HOCHFEST DER GOTTESMUTTER MARIA (Lk 2,16-21)
16In jener Zeit eilten die Hirten nach Bethlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. 17Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
18Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. 19Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
20Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
21Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.
„In jener Zeit eilten die Hirten nach Bethlehem“ (Lk 2,16)
… „Ja, ja, was Ich dir empfehle ist, meiner Gnade zu entsprechen, und um treu zu sein, musst du wie das Echo sein, das in einem leeren Raum wiederhallt: sobald eine Stimme ertönt, vernimmt man sofort danach, ohne die geringste Verzögerung, das Hallen des Echos.
So musst du, sobald du meine Gnade zu empfangen beginnst, das Echo deiner Entsprechung ertönen lassen, sogar ohne die Vollendung meiner Gabe abzu-warten.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 3; 22. Januar 1900)
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… Wenn Jesus uns ruft, sind wir sofort bereit, seinem Ruf zu entsprechen? Der Ruf Gottes kann in verschiedener Weise erfolgen: mittels Einsprechungen, durch das Lesen guter Bücher, durch gutes Beispiel.
Er kann sich aber auch im Gefühl bemerkbar machen durch das Wirken seiner Gnade. Mit gewaltiger Stimme aber spricht er zu uns durch Naturkatastro-phen… (aus „Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi“; Stunde von 2 bis 3 Uhr: Jesus von Hannas verhört, beschimpft und ins Angesicht geschlagen)
„… Und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag“ (Lk 2, 16)
… Später kam mein süßer Jesus zurück; Er war ein zartes Kindlein, Er wimmerte, weinte und zitterte vor Kälte; Er warf sich in meine Arme, damit ich Ihn wärme; ich drückte Ihn ganz fest an mich, und meiner Gewohnheit gemäß, verabgründete ich mich in seinen Willen, um die Gedanken aller, zusammen mit den meinen, zu finden und das zitternde Jesuskind damit zu umgeben: mit der Anbetung jeder geschaffenen Intelligenz; die Blicke aller zu finden, damit alle Jesus ansehen und Ihn vom Weinen ablenken; den Mund, die Worte, die Stimmen aller Geschöpfe zu finden, damit alle Ihn küssen mögen und Er somit zum Wimmern aufhöre, und damit sie Ihn mit ihrem Atem erwärmen.
Als ich dies tat, hörte das Jesuskind zu wimmern und zu weinen auf und als wäre Ihm warm geworden, sagte Es zu mir: „Meine Tochter, hast du gesehen, was Mich zittern, weinen und wimmern ließ? Das Verlassensein von den Geschöpfen.
Du hast sie rund um Mich gestellt, Ich fühlte Mich angeschaut, geküsst von allen, und mein Weinen wurde gestillt. Wisse jedoch, dass mein Los im Sakrament noch härter ist als mein Los als Kind.
Obwohl die Höhle kalt war, war sie doch geräumig, es war Luft zum Atmen da; die Hostie ist auch kalt, aber so klein, dass Mir gleichsam die Luft fehlt; in der Grotte hatte Ich eine Krippe mit ein wenig Heu als Bett; in meinem sakramentalen Leben habe Ich nicht einmal Heu, und als Bett nichts als hartes und eis-kaltes Metall.
In der Grotte war meine liebe Mama, die Mich sehr oft mit ihren reinsten Händen nahm und Mich mit feurigen Küssen bedeckte, um Mich zu wärmen, die mein Weinen stillte, Mich mit ihrer süßesten Milch ernährte.
In meinem sakramentalen Leben ist es ganz das Gegenteil: Ich habe keine Mama. Wenn sie Mich nehmen, fühle Ich die Berührung unwürdiger Hände, Hände, die nach Erde und nach Mist riechen.
O, wie fühle Ich den Gestank, mehr als den Kot, den Ich in der Grotte wahrnahm! Statt Mich mit Küssen zu bedecken, verletzen sie Mich mit ehrfurchtslosen Handlungen, und statt der Milch geben sie Mir die Galle der Sakrilegien, der Gleichgültigkeit, der Kälte.
In der Grotte ließ es der Heilige Josef nachts nie an einer kleinen Laterne von Licht fehlen, aber wie oft bleibe Ich hier im Sakrament auch in der Nacht im Dunkeln! O, um wie viel leidvoller ist mein Los im Sakrament!
Wie viele verborgene, von niemandem gesehene Tränen, wie viele Seufzer, die nicht gehört werden! Wenn dich also mein Los als Kind zum Mitleid bewegt hat, umso mehr muss dich mein sakramentales Los zum Mitleid bewegen“. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 25. Dezember 1920)
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Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein süßer Jesus als kleiner Säugling sehen, ganz starr vor Kälte, und als Er sich in meine Arme warf, sagte Er zu mir: „Welche Kälte, welche Kälte! Wärme mich aus Mitleid, lass Mich nicht mehr frieren.”
Ich drückte Ihn an mein Herz und sprach zu Ihm: „In meinem Herzen besitze ich deinen Willen, so wird seine Wärme mehr als ausreichend sein, um Dich zu wärmen.”
Und Jesus, ganz zufrieden: „Meine Tochter, mein Wille enthält alles, und wer Ihn besitzt, kann Mir alles geben. Mein Wille war alles für Mich: Er ließ Mich empfangen werden, formte Mich, ließ Mich wachsen und geboren werden; und wenn meine liebe Mutter beitrug, indem sie Mir das Blut gab, konnte sie dies tun, weil sie meinen Willen in sich absorbiert hatte. Wenn sie meinen Willen nicht gehabt hätte, hätte Sie nicht beitragen können, meine Menschheit zu bilden.
So gab mein direkter Wille und mein in meiner Mutter absorbierter Wille Mir das Leben. Das Menschliche hatte keine Macht über Mich – es konnte Mir nichts geben, sondern nur das Göttliche Wollen mit seinem Atem nährte Mich und gebar Mich ans Licht.
Aber glaubst du, dass es die Kälte der Luft war, die Mich frieren ließ? Ach, nein, es war die Kälte der Herzen, die Mich erstarren ließ, und die Undankbarkeit, die Mich beim ersten Hervortreten ans Licht bitterlich weinen ließ.
Meine vielgeliebte Mutter besänftigte jedoch mein Weinen, obwohl auch sie weinte, und unsere Tränen vermischten sich, und indem wir einander die ers-ten Küsse austauschten, gossen wir uns in Liebe aus.
Doch unser Leben sollte Schmerz und Weinen sein, und Ich bewirkte, dass sie Mich in die Krippe legte, um zum Weinen zurückzukehren und mit meinem Schluchzen und meinen Tränen meine Kinder zu rufen. Ich wollte sie mit meinen Tränen und Seufzern erweichen, damit sie Mich anhörten.
Doch weißt du, wer die Erste nach meiner Mutter war, die Ich mit meinen Tränen herbeirief, Mir in dieser Futterkrippe nahe zu sein, um mein Herz in Liebe auszuschütten? Das warst du, die kleine Tochter meines Willens.
u warst so klein, dass du meine teure Mama an Kleinheit übertrafst, so klein, dass Ich in der Lage war, dich in meiner Nähe zu halten, in der Krippe selbst, und meine Tränen in dein Herz gießen konnte; doch diese Tränen versiegelten in dir meinen Willen und setzten dich zur rechtmäßigen Tochter meines Wil-lens ein.
Mein Herz freute sich, da Ich in dir das, was mein Wille in der Schöpfung hervorgehen hat lassen, unversehrt in meinem Willen zurückkehren sah.
Das war wichtig und unerlässlich für Mich: Ich musste bei meinem ersten Heraustreten ans Licht dieser Welt die Rechte der Schöpfung wieder festigen und die Herrlichkeit empfangen, als ob das Geschöpf nie aus meinem Willen herausgefallen wäre. So galten der erste Kuss und die ersten Gaben meines Kindesal-ters daher dir.”
Und ich: „Meine Liebe, wie konnte das sein, da ich noch nicht existierte?”
Und Jesus: „In meinem Willen existierte alles und alle Dinge waren für Mich ein einziger Punkt, Ich sah dich damals, wie Ich dich noch immer sehe, und alle Gnaden, die Ich dir verliehen habe, sind nichts anderes als eine Bestätigung dessen, was dir seit Ewigkeit gegeben wurde.
Und Ich sah nicht nur dich, sondern erblickte in dir meine kleine Familie, die in meinem Willen leben würde. Wie freute Ich Mich darüber! Diese stillten meine Tränen, wärmten Mich und umgaben Mich wie eine Krone, die Mich vor der Arglist der anderen Geschöpfe verteidigte.”
Ich blieb nachdenklich und zweifelnd zurück. Und Jesus: „Wie, du zweifelst daran? Ich habe dir noch nichts über die Beziehungen gesagt, die zwischen Mir und der Seele bestehen, die in meinem Willen lebt.
Ich werde dir nun sagen, dass meine Menschheit vom beständigen Ausfluss des Göttlichen Willens lebte. Wäre ein einziger Atemzug nicht vom Göttlichen Willen beseelt worden, so wäre dies so, als hätte Ich Mich erniedrigt und entwürdigt.
Wer nun in meinem Willen lebt, ist Mir unmittelbar am nächsten, und bei allem, was meine Menschheit tat und litt, ist diese Seele die erste von allen, die die Früchte und Wirkungen davon empfängt, die mein Wille enthält.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen über-setzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 25. Dezember 1921)
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… „Ich liebe Dich” in dem Akt, als Du vom Himmel herabstiegst, um Fleisch anzunehmen, und drücke mein „Ich liebe Dich” in den Akt, als Du im reinsten Schoß der Jungfrau Maria empfangen wurdest, ein; „Ich liebe Dich” im ersten Blutstropfen, der sich in deiner Menschheit gebildet hat; „Ich liebe Dich” in deinem ersten Herzschlag, um alle deine Herzschläge mit meinem „Ich liebe Dich” zu bezeichnen; „Ich liebe Dich” in deinem ersten Atemzug, „Ich liebe Dich” in deinen ersten Leiden; „Ich liebe Dich” in deinen ersten Tränen, die Du im mütterlichen Schoß vergossen hast.
Ich möchte dir deine Gebete, Wiedergutmachungen und Aufopferungen mit meinem „Ich liebe Dich” vergelten.
Jeden Augenblick deines Lebens will ich mit meinem „Ich liebe Dich” besiegeln: Ich liebe Dich in deiner Geburt, ich liebe Dich in der Kälte, die Du erlitten hast, ich liebe Dich in jedem Tropfen Milch, den Du von deiner Heiligsten Mutter getrunken hast; ich beabsichtige, mit meinen „Ich liebe Dich” die Windeln zu füllen, mit denen deine Mutter dich umwickelt hat; ich breite mein „Ich liebe Dich” über jene Erde aus, in der deine teure Mutter Dich in die Krippe ge-bettet hat, und wo deine zartesten Glieder das raue Heu spürten, doch mehr noch als das Heu, die Härte der Herzen…. mein „Ich liebe Dich” in jedem Wimmern, in allen deinen Tränen und Leiden deiner Kindheit …“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 17; 17. Mai 1925)
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… „Meine Tochter, weißt du es? Meine Mama bereitete Mir bei meiner Geburt ein Fest. Aber weißt du, wie? Sie wusste von den Liebesmeeren, die bei der Herabkunft des Ewigen Wortes vom Himmel herabstiegen und vernahm den ständigen Ruf Gottes, der wiedergeliebt werden wollte, unsere Sehnsüchte und brennenden Seufzer.
Sie hatte meine Seufzer in ihrem Schoß vernommen, oft hörte Sie Mich weinen und schluchzen. Jeder meiner Seufzer war ein Liebesmeer, das Ich zu jedem Herzen sandte, um geliebt zu werden.
Da Ich Mich nicht geliebt sah, weinte und schluchzte Ich sogar, doch jede Träne und jedes Schluchzen verdoppelte meine Liebesmeere, um die Menschen auf dem Wege der Liebe zu besiegen.
Aber ach, sie verwandelten diese Meere für Mich in Leiden! Ich jedoch verwendete diese Leiden, um sie in so viele weitere Liebesmeere umzuwandeln, wie sie Mir Leiden zufügten.
Nun wollte meine Mama Mich bei meiner Geburt zum Lächeln bringen und das Fest für ihren kleinen Sohn vorbereiten. Sie wusste, dass Ich weder lächeln kann, wenn Ich nicht geliebt werde, noch an einem Fest teilnehmen kann, wenn die Liebe nicht strömt.
Da Sie Mich nun als wahre Mutter liebte und kraft meines Fiat Meere der Liebe besaß und die Königin der ganzen Schöpfung war, umhüllte Sie den Himmel mit ihrer Liebe und besiegelte jeden Stern mit einem ‚Ich liebe Dich, o Sohn, für mich und für alle‘.
Sie umhüllte die Sonne mit ihrem Liebesmeer und prägte jedem Tropfen Licht ihr ‚Ich liebe Dich, o Sohn’ ein, und rief die Sonne, dass diese mit ihrem Licht ihren Schöpfer erfülle und wärme, damit Er in jedem Tropfen Licht das ‚Ich liebe Dich’ seiner Mutter vernehme.
Sie erfüllte den Wind mit ihrer Liebe und besiegelte in jedem Hauch das ‚Ich liebe Dich, o Sohn’. Sodann rief sie ihn, dass er Jesus mit seinen Windstößen liebkose und Ihn in jedem Windhauch vernehmen lasse: ‚Ich liebe Dich, Ich liebe Dich, o mein Sohn’.
Sie überflutete die ganze Luft mit ihren Liebesmeeren, damit Er beim Atmen den Liebesatem der Mutter fühle. Sie bedeckte das ganze Meer mit ihrem Lie-besmeer, jede Bewegung der Fische, und das Meer murmelte: ‚Ich liebe Dich, o mein Sohn’, und die Fische huschten hin und her mit ihrem Reim: ‚Ich liebe Dich, Ich liebe Dich’.
Es gab nichts, das sie nicht mit ihrer Liebe erfüllte. Mit ihrer Herrschaft als Königin befahl Sie allen, ihre Liebe aufzunehmen und ihrem Jesus die Liebe seiner Mutter zurückzugeben.
So auch die Vögel: einige trillerten Liebe, manche zwitscherten Liebe, andere schmetterten Liebe; sogar jedes Atom der Erde war von ihrer Liebe erfüllt. Der Hauch der Tiere [im Stall] gelangte zu Mir mit dem ‚Ich liebe Dich’ meiner Mutter, das Heu war von ihrer Liebe erfüllt.
So gab es also nichts, was Ich sah oder berührte, wo Ich nicht die Süßigkeit ihrer Liebe wahrnahm. Damit bereitete Sie Mir das schönste Fest bei meiner Ge-burt: ein Fest ganz aus Liebe. Es war die Vergeltung für meine große Liebe, die Mich meine süße Mutter finden ließ.
Es war ihre Liebe, die mein Weinen stillte und Mich wärmte, als Ich in der Krippe vor Kälte erstarrt war, zumal Ich in ihrer Liebe die Liebe aller Menschen vorfand: im Namen aller küsste sie Mich, drückte Mich an ihr Herz und liebte Mich mit der Liebe einer Mutter für alle ihre Kinder.
Da Ich nun in jedem einzelnen ihre Mutterliebe wahrnahm, fühlte Ich, wie Ich sie als ihre Kinder und meine geliebten Brüder liebte.
Meine Tochter, was kann die von einem allmächtigen Fiat beseelte Liebe nicht alles tun? Sie macht sich zum Magneten und zieht Uns unwiderstehlich an, beseitigt jede Unähnlichkeit, wandelt mit ihrer Glut das Geschöpf um und bestätigt es in Dem, Den es liebt.
Außerdem verschönert die Liebe das Geschöpf auf unglaubliche Weise, dass sich Himmel und Erde hingerissen fühlen, jene Seele zu lieben [, die Uns liebt].
Eine Seele nicht zu lieben, die Uns liebt, ist Uns unmöglich. Unsere ganze göttliche Macht und Kraft werden machtlos und schwach vor der siegreichen Kraft der Seele, die Uns liebt.
Bereite also auch du Mir das Fest, das meine Mutter Mir bei der Geburt machte, hülle Himmel und Erde in dein ‚Ich liebe Dich, o Jesus’ ein, und lasse dir nichts entgehen, in dem deine Liebe nicht fließe. Bring Mich zum Lächeln, denn Ich wurde nicht nur ein einziges Mal geboren, sondern werde stets neu ge-boren.
Oft aber sind meine [wiederholten] Geburten des Lächelns und der Festfeier beraubt, und Ich bleibe mit meinen Tränen, dem Schluchzen und Wimmern allein, und mit einer Eiseskälte, die Mich zittern und alle meine Glieder erstarren lässt.
Drücke Mich daher an dein Herz, um Mich mit deiner Liebe zu wärmen, und bekleide Mich mit dem Gewand des Lichtes meines Willens.
So wirst auch du Mir ein Fest bereiten und Ich für dich, indem Ich dir neue Liebe und neue Kenntnisse über meinen Willen verleihe.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 1. Januar 1937)
„Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach“ (Lk 2, 19)
Ich meditierte gerade darüber, wie die Königin Mutter dem Jesuskind ihre Milch reichte und sagte mir: „Was mag wohl zwischen der Heiligten Mutter und dem kleinen Jesus dabei vorgegangen sein?“
In dem Augenblick fühlte ich, wie Er sich in meinem Inneren bewegte und hörte Ihn sagen:
„Meine Tochter, als Ich die Milch von der Brust meiner süßesten Mutter trank, saugte Ich zusammen mit der Milch die Liebe ihres Herzens ein, und es war mehr Liebe als Milch die Ich trank; und in jenen Schlucken hörte Ich sie gleichsam sprechen: „Ich liebe Dich, ich liebe Dich, o Sohn“, und Ich antwortete ihr: „Ich liebe dich, Ich liebe dich, o Mama“.
Und darin war Ich nicht allein, sondern meinem „Ich liebe dich“, folgten der Vater, der Hl. Geist und die ganze Schöpfung – die Engel, die Heiligen, die Ster-ne, die Sonne, die Wassertropfen, die Pflanzen, die Blumen, die Sandkörner, alle Elemente und wiederholten: „Wir lieben dich, wir lieben dich, o Mutter unseres Gottes, in der Liebe unseres Schöpfers“.
Meine Mutter sah dies alles und wurde davon überflutet. Sie konnte kein Fleckchen finden, wo sie nicht sagen hörte, dass Ich sie liebte; ihre Liebe blieb zu-rück und gleichsam allein und wiederholte: ‚Ich liebe Dich, ich liebe Dich.‘
Doch sie konnte Mir nie gleichkommen, da die geschöpfliche Liebe ihre Grenzen und ihre Zeit hat, während meine Liebe ungeschaffen, unbegrenzt und ewig ist.
Und dies geschieht bei jeder Seele, die Mir sagt: ‚Ich liebe Dich‘, dann wiederhole auch Ich ihr: ‚Ich liebe dich‘, und zusammen mit Mir ist die ganze Schöp-fung, um sie in meiner Liebe zu lieben.
O, wenn die Seelen verstünden, welche Schätze und welche Ehre sie erwerben würden, wenn sie bloß sagen: ‚Ich liebe Dich‘! Dies allein würde ausreichen, dass ein Gott an ihrer Seite ihnen zu Ehren erwidert: ‚Auch Ich liebe dich‘.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 8; 27. Dezember 1908)
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… „Meine Tochter, wer in meinem Göttlichen Willen lebt, für den werden alle Dinge durch Ihn zu meinem Willen: in allem, was er tut, berührt und sieht, berührt, sieht und tut er meinen Willen.
Wenn er in meinem Willen denkt und lebt, wird er wahrnehmen, wie die Heiligkeit der Intelligenz des göttlichen Lebens seinen Geist erfüllt und in ihm fließt.
Wenn er spricht, wird er in seinem Wort die Heiligkeit dieses FIAT strömen fühlen, das durch sein Wort erschafft. Wenn er arbeitet und geht, wird er die Heiligkeit der göttlichen Werke strömen fühlen und die Schritte des Ewigen FIAT.
Auch wenn er schläft, wird er in sich die ewige Ruhe seines Schöpfers empfinden. Alle wetteifern darin, ihm meinen Willen zu bringen: die Sonne mit ihrem Licht, der Wind mit seiner Kühlung, das Feuer mit seiner Glut, das Wasser mit seiner Erfrischung, die Blume mit ihrem Duft, der Vogel mit seinem Gesang und Zwitschern, die Speise mit ihrem Geschmack, die Frucht mit ihrer Süßigkeit.
Mit einem Wort, ohne Unterbrechung bringen sie ihm alle Akte, die mein Wille in jedem geschaffenen Ding tut, sodass die Seele wie eine Königin alle un-zähligen Akte empfängt, die der Göttliche Wille in der ganzen Schöpfung tut.
Jener Göttliche Wille, der in der Seele lebt und regiert, zieht all seine Akte an, die Er in allen Dingen ausübt. In der Pupille der Seele entsteht ein süßer Zauber, sodass sie in allen Dingen jenen Göttlichen Willen entdeckt, der ihr auf viele verschiedene Weisen entgegen strömt, damit sie ganz Wille Gottes werde.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 22; 29. Juni 1927)
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„Meine Tochter, die Glorie der Himmlischen Mutter ist unübertrefflich. Kein anderer Himmelsbewohner besitzt Meere der Gnade, des Lichtes, Ozeane der Schönheit und Heiligkeit, Meere der Macht, Weisheit und Liebe. Und was noch mehr ist, Sie besitzt diese Meere im grenzenlosen Meer ihres Schöpfers.
Die anderen Bewohner des Seligen Vaterlandes besitzen höchstens kleine Flüsschen, andere Tröpfchen, andere wiederum kleine Quellen. Nur Sie ist einzig-artig, da Sie die einzige war, die ihr Leben im Göttlichen FIAT lebte. Nie hatte der menschliche Wille in Ihr einen Platz, ihr Leben war ganz im Göttlichen Willen.
In seiner Kraft konzentrierte Sie alle Geschöpfe in sich, indem Sie sie in ihrem Mutterherzen empfing, und ihren Sohn Jesus ebenso oft vervielfachte, um Ihn jedem Geschöpf zu geben, das Sie in ihrem Jungfräulichen Herzen empfangen hatte.
Daher breitet sich ihre Mutterschaft über alle aus, und alle können sich rühmen und sagen: „Die Mutter Jesu ist auch meine Mutter, und diese so süße, lie-benswerte, liebende Mutter gibt einem jeden von uns ihren geliebten Sohn als Pfand ihrer Mutterliebe.“
Nur mein Wille konnte Sie befähigen, alle Geschöpfe als ihre Kinder zu empfangen, und ihren Jesus so oft zu vervielfältigen, als Sie Kinder hatte…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 24; 15. August 1928)
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… „Die Erhabene Königin, indem Sie unseren Willen als ihr Leben besaß, Uns stets etwas zu geben und zu sagen hatte und Uns stets beschäftigt hielt. [Auch] Wir hatten immer etwas zu geben und Ihr stets unsere liebenden Geheimnisse mitzuteilen, sodass Wir nichts ohne Sie tun: zuerst stimmen Wir Uns mit Ihr ab, dann legen Wir die Gabe [, die Wir geben möchten] in ihrem mütterlichen Herzen nieder, und aus ihrem Herzen gelangt sie zu dem Glücklichen, der die-ses Gut empfangen soll.
So gibt es keine Gnade, die auf die Erde herabsteigt, keine Heiligkeit, die gebildet wird, keinen Sünder, der sich bekehrt, keine Liebe, die von unserem Thron ausgeht, die nicht zuerst in ihrem Mutterherz hinterlegt werden; Sie bewirkt die Heranreifung dieses Gutes, befruchtet es mit ihrer Liebe, bereichert es mit ihren Gnaden, und wenn nötig mit der Kraft ihrer Schmerzen.
Sodann gewährt Sie es dem, für den es bestimmt ist, sodass der Empfänger die Väterlichkeit Gottes und die Mütterlichkeit seiner Himmlischen Mutter ver-spürt. Wir könnten ohne Sie handeln, aber Wir wollen es nicht. Wer hätte das Herz, Sie beiseite zu stellen?
Unsere Liebe, unsere unendliche Weisheit, unser Fiat selbst setzen sich [bei Uns] durch und lassen Uns nichts tun, was nicht durch Sie herabsteigt.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 8. Dezember 1935)
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… Darauf stellte mir mein geliebter Jesus alle Akte vor Augen, die Er gemeinsam mit seiner Himmlischen Mutter tat: während Sie arbeiteten, bildeten die Liebesmeere von Beiden einen einzigen Ozean, der seine Wogen bis zum Himmel erhob und alles einhüllte.
Jesus sprach: „Diese Wellen reichten sogar bis zu unserer Gottheit.
Sie ergossen einen ergiebigen Regen der Liebe über unser Göttliches Wesen, und Wir brachten die Liebe aller mit, die Erfrischung und den Balsam, wodurch die Gottheit besänftigt wurde und die Gerechtigkeit in Liebesüberschwang für die Geschöpfe verwandelte.
Man kann sagen, dass unsere Liebe die Menschheitsfamilie mit neuer Liebe wiederherstellte und Gott sie mit doppelter Liebe liebte, aber wo? In der Köni-gin und in ihrem lieben Sohn.
Jetzt vernimm eine weitere Überraschung: Als Ich als kleiner Säugling die Milch meiner Mutter trank, saugte Ich die Seelen ein, weil Sie sie bei sich verwahrt hielt. Als Sie Mir ihre Milch reichte, hinterlegte Sie in Mir alle Seelen mit dem Wunsch, dass Ich sie liebe, allen einen Kuss gebe und aus ihnen ihren und meinen Sieg mache.
Nicht nur dies, sondern Sie ließ Mich zugleich mit ihrer Milch ihre Mütterlichkeit und Zärtlichkeit einsaugen und drängte sich Mir mit ihrer Liebe auf, dass Ich die Seelen mit mütterlicher und väterlicher Liebe liebe. Ich empfing nun in Mir ihre Mütterlichkeit und unbeschreibliche Zärtlichkeit, und so liebte Ich die Seelen mit einer göttlichen Liebe, die [zugleich] mütterlich und väterlich war.
Nachdem Sie sie alle in Mir verwahrt hatte, legte Ich sie mit einem Kunstkniff meiner Liebe, mit einem Atemzug, mit einem sanften Blick von neuem in ih-rem mütterlichen Herzen nieder. Als Vergeltung schenkte Ich Ihr meine väterliche und meine göttliche Liebe, die unaufhörlich, beständig, unverrückbar ist und sich nie ändert – denn die menschliche Liebe ändert sich leicht.
Ich wollte aber, dass meine unzertrennliche Mutter dieselben Vorzüge meiner Liebe besitze und die Seelen so liebe, wie ein Gott sie zu lieben vermag. So fand in jedem Akt, den Wir taten, vom kleinsten bis zum größten, ein Austausch der Hinterlegung von Seelen statt, die Wir machten, Ich in Ihr und Sie in Mir.
Ja, Ich kann sogar sagen, dass Wir diese Hinterlegung der Seelen verdoppelten, da Ich das, was Ich von meiner teuren Mutter empfing, mit höchster Eifer-sucht als größtes Geschenk von ihrer Seite, in meinem göttlichen Herzen behütete.
Und wenn Sie mein Geschenk empfing, bewahrte Sie es so eifersüchtig, dass Sie ihre ganze Mütterlichkeit einsetzte, um das große Geschenk zu behüten, das ihr Sohn Ihr machte.
In diesem Austausch an Hinterlegungen nun, die Wir tätigten, nahm unsere Liebe immer mehr zu und liebte alle Geschöpfe mit neuer Liebe.
Wir machten Pläne, wie Wir sie noch mehr lieben und sie alle mittels der Liebe besiegen könnten und setzten unser Leben aufs Spiel, um sie in Sicherheit zu bringen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Ir-mengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 14. Februar 1938)
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… „Ich will dir zeigen, wie weit die Mütterlichkeit meiner Himmlischen Mutter ging, was Sie tat und wie viel es Sie kostete und immer noch kostet.
Wisse, dass die große Königin an Mir nicht nur als Mutter handelte, indem Sie Mich empfing, zur Welt brachte, mit ihrer Milch nährte und Mir alle mögliche Fürsorge angedeihen ließ, die meine Kindheit benötigte.
Das genügte weder ihrer mütterlichen Liebe, noch meiner Liebe als Sohn. Daher strömte ihre mütterliche Liebe in meinem Geist, und wenn Mich betrübli-che Gedanken quälten, dehnte Sie ihre Mutterschaft in jeden meiner Gedanken aus, verbarg sie in ihrer Liebe und küsste sie, so dass Ich meinen Geist unter ihren mütterlichen Flügeln geborgen fühlte, die Mich nie allein ließen.
Jeden meiner Gedanken behielt meine Mutter, die Mich liebte und Mir all ihre mütterliche Fürsorge erwies. Ihre Mutterschaft erstreckte sich auf all meine Atemzüge und Herzschläge; wenn mein Atem und mein Herzschlag von Liebe und Schmerz erstickt waren, eilte Sie als wahre Mutter herbei, damit Ich nicht von der Liebe verzehrt würde und um mein durchbohrtes Herz mit Balsam zu salben.
Wenn Ich schaute, wenn Ich sprach, arbeitete, ging – dann eilte Sie, um meine Blicke, Worte, Werke und Schritte in ihre Mutterliebe aufzunehmen, umklei-dete sie mit ihrer mütterlichen Liebe, verbarg sie in ihrem Herzen und handelte als Mutter an Mir.
Selbst in der Speise, die Sie Mir bereitete, ließ Sie ihre mütterliche Liebe fließen, sodass Ich beim Essen ihre liebende Mütterlichkeit wahrnahm.
Und was soll Ich dir darüber erzählen, wie viel Mütterlichkeit Sie in meinen Leiden erzeigte? Es gab weder einen Schmerz noch einen Blutstropfen, den Ich vergoss, in denen Ich nicht meine teure Mutter spürte.
Nachdem Sie als Mutter an Mir gehandelt hatte, nahm Sie meine Leiden und mein Blut und barg alles in ihrem Mutterherzen, um sie zu lieben und ihre Mut-terschaft fortzusetzen.
Wer kann dir schildern, wie sehr Sie Mich liebte und wie sehr Ich Sie liebte? Meine Liebe war so groß, dass Ich in allem, was Ich tat, nicht sein konnte, ohne ihre Mutterschaft gemeinsam mit Mir zu fühlen; Ich kann sagen, dass Sie eilte, um Mich niemals allein zu lassen, nicht einmal in meinen Atemzügen, und Ich rief Sie.
Ihre Mutterschaft war für Mich ein Bedürfnis, eine Erleichterung, eine Stütze für mein Leben hier unten. Vernimm nun, meine Tochter, eine weitere Überra-schung der Liebe deines Jesus und unserer himmlischen Mutter.
Da in allem, was sich zwischen Mir und meiner Mutter abspielte, die Liebe kein Hindernis fand, strömte die Liebe der einen [Person] in der Liebe der ande-ren, um ein einziges Leben zu bilden.
Wollte Ich dies nun mit den Menschen tun, würde Ich so viele Hindernisse, Zurückweisungen und Undankbarkeit finden! Aber meine Liebe lässt sich [trotz-dem] nie aufhalten.
Du sollst dies wissen: wie meine unzertrennliche Mama ihre Mutterschaft inner- und außerhalb meiner Menschheit ausbreitete, so setzte Ich Sie auch zur Mutter eines jeden Gedankens, Atemzuges, Herzschlags, Wortes der Seelen ein; Ich bestätigte Sie darin und ließ ihre Mutterschaft sich in all ihren Werken, Schritten und Leiden erstrecken.
Ihre Mutterschaft wirkt sich überall aus: sind die Seelen in Gefahr, in Sünden zu fallen, eilt Sie herbei und bedeckt sie mit ihrer Mütterlichkeit, damit sie nicht fallen.
Wenn sie gefallen sind, überlässt Sie ihnen ihre Mutterschaft als Hilfe und Verteidigung, damit sie sich wieder erheben.
Ihre Mutterschaft eilt und erstreckt sich auf die Seelen, die gut und heilig sein wollen; und als fände Sie ihren Jesus in ihnen, übt Sie ihr Mutteramt an ihrem Intellekt aus, lenkt ihre Worte, bedeckt und verbirgt sie in ihrer Mutterliebe, um ebenso viele weitere Jesus groß zu ziehen.
Ihre Mutterschaft zeigt sich an den Betten der Sterbenden. Indem Sie von den Ihr von Mir verliehenen Rechten der Autorität als Mutter Gebrauch macht, sagt Sie mit einem so zärtlichen Ton, dass Ich Ihr nichts abschlagen kann, zu Mir: ‚Mein Sohn, Ich bin Mutter, und dies sind meine Kinder.
Ich muss sie retten. Wenn Du Mir das nicht gewährst, wird meine Mutterschaft dadurch untergraben, kompromittiert.’ Während Sie das sagt, bedeckt Sie sie mit ihrer Liebe und verbirgt sie in ihrer Mütterlichkeit, um sie in Sicherheit zu bringen.
Meine Liebe war so groß, dass Ich zu Ihr sprach: ‚Meine Mutter, Ich will, dass Du die Mutter aller seiest. Was Du an Mir getan hast, wirst Du an allen Geschöp-fen tun. Deine Mutterschaft möge sich auf all ihre Akte erstrecken, sodass Ich alle in deiner mütterlichen Liebe bedeckt und verborgen sehe.’
Meine Mutter willigte ein und wurde nicht nur als Mutter aller bestätigt, sondern darin, dass Sie einen jeden menschlichen Akt mit ihrer Mutterliebe um-kleiden sollte. Das war eine der größten Gnaden, die Ich allen Menschengeschlechtern erwies.
Doch wie viele Schmerzen werden meiner Mutter zugefügt! Sie gehen so weit, ihre Mutterschaft nicht annehmen zu wollen und sie zu verkennen. Daher betet der ganze Himmel und erwartet voll Sehnsucht, dass der Göttliche Wille bekanntwerde und herrsche.
Dann wird die große Königin an den Kindern meines Willens das tun, was Sie an ihrem Jesus tat, und ihre Mutterschaft wird in ihren Kindern lebendig sein..“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 28. Dezember 1938)
“Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus” (Lk 2, 21)
Sehr betrübt wegen der Abwesenheit meines höchsten und einzigen Gutes, sah ich Ihn schließlich nach langem Warten aus dem Inneren meines Herzens herauskommen; Er weinte und gab mir mit seinen Augen zu verstehen, dass Er wegen der Beschneidungswunde litt.
So weinte Er und erwartete von mir, das Blut zu trocknen, das von dieser Wunde herausfloss, und die Pein des Schnittes zu lindern.
Ich fühlte Mitleid und Verlegenheit zugleich, sodass ich nicht wagte, es zu tun; die Liebe drängte mich aber, und ich fand – ich weiß nicht wie – ein kleines Tuch in meiner Hand und versuchte so gut ich konnte, das Blut des Jesuskindes zu trocknen.
Dabei fühlte ich mich voller Sünden und glaubte, dass ich der Grund für jenen Schmerz war. O, wie leid tat Er mir!
Ich fühlte mich von dieser Bitterkeit aufgesogen, und das gebenedeite Kindlein sagte voller Mitleid mit meinem elenden Zustand zu mir: „Je mehr die Seele sich erniedrigt und sich selbst erkennt, umso näher kommt sie der Wahrheit; und wenn sie in der Wahrheit ist, versucht sie, auf dem Weg der Tugenden vo-ranzuschreiten, von denen sie sich selbst sehr weit entfernt sieht.
Und wenn sie sich auf dem Weg der Tugenden sieht, erkennt sie sofort, wie viel für sie noch zu tun bleibt, denn die Tugenden haben kein Ende, sie sind un-endlich, wie Ich es bin.
So versucht die Seele, sich in der Wahrheit befindend, stets sich zu vervollkommnen, doch wird sie nie den Punkt erreichen, sich selbst vollkommen zu se-hen.
Und dies hilft ihr und bewirkt, dass die Seele ununterbrochen arbeitet und sich bemüht, sich mehr zu vervollkommnen, ohne die Zeit müßig zu verschwen-den. Und Ich überarbeite sie, von dieser Arbeit der Seele angetan, Stück für Stück, um in ihr die Ähnlichkeit mit Mir abzubilden.
Deshalb also wollte Ich beschnitten werden, um ein Beispiel höchster Demut zu geben, das sogar die Engel des Himmels in Erstaunen versetzte.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 3; 1. Januar 1900)
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… „Noch klein, unterwarf Ich Mich dem so harten Schnitt der Beschneidung, deren Schmerz Mich bittere Tränen vergießen ließ – und nicht nur Mich, son-dern es weinten zusammen mit Mir meine Mama und der liebe heilige Josef: Es war der menschliche Wille, den Ich beschneiden wollte, damit die Geschöp-fe in diesem Schnitt den Göttlichen Willen fließen lassen mögen, und nicht mehr ein gebrochener Wille Leben habe, sondern allein der Meine, der in die-sem Schnitt geflossen war, um sein Leben wieder zu beginnen…“
(aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 20; 30. 1. Januar 1927)
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… Danach dachte ich an den bitteren Schmerz des Jesuskindes bei der Beschneidung, bei der Er sich kaum acht Tage nach seiner Geburt einem so schmerz-vollen Schnitt unterwarf, und Jesus, Der sich in meinem Inneren bewegte, fügte hinzu: “Meine Tochter, in der ersten Epoche seines Lebens fügte Adam sei-ner Seele durch die Sünde eine Wunde zu.
Durch diese trat der Göttliche Wille aus und es drangen stattdessen Finsternis, Armseligkeit und Schwächen ein, die den Holzwurm für alle Güter des Men-schen darstellten. Wenn er also überhaupt Güter ohne meinen Göttlichen Willen besitzt, sind sie wurmzerfressen, angeschimmelt, ohne Substanz, daher kraftlos und wertlos.
Da Ich ihn aber so sehr liebe, wollte Ich Mich in meinen ersten Erdentagen der Beschneidung unterwerfen und einen überaus schmerzhaften Schnitt erlei-den, der Mir sogar Tränen als zartes Kind entlockte.
Durch diese Wunde öffnete Ich dem menschlichen Willen die Tür, damit er wieder in den Meinen eintrete. Diese meine Wunde sollte die Wunde des menschlichen Willens heilen und mein Göttliches FIAT wieder in ihn einschließen, das den Stachel, die Armseligkeit, die Schwächen und Finsternis von ihm nehmen würde. Kraft meines Allmächtigen FIAT würden somit all seine Güter erneuert und wiederhergestellt.
Tochter, von meiner Empfängnis und den ersten Tagen meiner Geburt an, sorgte Ich Mich um das Reich meines Göttlichen Willens, und wie Ich es unter den Menschen in Sicherheit bringen könne.
Meine Seufzer und Tränen, mein wiederholtes Schluchzen und meine Leiden zielten alle darauf hin, das Reich meines FIAT wieder auf Erden zu errichten.
Ich wusste nämlich, dass der Mensch, egal wie viele Güter Ich ihm gäbe, nie glücklich sein, noch die Fülle der Güter und der Heiligkeit, noch die Insignien seiner Erschaffung besitzen würde, die ihn zum König und Herrscher machen.
Der Mensch wäre stets ein Diener – schwach und armselig.
Würden die Menschen jedoch meinen Willen in ihrer Mitte herrschen lassen, so hätte Ich ihm in einem einzigen Glückstreffer alle Güter, seinen Königspa-last und seine verlorene Herrschaft geschenkt.
Es sind ca. zwanzig Jahrhunderte vergangen, und Ich habe noch nicht aufgegeben – meine Seufzer dauern immer noch an. Wenn Ich dir so viele Kenntnisse über meinen Göttlichen Willen offenbarte, so sind diese nichts anderes als meine beredten Tränen und die unauslöschlichen Buchstaben meiner Leiden und Seufzer.
Diese werden zu Worten und teilen sich dir mit, damit du auf zarteste und überzeugendste Art niederschreibst, was meinen Göttlichen Willen betrifft, und wie Er auf Erden wie im Himmel regieren will.
So haben Wir Unsererseits mit unauslöschlichem und unerschütterlichem Ratschluss das Kommen unseres Göttlichen Willens und seine Herrschaft auf Erden beschlossen – und niemand kann Uns davon abbringen: als Zeichen dafür haben Wir vom Himmel das Heer seiner Wahrheiten abgesandt.
Wäre das nicht so, so wäre es nicht der Mühe wert, die große Bedeutung eines Göttlichen Willens aufs Spiel zu setzen: wie diese Wahrheiten dem Menschen so viele Jahrhunderte lang verborgen blieben, so könnten sie es weiterhin sein.
Nun warten Wir darauf, dass die Menschen ihren Teil tun, die sich mit ihrer Entscheidung noch immer Zeit lassen, besonders jene, die zögern, sich mit der Bekanntmachung der Geheimnisse meines Göttlichen Willens und des großen Schatzes seiner Wahrheiten zu befassen.
Menschlicher Wille, wie undankbar bist du Mir! Ich warte auf deine Entscheidung, damit Ich dich küssen und dir das Reich schenken kann, das Ich für dich vorbereitet habe.
Und du zögerst noch immer? Meine Tochter, bete und setze von deiner Seite kein Hindernis für ein so großes Gut, das unsere größte Liebesentfaltung sein wird.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 25; 1. Januar 1929)


