ich liebe Dich, ich bete Dich an, ich preise Dich, ich danke Dir.“
Bei jedem Deinem Atemzug will ich Dich den Hauch meines „Ich liebe Dich“ einatmen lassen, will ich darin jedes Deiner Worte einschließen und will es Dir bei jedem Deiner Blicke aufopfern.
Während Du am Jordan ankommst, tauche ich in diese Fluten mein „Ich liebe Dich“ ein: So wirst Du, kaum dass der heilige Johannes sie über Dein Haupt gießen wird, um Dich zu taufen, in ihnen die Fülle meiner Liebe fließen fühlen, die für alle Geschöpfen um das Taufwasser Deines Göttlichen Willens und die Ankunft Seines Reiches fleht.
Geliebter, in diesem feierlichen Akt Deiner Taufe bitte ich Dich um eine Gnade, die Du mir sicher nicht verweigern wirst: Ich bitte Dich nämlich, mit Deinen heiligen Händen meine kleine Seele zu reinigen mittels des lebensspendenden und schöpferischen Wassers Deines Göttlichen Willens, damit ich nichts höre, nichts sehe und nichts kenne außer das Leben Deines Fiat.
O ja, ich bitte Dich, mache, dass meine Existenz nichts als ein ununterbrochener Akt Deines Willens sei! (aus „Rundgang der Seele im Reich des Göttlichen Willens“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta; Fünfzehnte Stunde)

„Sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach…“ (Mc 1, 10-11)

Mein armer Geist geht weiterhin im Göttlichen Willen umher. Wie glücklich ist Er, wenn Er sieht, wie seine kleine Neugeborene auf die Suche nach seinen Akten geht, um sie kennenzulernen, zu küssen, anzubeten, sich anzueignen und Ihm zu sagen: ‚Wie sehr hast Du mich geliebt!’
Ich hielt beim Akt inne, als das WORT auf die Erde herabstieg und bemitleidete Jesus, als ich Ihn alleine sah. Da überraschte mich mein sanfter Jesus und sprach mit unbeschreiblicher Zärtlichkeit zu mir:
„Meine liebste Tochter, du irrst dich. Einsam war Ich seitens der menschlichen Undankbarkeit, doch von der Seite Gottes und unserer Werke begleiteten Mich alle und ließen Mich nie allein. Vielmehr musst du wissen, dass der Vater und der Heilige Geist zugleich mit Mir herabstiegen; während Ich mit ihnen im Himmel verblieb, stiegen Sie mit Mir auf die Erde herab.
Wir sind unzertrennlich und können Uns, selbst wenn Wir wollten, nicht voneinander trennen, sondern höchstens bilokieren, sodass Wir, während Wir unseren Thron im Himmel haben, unseren Thron auf der Erde errichten – aber trennen können Wir uns nie.
Es war höchstens so, dass das WORT den aktiven Teil übernahm, dennoch wirkten der Vater und der Heilige Geist immer mit…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 25. Dezember 1938)

„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden“ (Mk 1, 11)

Als ich in meinem gewohnten Zustand war, sagte mir der gebenedeite Jesus, als Er kam:
„Meine Tochter, wenn meine Gnade im Besitz mehrerer Personen ist, feiert sie mehr. Es ist wie bei den Königinnen: je mehr Mägde auf ihre Winke achten und sie wie eine Krone umgeben, umso mehr freuen sie sich und feiern festlich.
Du, verankere dich in Mir, schau auf Mich, und du wirst so von Mir ergriffen sein, dass alles Materielle für dich wie tot umfallen wird. Du musst dich so sehr in Mir verankern, dass du Mich vollständig in dich hineinziehst, sodass Ich, wenn Ich Mich selbst in dir finde, in dir mein vollkommenes Wohlgefallen finden kann. Wenn Ich also in dir alle möglichen Freuden finde, die Ich in einem menschlichen Geschöpf antreffen kann, so kann Mich das, was die anderen Mir antun, nicht so sehr missfallen.“
Während Er dies sagte, schloss Er sich in mir ein und war voll Freude. Wie glücklich würde ich mich schätzen, wenn es mir gelänge, meinen geliebten Jesus ganz in mich hineinzuziehen! (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 6. Februar 1901)

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Als ich in meinem gewohnten Zustand war, schien ich die Heiligste Dreifaltigkeit zu sehen. Sie sahen Einander an, und in diesen Blicken war ihre Schönheit so groß, dass Sie beim bloßen sich-betrachten in Ekstase blieben.
In diesem Zustand flossen Sie von Liebe über und waren gleichsam erschüttert von dieser Liebe, um noch intensiver in Ekstase zu geraten. So war all ihr Gut und ihr Wohlgefallen in Ihnen selbst eingeschlossen, und ihr ganzes ewiges Leben, ihre Glückseligkeit und ihr Walten waren in diesem Wort allein eingeschlossen: ‚Liebe’.
Die ganze Seligkeit der Heiligen bestand aus diesem vollkommenen Wirken der Heiligsten Dreifaltigkeit. Als ich dies sah, nahm der Sohn die Gestalt des Gekreuzigten an, und aus ihrer Mitte heraustretend, kam Er zu mir und teilte mir die Leiden der Kreuzigung mit.
Und während Er in mir war, begab Er sich wiederum in ihre Mitte, und bot seine und meine Leiden dar und leistete Genugtuung für die Liebe, die alle Geschöpfe Ihnen schuldeten. Wer beschreibt ihr Wohlgefallen, und wie befriedigt Sie durch das Angebot des Sohnes waren?
Da bei der Erschaffung der Geschöpfe aus ihrem Inneren nichts als Liebesflammen hervorgetreten waren, sodass Sie, um dieser Liebe freien Lauf zu lassen, viele weitere Abbilder von sich zu erschaffen begannen, so schien es, dass Sie erst dann befriedigt sind, wenn Sie das empfangen, was Sie gegeben haben, d.h. Sie schenkten Liebe und wollen Liebe.
So ist es die schrecklichste Beleidigung, Sie nicht zu lieben. Und doch, o dreimal heiliger Gott, wer ist es, der Dich liebt?… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 13. Januar 1903)

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„…Meine Tochter, das „Ich liebe Dich” ist alles! Das „Ich liebe Dich” ist Liebe, Huldigung, Wertschätzung, Heroismus, Opfer und Vertrauen auf den, an den es gerichtet ist; das „Ich liebe Dich” bedeutet, Den zu besitzen, Der das „Ich liebe dich” einschließt; „Ich liebe Dich” ist ein kleines Wort, doch wiegt es so viel wie die ganze Ewigkeit!
Das „Ich liebe Dich” schließt und hüllt alles ein, breitet sich aus und schränkt sich [zugleich] ein, erhebt sich in die Höhe und steigt bis zum Grund hinab, prägt sich überall ein und bleibt nie stehen. Wie kannst du, meine Tochter, sagen: ‚Was ist das „Ich liebe Dich” Besonders?
Sein Ursprung ist ewig: im „Ich liebe Dich” zeugte Mich der himmlische Vater, und im „Ich liebe Dich” ging der Heilige Geist hervor. Im „Ich liebe dich” schuf das ewige FIAT die ganze Schöpfung, und im „Ich liebe dich” vergab Ich dem schuldigen Menschen und erlöste ihn; so findet die Seele im „Ich liebe Dich” alles in Gott und Gott findet alles in der Seele.
Daher ist das „Ich liebe Dich” unendlich viel wert und voller Leben und Energie; es wird nie müde, übertrifft alles und triumphiert über alles. So möchte Ich dieses „Ich liebe Dich” für Mich, auf deinen Lippen, in deinem Herzen, im Aufschwung deiner Gedanken, in deinen Blutstropfen, in deinen Leiden und Freuden, in der Speise, die du isst – in allem wahrnehmen.
Das Leben meines „Ich liebe Dich” muss sehr lang in dir sein, und mein in dir herrschendes FIAT wird ihm das Siegel des „Ich liebe dich” Gottes aufprägen.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 17; 2. August 1925)