25In jener Zeit standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. 26Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! 27Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

„Standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala“ (Joh 19,25)

Ich hatte wegen der Beraubung meines liebsten Jesus viel gelitten; da kam Er an diesem Morgen, am Tag der Leiden der heiligen Gottesmutter, nachdem ich mich darum bemüht hatte und sagte zu mir: „Meine Tochter, was möchtest du, da du so sehr nach Mir verlangst?“
Ich erwiderte: „Herr, das, was Du für Dich selber hast, das ersehne ich auch für mich.“
Er sprach: „Meine Tochter, für Mich selbst habe Ich Dornen, Nägel und das Kreuz.“
Ich antwortete: „Nun gut, das möchte ich auch.“ So reichte Er mir seine Dornenkrone und teilte mir die Leiden des Kreuzes mit.
Dann fügte Er hinzu: „Jeder kann an den Verdiensten und Gütern teilnehmen, die von den Leiden meiner Mutter hervorgebracht wurden.
Wer sich im Vorhinein in die Hände der Vorsehung gibt und sich selbst darbietet, alle Arten von Leiden zu erdulden, Armseligkeit, Krankheiten, Verleumdungen und alles, was der Herr über ihn verfügen wird, nimmt am ersten Schmerz der Prophezeiung des Simeon teil.
Wer sich bereits inmitten von Leiden befindet, ergeben ist, sich noch stärker an Mich hängt und Mich nicht beleidigt, der rettet Mich gleichsam aus den Händen des Herodes, bewahrt Mich sicher und wohlbehalten im Ägypten seines Herzens, und nimmt somit am zweiten Schmerz teil.
Wer sich im Geist niedergeschlagen, trocken und meiner Gegenwart beraubt fühlt und dennoch fest und seinen gewohnten Übungen treu bleibt, ja sogar die Gelegenheit sucht, Mich noch mehr zu lieben und zu suchen, ohne müde zu werden, der nimmt an den Verdiensten und Gütern teil, die meine Mutter erwarb, als sie Mich verlor.
Wer in jeder Lage, in der er sich befindet, besonders wenn er Mich schwer beleidigt, verachtet, mit Füßen getreten sieht, und versucht, Mir Wiedergutmachung zu leisten, Mitleid mit Mir zu haben und gerade für jene zu beten, die Mich beleidigen – da scheine Ich in dieser Seele meiner eigenen Mutter zu begegnen, die Mich aus der Hand meiner Feinde befreit hätte, wenn es Ihr möglich gewesen wäre.
Diese Seele nimmt daher am vierten Schmerz teil. Wer seine Sinne aus Liebe zu meiner Kreuzigung ans Kreuz schlägt und versucht, die Tugenden meiner Kreuzigung in sich selbst nachzuahmen, hat am fünften Schmerz teil.
Wer in einer ständigen Gesinnung der Anbetung ist, meine Wunden zu küssen, Wiedergutmachung zu leisten, Dank zu sagen, usw., und zwar im Namen der ganzen Menschheit, der hält Mich gleichsam in seinen Armen, wie es meine Mutter tat, als Ich vom Kreuz abgenommen wurde, und nimmt an ihrem sechsten Schmerz teil.
Wer in meiner Gnade bleibt und ihr entspricht und niemandem außer Mir einen Zufluchtsort in seinem Herzen gewährt, der begräbt Mich gleichsam im Mittelpunkt seines Herzens und hat Anteil am siebenten Schmerz.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 17. September 1905)

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Ich dachte an die Leiden meiner Himmlischen Mutter, da bewegte sich mein liebenswürdiger Jesus in meinem Inneren und sprach zu mir:
„Meine Tochter, der erste König der Schmerzen war Ich, und da Ich Mensch und Gott bin, musste Ich alles in Mir konzentrieren, um das Vorrecht über alles, auch über die Schmerzen zu haben.
Jene meiner Mutter waren nichts anderes als der Widerschein der Meinen, die sich in ihr spiegelten und sie an all meinen Schmerzen teilhaben ließen, die sie durchbohrten und mit solcher Bitterkeit und Pein erfüllten, dass sie bei jedem Widerhall meiner Schmerzen [in ihr] zu sterben glaubte.
Doch die Liebe unterstützte sie und gab ihr das Leben zurück, deshalb war sie nicht nur ehrenhalber, sondern aus Anspruch der Gerechtigkeit die erste Königin über das unermessliche Meer ihrer Schmerzen.”
Als Jesus so sprach, schien ich meine Mutter vor Jesus stehen zu sehen, und alles, was Jesus enthielt, die Schmerzen und Durchbohrungen dieses heiligsten Herzens, spiegelten sich im Herzen der Schmerzenskönigin wider.
Diese Widerspiegelungen formten so viele Schwerter im Herzen der durchbohrten Mutter, und jene Schwerter wurden von einem FIAT aus Licht besiegelt, die sie ganz umgaben, sodass sie wie inmitten so vieler FIAT aus strahlendstem Licht war, die ihr so viel Glorie verliehen, dass mir die Worte fehlen, dies zu schildern.
Da nahm Jesus seine Rede wieder auf und sagte:
„Es waren nicht die Schmerzen, die meine Mutter zur Königin machten und sie in solcher Herrlichkeit erstrahlen ließen, sondern mein allmächtiges FIAT, das in jedem ihrer Akte und Schmerzen mit hinein verflochten war und sich zum Leben eines jeden ihrer Schmerzen machte. So war mein FIAT der erste Akt, der das Schwert bildete, und ihm die gewünschte Intensität des Schmerzes verlieh.
Mein FIAT konnte in dieses durchbohrte Herz so viele Schmerzen hineinlegen, wie Es wollte, neue Durchbohrungen, Peinen über Peinen hinzufügen, ohne den Schatten eines kleinsten Widerstands, im Gegenteil, sie fühlte sich vielmehr geehrt, dass Es sich sogar zum Leben jedes ihrer Herzschläge machte; und mein FIAT gab meiner Mutter die vollständige Ehre und machte sie zur wahren und rechtmäßigen Königin.
Nun, wer werden die Seelen sein, in denen sich der Widerschein meiner Schmerzen und meines eigenen Lebens spiegeln wird können?
Jene, die mein FIAT als Leben besitzen; jenes FIAT wird sie diese meine Widerspiegelungen absorbieren lassen, und Ich werde sie großzügig an dem teilhaben lassen, was mein Wollen in Mir wirkt.
Deshalb warte Ich in meinem Willen auf die Seelen, um ihnen die wahre Herrschaft und die vollständige Herrlichkeit von jedem Akt und jedem Schmerz zu schenken, den sie erleiden mögen.
Außerhalb meines Willens erkenne Ich das Wirken und Leiden der Seelen nicht an, und Ich könnte sagen: ‚Ich habe dir nichts zu geben. Welcher Wille hat dich angetrieben, dies zu tun und zu leiden? Hole dir deinen Lohn von diesem.‘
Oft könnte es sein, dass das Gutestun oder Leiden – ohne dass mein Wille dabei im Mittelpunkt steht – zur elenden Sklaverei wird und in Leidenschaften ausartet, während nur mein Wille wahre Herrschaft, wahre Tugenden, wahre Glorie verleiht, sodass Menschliches in Göttliches verwandelt wird.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 23. März 1923)

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… Danach dachte ich mir: „Es ist wahr, dass meine Königin und Mutter das größte Opfer gebracht hat, das kein anderer gebracht hat, indem Sie nämlich ihren Willen in der Tat nicht kennen wollte, sondern nur denjenigen Gottes.
Und damit umfing Sie alle Schmerzen und Leiden, bis zum Heroismus des Opfers, den eigenen Sohn zu opfern, um den Höchsten Willen zu erfüllen.
Aber als Sie dieses Opfer einmal gebracht hat, dann war alles, was Sie nachher litt, die Wirkung ihres ersten Aktes, und Sie hatte auch nicht wie wir in den verschiedenen Situationen, bei unvorhergesehenen Begegnungen und unerwarteten Verlusten zu kämpfen.
Für uns heißt es immer kämpfen, bis das eigene Herz blutet, aus Furcht, dass wir unserem menschlichen Willen, der stets Krieg führt, nachgeben. Wie aufmerksam muss man sein, dass der höchste Wille immer seinen Ehrenplatz und die Oberherrschaft über alles behalte, und oft wird das Ringen härter als das Leiden selbst!“
Aber als ich dies erwog, regte sich mein liebenswürdiger Jesus in meinem Inneren und sprach zu mir: „Meine Tochter, du irrst dich: dieses größte Opfer meiner Mutter war nicht ein einziges, sondern es waren so schwere und viele, als meine und ihre Existenz Schmerzen, Leiden, Umständen und Begegnungen ausgesetzt waren.
Die Leiden in Ihr wurden immer verdoppelt, weil meine Leiden mehr als ihre Leiden waren. Und außerdem hat meine Weisheit die Führung bei meiner Mutter nicht geändert: bei jedem Leid, das Sie treffen sollte, fragte Ich Sie immer, ob Sie es annehmen wollte, damit Ich von Ihr jenes Fiat wiederholen hörte, in jedem Leid, in allen Umständen und auch in jedem ihrer Herzschläge.
Jenes Fiat klang für Mich so süß, lieblich und harmonisch, dass Ich es in jedem Augenblick ihres Lebens wiederholen hören wollte und Ich Sie daher stets fragte: „Mama, willst du dies tun? Willst du diese Pein leiden?“ Mein Fiat brachte Ihr die Meere der Schätze, die Es enthält und ließ Sie die Heftigkeit des Leidens, das Sie akzeptierte, begreifen.
Indem Sie in göttlichem Licht erfasste, was Sie nach und nach leiden sollte, bereitete Ihr dies ein solches Martyrium, dass es das Ringen, das die Menschen durchmachen, unendlich übertraf.
Denn da in Ihr der Keim der Schuld fehlte, fehlte der Keim des Ringens, und mein Wille musste eine andere Erfindung ausdenken, um zu bewirken, dass Sie im Leiden nicht geringer als die anderen Geschöpfe war.
Da Sie nämlich zu Recht den Anspruch der Königin der Schmerzen erringen sollte, musste Sie alle Geschöpfe zusammen im Leiden übertreffen. Wie oft hast nicht du selbst es erfahren: während du keinen Kampf gespürt hast, ließ dich mein Wille die Leiden begreifen, denen Er dich unterwarf, und du warst versteinert von der Gewalt des Schmerzes.
Während du im Leid vernichtet bliebst, warst du das kleine Lämmchen in meinen Armen, bereit, andere Leiden anzunehmen, die mein Wille dir auferlegen wollte. Ach, hast du nicht mehr gelitten als im Kampf selbst?
Das Ringen ist Zeichen heftiger Leidenschaften, während mein Wille – wenn Er den Schmerz bringt – die Unerschrockenheit verleiht, und mit der Kenntnis der Intensität des Leidens schenkt Er diesem Schmerz ein solches Verdienst, das nur ein Göttlicher Wille geben kann.
Wie Ich also bei dir tue, dass Ich bei allem, was Ich von dir will, dich zuerst frage, ob du willst und akzeptierst, so tat Ich bei meiner Mutter, damit das Opfer immer neu sei.
Dadurch sollte Ich auch Gelegenheit haben, Mich mit dem Geschöpf zu unterhalten, mit ihm Umgang zu haben und mein Wille sollte sein göttliches Wirkungsfeld im menschlichen Willen haben.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 28. April 1926)

„Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte,

sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!“ (Joh 19,26)
… „Meine Tochter, Ich liebe die in meinem Willen verrichteten Akte so sehr, dass Ich selbst die Aufgabe übernehme, sie in der Einheit meines höchsten Lichtes zu bewahren, auf eine Art, dass sie untrennbar von Mir und meinen eigenen Akten werden.
Wenn du wüsstest, wie eifersüchtig Ich auf diese Akte bin, wie sie Mich auf eine ganz göttliche Weise verherrlichen! Man kann sagen, dass jeder dieser Akte ein neues Fest ist, das in der ganzen Schöpfung und in der ganzen himmlischen Heimat seinen Anfang nimmt.
Wo immer sich mein Wille befindet, bringen diese Akte, die in Ihm wie Lichtstrahlen fließen, neue Freuden, Festlichkeiten und Seligkeiten. Diese Akte sind die Freuden, das Fest und die Wonne, die das Geschöpf im Willen seines Schöpfers bildet.
Scheint es dir unbedeutend, dass das Geschöpf für seinen Schöpfer das Fest, die Freude und die Glückseligkeit bilden und Ihm bringen kann und überall dorthin, wo unser Wille regieren mag?
Dies geschah bei meiner königlichen Mutter. Da Sie stets in der Einheit des Lichtes des Höchsten Willens wirkte, blieben alle ihre Akte, das Amt als Mutter, die Rechte der Königin untrennbar von ihrem Schöpfer.
Dies ist so wahr, dass die Gottheit, wenn sie die Akte der Seligkeit hervorquellen lässt, um die ganze himmlische Heimat zu beseligen, gemeinsam mit ihnen alle Akte der Himmlischen Mutter verströmt.
So fühlen sich alle Heiligen nicht nur von unseren Freuden und Seligkeiten erfüllt, sondern werden auch von der mütterlichen Liebe ihrer Mutter umhüllt, von der Glorie ihrer Königin und von allen ihren, für das ganze Himmlische Jerusalem in Freude verwandelten Akten.
So lieben alle Fasern ihres mütterlichen Herzens mit der Liebe einer Mutter alle Kinder des Himmlischen Vaterlandes und rufen sie, an allen ihren Mutterfreuden und ihrer Herrlichkeit als Königin teilzuhaben.
So war Sie die Mutter der Liebe und der Schmerzen auf Erden für ihre Kinder, die Sie so viel kosteten, wie Sie das Leben ihres göttlichen Sohnes kostete, und kraft der Einheit des Lichtes des Höchsten Willens, die Sie besaß, blieben ihre Akte untrennbar von den Unseren.
Im Himmel ist sie Mutter der Liebe, der Freuden und der Herrlichkeit für alle ihre himmlischen Kinder. So genießen alle Heiligen eine größere Liebe, Herrlichkeit und Freude – kraft ihrer Mutter und Höchsten Königin.
Deshalb liebe Ich die Seele so sehr, die in meinem Willen lebt, dass Ich Mich zu ihr herablasse, um gemeinsam mit ihr zu tun, was sie tut, und um sie bis zum Schoß des Ewigen zu erheben, damit ihr Akt und der Akt ihres Schöpfers einer seien.”… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deut-scher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 15. Juni 1926)

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… „Du sollst nun wissen, dass Wir die ganze Menschheit liebten, aber gezwungen waren, das ganze unermessliche Feuer unserer Liebe in unserem Göttlichen Sein verborgen zu halten.
Wir fanden nämlich in den Menschen weder Schönheit vor, die unsere Liebe entzückt hätte, noch Liebe, die Uns verwundet und die Menschen daher mit unserer Liebe überflutet hätte, damit Wir Uns zu erkennen geben, sie lieben und Uns lieben lassen.
Vielmehr waren sie in die Lethargie der Schuld verstrickt, dass Wir bei ihrem bloßen Anblick erschauderten. Doch unsere Liebe brannte, Wir liebten die Menschen und wollten, dass unsere Liebe allen zuteilwerde. Wie sollten Wir das tun?
Wir mussten zu diesem Zweck eine große Erfindung unserer Liebe anwenden, und zwar geschah dies so: Wir riefen die kleine Jungfrau Maria ins Leben und schufen Sie ganz rein, ganz heilig, ganz schön, voller Liebe und ohne Makel der Erbsünde, wobei Wir unseren eigenen Göttlichen Willen zugleich mit Ihr empfangen werden ließen, damit zwischen Ihr und Uns der Zugang offenstehe und ewige und unzertrennliche Einheit herrsche.
Nun entzückte Uns die Himmelskönigin mit ihrer Schönheit, und unsere Liebe strömte und ergoss sich [in Sie]. Mit ihrer Liebe verwundete Sie Uns, und unsere überströmende Liebe verbarg sich in Ihr.
Da nun unsere Liebe durch ihre Schönheit und Liebe hindurch auf alle Geschöpfe schaute, fand unsere Liebe ein Ventil, und Ich liebte mit verborgener Liebe alle Geschöpfe in dieser Himmlischen Königin.
So liebten Wir alle in Ihr, und durch ihre Schönheit [hindurch] erschienen sie Uns nicht mehr hässlich. Unsere Liebe war nicht mehr in Uns eingeschränkt, sondern im Herzen eines so heiligen Geschöpfs ausgegossen.
Indem Wir Ihr unsere göttliche Vaterschaft mitteilten und alle in Ihr liebten, erwarb Sie die göttliche Mutterschaft, um alle als ihre Kinder lieben zu können, die von ihrem Himmlischen Vater gezeugt waren.
Wie Sie fühlte, dass Wir alle Geschöpfe in Ihr liebten, so spürte Sie, dass unsere Liebe die neue Generation des ganzen Menschengeschlechtes in ihrem Mutterherzen bildete.
Kann es eine größere Erfindung der Liebe, liebevollere Kunstgriffe geben als unsere Vatergüte, die, um die Geschöpfe zu lieben, ja selbst jene, die Uns beleidigten, ein Geschöpf aus eben diesem Stamm erwählte, es so schön formte, als Wir es vermochten, damit unsere Liebe keine Hindernisse finde, um alle in Ihr lieben zu können und Sie alle lieben zu lassen?
In dieser Himmlischen Königin können alle unsere Liebe finden, die in Ihr verborgen ist, zumal Sie, die ja unseren Göttlichen Willen besaß, Uns beherrschte und alle lieben ließ, und Wir beherrschten wiederum mit unserer sanften Herrschaft Sie, dass Sie allen eine ganz zärtliche Mutter sei. Die wahre Liebe kann nicht sein, ohne zu lieben.
Sie setzt alle Künste ein und nützt die kleinsten wie die größten Dingen, um zu lieben. Unsere Liebe ist bald verborgen, bald offenkundig, bald handelt sie direkt, bald indirekt und zeigt, dass Wir Jene mit unaufhörlicher Liebe beleben, die Wir aus den Tiefen unserer Liebe hervorgebracht haben.
Wir konnten allen Generationen kein größeres Geschenk machen, als ihnen dieses unvergleichliche Geschöpf als Mutter aller zu schenken, die ihnen unsere in Ihr verborgene Liebe bringt, welche Sie all ihren Kindern einflößen möchte.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 4. Februar 1934)

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… „Tochter meines Willens, höre Mir zu: meine Liebe überwältigt Mich, Ich kann sie nicht mehr zurückhalten. Um jeden Preis wünsche Ich die Herrschaft meines Willens auf Erden, wenn Ich auch Himmel und Erde umstürzen müsste.
Mit Mir vereint sich meine Himmlische Mutter, die unaufhörlich zu Mir sagt und wiederholt: ‚Sohn, mach schnell, zögere nicht länger. Setze deine Liebesstrategien ein, wirke als der mächtige Gott, der Du bist.
Gib, dass dein Wille alle erfüllt und – vereint mit einer Liebe, der niemand widerstehen kann – mit seiner Macht und Majestät Besitz von allen ergreife und wie im Himmel so auf Erden herrsche.’
Dies sagt Sie mit so glühenden Seufzern zu Mir, mit feurigen Herzschlägen und ihren liebevollen Kunstgriffen als Mutter, dass Ich nicht widerstehen kann, und Sie fügt sogar noch hinzu: ‚Mein Sohn, Sohn meines Herzens, Du hast Mich zur Königin und Mutter eingesetzt, aber wo ist mein Volk?
Meine Kinder, wo sind sie? Wäre Ich fähig zu leiden, so wäre ich die unglücklichste Königin und Mutter, denn Ich besitze zwar mein Reich, aber kein eigenes Volk, das mit demselben Willen wie ihre Königin leben würde; wenn ich aber keine Kinder habe, wem könnte Ich das große Erbe ihrer Mutter anvertrauen?
Wo finde Ich die Freude und das Glück meiner Mutterschaft? Lass also das Göttliche Fiat herrschen, dann wird deine Mama glücklich sein und ihr Volk und ihre Kinderschar besitzen, die mit Mir zusammen leben werden, mit demselben Willen wie ihre Mutter.’
Glaubst du, dass Ich dieser Rede meiner Mutter, die Sie ständig an Mich richtet und die lieblich mein Herz erfüllt, deren Worte Pfeile und Wunden ständiger Liebe sind, gleichgültig gegenüber bleiben könnte?
Ich kann es nicht und will es auch nicht, zumal Sie Mir nie etwas abgeschlagen hat. So fehlt Mir die Kraft, Mich Ihr zu verweigern, und mein Göttliches Herz drängt Mich, Sie zufriedenzustellen.
Du aber, vereinige dich mit Uns und seufze und flehe darum, dass mein Wille bekannt werde und zur Herrschaft auf Erden gelange…“. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 10. Februar 1937)

„Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter!“ (Joh 19,27)

… „Meine Tochter, wisse, wer in meinem Willen lebt, der bereitet allen Arbeit. Wenn mein Vater im Himmel die Seele in seinem Göttlichen Wollen sieht, umgibt Er sie, um in ihr sein Abbild und die Ähnlichkeit mit Sich herauszuarbeiten; zumal Er seinen Willen in ihr findet und damit die anpassungsfähige, flexible Materie, die sich bearbeiten lässt, um daraus das schönste Bild zu gestalten, das Ihm ähnlich ist.
O, welch großes Wohlgefallen empfindet Er, dass Er mit seiner Arbeit Abbilder Seiner Selbst erzeugen kann! Diese Seele macht auch der Himmlischen Mutter Arbeit, denn wenn Maria meinen Willen im Geschöpf vorfindet, hat Sie eine Seele, die Ihr Gesellschaft leistet, die als Tochter ihre Mütterlichkeit aufnimmt, der Sie ihre Fruchtbarkeit und ihre in meinem Willen vollbrachten Akte mitteilen kann.
Sie findet eine Seele, aus der Sie ihr Modell und ihr treues Abbild machen kann. O, wie groß ist die Freude dieser Himmlischen Mutter, ihre emsige Arbeit, ihre Fürsorge und mütterliche Sorgfalt, da Sie als wahre Mutter handeln und der Seele ihr Erbe schenken kann!
Da der Wille von Mutter und Tochter eins sind, kann sie sich verständlich machen und ihre Gnaden, ihre Liebe, ihre Heiligkeit gemeinsam teilen! Sie fühlt sich bei ihrer Arbeit glücklich, weil Sie eine Seele findet, die ihr Gefolge bildet, ihr ähnlich ist und mit ihrem Göttlichen Willen selbst lebt.
Jene, die in Ihm leben, sind ihre bevorzugten Töchter, ihre Lieblinge und Sekretärinnen. Man kann sagen, dass diese kraft meines Göttlichen Willens einen machtvollen Magneten besitzen, der die Blicke dieser Himmlischen Mutter so stark anzieht, dass Sie ihre Augen nicht mehr von ihnen abwenden kann.
Um die Seele in Sicherheit zu bewahren, arbeitet die große Herrin, indem Sie sie mit ihren Tugenden, ihren Schmerzen, ihrer Liebe und dem Leben ihres Sohnes selbst umgibt…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 14. Mai 1935)