Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam- A (Joh 6,51-58)
51In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.
52Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? 53Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
54Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. 55Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.
56Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. 57Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
58Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
“Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt” (Jn 6, 51)
Nachdem ich diesen Morgen den geliebten Jesus empfangen hatte, sagte ich zu Ihm: „Jesus, mein Leben, was war die erste Handlung, die Du tatst, als Du Dich selbst im Sakrament empfingst?“
Darauf Jesus: «Meine Tochter, der erste Akt, den Ich tat, war jener, mein Leben in so viele Leben zu vervielfältigen, wie viele Menschen es auf der Welt geben kann, damit jeder mein Leben für sich allein besitzen möge, das ohne Unterlass betet, dankt, Genugtuung leistet, für diese Seele allein liebt, ebenso vervielfältigte Ich auch meine Leiden für jede einzelne Seele, als hätte Ich für sie allein gelitten und nicht für die anderen.
In jenem erhabenen Augenblick, als Ich Mich selbst empfing, schenkte Ich Mich allen und gab Mich hin, in jedem Herzen meine Passion zu erleiden, um die Herzen mittels der Leiden und der Liebe erobern zu können, und indem Ich meine ganze Gottheit verschenkte, kam Ich, um die Herrschaft über alle zu erlangen.
Aber leider, meine Liebe wird bei vielen enttäuscht, und Ich warte sehnsüchtig auf liebende Herzen, die, wenn sie Mich empfangen, sich mit Mir vereinen, um sich in allen zu vervielfältigen, indem sie das wünschen und wollen, was Ich will, damit Ich wenigsten von ihnen das bekomme, was Mir die anderen nicht geben, und um die Freude zu haben, dass sie mit meinem Verlangen und meinem Willen gleichförmig sind».
Wenn du Mich also empfängst, meine Tochter, so tue das, was Ich tat, und Ich werde die Genugtuung haben, dass wenigstens Wir zwei dasselbe wollen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 23. Oktober 1917)
“Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag” (Jn 6, 54)
(204) Nun, während ich Jesus oder den Priester die Heiligen Geheimnisse feiern sah, ließ Jesus mich verstehen, dass in der Messe das ganze Fundamente unserer hochheiligen Religion zu finden ist.
Ach ja, die hl. Messe sagt uns alles und spricht von allem; sie erinnert uns an unsere Erlösung; sie spricht zu uns, Schritt für Schritt, über die Leiden, die Jesus für uns litt; sie offenbart uns auch Seine unermessliche Liebe, denn es genügte Ihm nicht, am Kreuz zu sterben, sondern Er wollte seinen Opferzustand in der Heiligsten Eucharistie fortsetzen.
Die Messe sagt uns auch, dass unsere Körper, zerfallen und im Tod zu Asche geworden, am Tag des Gerichts zusammen mit Christus, wieder auferstehen werden zu einem unsterblichen und glorreichen Leben.
Jesus ließ mich verstehen, dass die tröstlichste Sache für einen Christen und die höchsten und erhabensten Geheimnisse unserer heiligen Religion die hl. Eucharistie und die Auferstehung unseres Leibes zur Herrlichkeit sind. Dies sind tiefe Geheimnisse, die wir erst im Jenseits begreifen werden, doch Jesus im Sakrament lässt sie uns beinahe mit Händen greifen, auf verschiedene Weisen.
Erstens seine Auferstehung, zweitens sein Zustand der Vernichtung unter jenen Gestalten, aber doch ist es so sicher, dass Jesus hier lebendig und wirklich gegenwärtig ist. Wenn dann diese Gestalten aufgezehrt sind, existiert seine reale Gegenwart nicht länger.
Und wenn die Gestalten wieder konsekriert werden, kommt Er wieder, um seinen sakramentalen Zustand anzunehmen. So erinnert uns der sakramentale Herr an die Auferstehung unserer Körper zur Herrlichkeit.
So wie Jesus, wenn seine sakramentale Gestalt endet, im Schoß Gottes, seines Vaters weilt, so werden – wenn unser Leben endet, unsere Seelen hingehen und im Himmel Wohnung nehmen, im Schoß Gottes, während unsere Leiber verzehrt werden, sodass man sagen kann, dass sie quasi nicht mehr existieren; aber dann werden sie durch ein Wunder der Allmacht Gottes neues Leben erhalten, sich mit der Seele vereinen, und sich vereint der ewigen Seligkeit erfreuen.
Kann es etwas Tröstlicheres für das menschliche Herz geben als die Tatsache, dass nicht nur die Seele, sondern auch der Leib die ewige Freude genießen wird?
Es scheint mir, dass es an jenem erhabenen Tag so sein wird, wie wenn der Himmel sternenübersät wäre und die Sonne herauskäme. Was geschieht?
Mit ihrem unermesslichen Licht absorbiert die Sonne die Sterne und lässt sie verschwinden; doch die Sterne existieren [weiter]. Die Sonne ist Gott, und alle seligen Seelen sind die Sterne.
Mit Seinem unermesslichen Licht wird Gott uns alle in Sich absorbieren, sodass wir in Gott existieren und im unermesslichen Meer Gottes schwimmen werden. O, wie viele Dinge sagt uns Jesus im Sakrament, aber wer kann sie alle aufzählen?
Es würde wirklich zu lange werden, aber wenn der Herr es erlaubt, werde ich Weiteres bei anderen Gelegenheiten sagen… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 1; (204))
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Dann ging ich weiter mit den Stunden der Passion, und während ich dem eucharistischen Mahl folgte, bewegte sich mein süßer Jesus in meinem Inneren, und mit der Spitze seines Fingers klopfte Er so stark in meinem Inneren, dass ich es mit meinen Ohren vernahm, und ich sagte zu mir: „Was mag Jesus wohl wünschen, dass Er klopft?“
Und Er rief mich und sprach zu mir: „Es war nicht genug, bei dir anzuklopfen, damit du Mich vernimmst, sondern auch um dich zu rufen, um angehört zu werden.
Höre, meine Tochter: während Ich das eucharistische Mahl einsetzte, rief Ich alle um Mich, Ich sah auf alle Generationen, vom ersten bis zum letzten Menschen, um allen mein sakramentales Leben zu geben, und nicht einmal, sondern so oft, wie der Mensch körperliche Speise braucht.
Ich wollte Mich zur Nahrung der Seele einsetzen, doch war Ich sehr betrübt, als Ich sah, dass dieses mein sakramentales Leben von Verachtung, Gleichgültigkeit und auch von erbarmungslosem Tod umgeben war.
Ich fühlte Mich schlecht, Ich empfand die tödlichen Beklemmungen meines sakramentalen Lebens, eines qualvollen und wiederholten Todes.
Dann sah Ich genauer hin und machte Gebrauch von der Macht meines Wollens und rief die Seelen zu Mir, die in meinem Willen leben würden. O, wie glücklich fühlte Ich Mich!
Ich fühlte Mich von diesen Seelen umgeben, welche die Macht meines Willens wie [in Sich] versenkt hielt, und in denen mein Wille der Mittelpunkt ihres Lebens war.
Ich sah in ihnen meine Unermesslichkeit, fand Mich von allen wohl verteidigt und vertraute ihnen mein sakramentales Leben an. Ich legte Es in ihnen nieder, nicht nur, damit sie dafür Sorge tragen, sondern Mir für jede geweihte Hostie mit einem Leben von ihnen [selbst] vergelten.
Und dies geschieht ganz natürlich, denn mein sakramentales Leben wird von meinem ewigen Willen belebt, und das Leben dieser Seelen hat meinen Willen als Lebensmittelpunkt; wenn sich also mein sakramentales Leben bildet, handelt mein in Mir agierender Wille in ihnen, und Ich fühle ihr Leben in meinem sakramentalen Leben.
Sie vervielfältigen sich mit Mir in jeder Hostie, und Ich fühle, dass Mir Leben für Leben gegeben wird. O, wie jubelte Ich, als Ich dich als die Erste sah, die Ich auf eine besondere Weise rief, in meinem Willen dein Leben zu bilden!
In dir gestaltete Ich die erste Schatzkammer von allen meinen sakramentalen Leben, Ich vertraute dich meiner Macht und Unermesslichkeit des Höchsten Willens an, damit sie dich befähigten, diese Schätze zu empfangen.
Von dieser Zeit an warst du Mir gegenwärtig, und Ich machte aus dir die Verwahrerin meines sakramentalen Lebens, und in dir alle anderen Seelen, die in meinem Willen leben würden.
Ich gab dir die Vorherrschaft über alles – und dies zu Recht, denn mein Wille ist niemandem unterworfen – sogar über die Apostel und die Priester, denn wenn diese Mich konsekrieren, bleiben sie doch nicht in gemeinsamem Leben mit Mir, sondern lassen Mich allein und verlassen, kümmern sich nicht um Mich.
Indessen werden diese [im Göttlichen Willen lebenden] Seelen Leben in meinem eigenen Leben selbst und untrennbar von Mir sein; deshalb liebe Ich dich so sehr: es ist mein eigener Wille, den Ich in dir liebe.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 6. Juli 1922)
“Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm” (Jn 6, 56)
Ich fühlte mich ganz absorbiert im Heiligsten Willen Gottes, und der gebenedeite Jesus machte mir alle Akte seines Lebens auf Erden gegenwärtig, als fänden sie gerade jetzt statt, als wären sie „im Akt“; da ich Ihn sakramental in meinem armen Herzen empfangen hatte, zeigt Er mir in seinem Heiligsten Wollen, wie im Akt den Augenblick, als Er bei der Einsetzung des Heiligsten Sakraments sich selbst empfing.
Wie viele Wunder, welche Großtaten, welches Übermaß der Liebe, als Er sich selbst empfing! Mein Geist verlor sich in so vielen göttlichen Wundern, und mein stets liebenswürdiger Jesus sagte zu mir:
„Geliebte Tochter meines Höchsten Wollens, mein Wille enthält alles, bewahrt alle göttlichen Werke wie im Akt, lässt sich nichts entgehen und möchte dem, der in Ihm lebt, die Güter offenbaren, die Er in sich birgt. Daher will Ich dir den Grund zeigen, warum Ich Mich selbst empfangen wollte, als Ich das Heiligste Sakrament einsetzte.
Das Wunder war groß und unbegreiflich für den menschlichen Geist: Das Geschöpf sollte einen Menschen und Gott empfangen, den Unendlichen in sein begrenztes Wesen einschließen und diesem unendlichen Wesen göttliche Verehrung erweisen und Ihm eine Wohnstätte anbieten, die geschmückt und Seiner würdig war.
Dieses Geheimnis war derart unverständlich und dunkel, dass selbst die Apostel, die bereitwillig dem Geheimnis der Menschwerdung und zahlreichen anderen, Glauben geleistet hatten, bei diesem jedoch verwirrt waren; ihr Intellekt sträubte sich, es zu glauben, und es bedurfte meiner wiederholten Unterweisung, dass sie nachgaben.
Wie sollte Ich also vorgehen? Ich, der Ich dieses Sakrament einsetzte, musste an alles denken, da es, wenn das Geschöpf Mich empfangen sollte, der Gottheit nicht an Ehren und göttlicher Zierde und einer, Gottes würdigen Wohnung mangeln durfte.
Als Ich, meine Tochter, daher das Heiligste Sakrament einsetzte, vergegenwärtigte Mir mein, mit meinem menschlichen Willen vereinter Ewiger Wille, alle Hostien, die bis ans Ende der Jahrhunderte sakramental konsekriert werden sollten, und Ich betrachtete sie, eine nach der anderen, konsumierte sie und erblickte in jeder Hostie mein pulsierendes sakramentales Leben, das sich den Geschöpfen mitteilen wollte.
Meine Menschheit nahm im Namen der ganzen Menschheitsfamilie diese Verpflichtung für alle auf sich, und gab jeder Hostie die Wohnstätte in meiner eigenen Menschheit, und meine Gottheit, die untrennbar von Mir war, umgab jede sakramentale Hostie mit göttlicher Ehrerbietung, Lobpreisung und Huldigung, um meiner Majestät die geziemende Würdigung zu erweisen.
So wurde jede sakramentale Hostie in Mir hinterlegt, und sie schließt die Wohnstätte meiner Menschheit ein und das Ehrengefolge meiner Gottheit. Wie könnte Ich sonst in das Geschöpf herabsteigen?
Es war nur aus diesem Grund, dass Ich die Sakrilegien, die Kälte, die Unehrerbietigkeit und den Undank ertrug, da Ich, sobald Ich Mich selbst empfing, den Respekt, die Ehren und die Wohnung in Sicherheit brachte, derer es für meine Person selbst bedurfte.
Hätte Ich Mich nicht selbst empfangen, so hätte Ich nicht in sie hinabsteigen können, und es hätte ihnen der Weg, die Pforte und die Mittel gefehlt, um Mich zu empfangen.
So ist es meine Angewohnheit bei allen meinen Werken: Ich verrichte sie einmal, um allen Werken Leben zu verleihen, die sich in der Folge dann wiederholen würden, indem Ich sie mit dem ersten Akt verbinde, als wären sie ein einziger Akt.
So ließen Mich die Macht, die Unermesslichkeit und Allsicht meines Willens alle Jahrhunderte umfangen und machten Mir alle Kommunikanten und sakramentalen Hostien gegenwärtig, und Ich empfing Mich selbst ebenso oft, damit Ich durch Mich selbst in jedes Geschöpf eingehen konnte.
Wer hätte je gedacht, dass meine Liebe so groß ist, dass Ich, um in das Herz des Geschöpfes herabzusteigen, Mich selbst empfangen musste, um die Rechte Gottes zu wahren, und um den Menschen nicht nur Mich selbst geben zu können, sondern auch die Akte selbst, die Ich verrichtete, als Ich Mich selbst empfing, um sie zu disponieren und ihnen gleichsam das Recht einzuräumen, Mich empfangen zu können?“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 18. Juni 1923)
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… ‚Das Kommen des Reiches des Göttlichen Willens scheint mir unmöglich. Wie kann es kommen, wenn die Übel auf erschreckende Weise überhandnehmen?’
Diese Worte aber erregten den Unmut meines süßen Jesus, und Er sagte zu mir: „Meine gesegnete Tochter, wenn du daran zweifelst, glaubst du nicht an meine Macht und erkennst sie nicht an, die doch keine Grenzen hat und alles kann, wenn Ich es will. Du sollst wissen, dass Wir bei der Erschaffung des Menschen unser Leben in ihn legten, er war unsere Wohnstätte.
Wenn Wir nun dieses unser Leben nicht mit seiner Zierde und Herrschaft, mit unserem vollen Triumph in Sicherheit bringen, indem Wir dem Menschen bekanntmachen, dass Wir in dieser Wohnung leben, und er sich geehrt fühlen möge, von einem Gott beherrscht und bewohnt zu sein; wenn Wir also das nicht tun, bedeutet dies, dass unsere Macht begrenzt, ihr Vermögen nicht unendlich ist.
Wer nicht die Macht hat, sich selbst zu retten, kann noch viel weniger die anderen retten. Vielmehr dient aber das wahre Gute, die grenzenlose Macht zuerst dazu, sich selbst zu retten und dann fließt sie in die anderen über.
Nun, als Ich auf die Erde kam, um zu leiden und zu sterben, wollte Ich den Menschen, d.h. meine Wohnstätte, in Sicherheit bringen.
Würde es nicht auch dir befremdlich scheinen, dass, während Ich die Wohnung in Sicherheit brachte, Ich als ihr Besitzer und Bewohner, ohne seine Rechte, ohne Herrschaft und unvermögend sein sollte, Mich selbst in Sicherheit zu bringen?
Ach nein, nein, meine Tochter! Dies wäre absurd und gegen die Ordnung unserer unendlichen Weisheit gewesen.
Die Erlösung und das Reich meines Willens sind ganz eins und unzertrennlich miteinander verbunden. Mein Kommen auf die Erde bewirkte die Erlösung des Menschen und sollte zugleich das Reich meines Willens errichten, damit Ich Mich selbst rette und Mir meine Rechte wieder nehme, die Mir als Schöpfer mit Recht gebühren.
Ich unterwarf Mich in der Erlösung so vielen Demütigungen, unerhörten Leiden, ja sogar dem Kreuzestod und unterzog Mich allem, um meine Wohnung in Sicherheit zu bringen und die ganze Pracht, Schönheit und Herrlichkeit wiederherzustellen, mit der Ich sie errichtet hatte, damit sie von neuem Meiner würdig sei. –
Als nun alles zu Ende schien und meine Feinde Genugtuung über meinen Tod empfanden, da rief meine grenzenlose Macht meine Menschheit wieder zum Leben.
Und mit der Auferstehung erstand alles zugleich mit Mir wieder auf: die Geschöpfe, meine Leiden und die Güter, die Ich für sie erworben hatte. Wie meine Menschheit über den Tod triumphierte, so erstand auch mein Wille wieder auf und triumphierte in den Seelen, in denen
Er sein Reich erwartet. Wäre meine Menschheit nicht auferstanden und hätte Ich diese Macht nicht besessen, so wäre die Erlösung gescheitert und man hätte daran zweifeln können, ob es das Werk eines Gottes wäre.
Es war meine Auferstehung, die zu erkennen gab, wer Ich war, und die alle Schätze besiegelte, die auf Erden zu bringen Ich gekommen war.
So wird mein Göttlicher Wille das doppelte Siegel sein, die Übertragung seines Reiches, das meine Menschheit besaß, in die Seelen; zumal Ich ja für die Seelen dieses Reich meines Göttlichen Willens in meiner Menschheit gebildet hatte.
Warum also sollte Ich es ihnen nicht gewähren? Es ist höchstens eine Frage der Zeit, doch für Uns sind die Zeiten wie ein einziger Punkt.
Unsere Macht wird so große Wunder wirken und den Menschen mit neuen Gnaden, neuer Liebe und neuem Licht überhäufen, dass unsere Wohnstätten Uns erkennen und Uns freiwillig und spontan die Herrschaft überlassen werden.
Dann wird unser Leben mit seinen vollen Rechten im Menschen sichergestellt sein. Mit der Zeit wirst du sehen, was meine Macht zu tun vermag und tun kann, wie sie alles zu erobern versteht und die verstocktesten Rebellen überwältigen kann.
Wer kann je meiner Macht widerstehen? Mit einem einzigen Hauch werfe Ich alles nieder, vernichte und stelle alles wieder her, wie es Mir am besten gefällt.
Bete daher und lass deinen ständigen Ruf erschallen: ‚Es komme das Reich deines Fiat, und dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.’“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 31. Mai 1935)
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… „Meine Tochter, wie schön ist doch meine Mutter! Ihre Herrschaft erstreckt sich überallhin, ihre Schönheit entzückt und fesselt alle. Es gibt kein Wesen, das nicht seine Knie beugt, um Sie zu verehren.
Mein Göttlicher Wille hat Sie so für Mich geschaffen, Er machte Sie unzertrennlich von Mir, sodass Ich keinen Akt tat, den die Höchste Königin nicht gemeinsam mit Mir getan hätte.
Die Macht dieses Göttlichen Fiat, das von Mir und von Ihr ausgesprochen wurde, ließ Mich in ihrem jungfräulichen Schoß empfangen werden und gab meiner Menschheit das Leben.
Es war dieses selbe [ausgesprochene] Fiat, immer und jedes Mal, wenn Ich wirkte; dieses Göttliche Fiat meiner Mutter besaß das Recht, in meinem Göttlichen Fiat das zu tun, was Ich tat.
Wisse nun dies: als Ich das Sakrament der Eucharistie einsetzte, war ihr Göttliches Fiat zusammen mit dem Meinen, und Wir sprach gemeinsam das Fiat aus, dass Brot und Wein in meinen Leib, mein Blut, meine Seele und Gottheit gewandelt werden sollen.
Ja, wie Ich bei meiner Empfängnis ihr Fiat wünschte, so wollte Ich es auch in diesem feierlichen Akt, der meinem Sakramentalen Leben den Anfang gab!
Wie hätte Ich das Herz gehabt, meine Mutter in einem Akt beiseite zu stellen, in dem meine Liebe ein so überschwängliches Übermaß offenbarte, dass es ans Unglaubliche grenzt? Vielmehr war Sie nicht nur mit Mir, sondern Ich setzte sie als Königin der Liebe meines Sakramentalen Lebens ein.
Und Sie bot Mir mit der Liebe einer wahren Mutter abermals ihren Schoß und ihre schöne Seele dar, um Mich zu verteidigen und für die schreckliche Undankbarkeit und enormen Sakrilegien Wiedergutmachung zu leisten, die Ich leider in diesem Sakrament der Liebe empfangen würde.
Meine Tochter, dies ist meine Absicht: Ich wünsche, dass mein Wille das Leben des Geschöpfs sei, damit Ich das Geschöpf bei Mir habe, damit es mit meiner Liebe liebt, in meinen Werken wirkt; mit einem Wort, Ich will die Gesellschaft [des Geschöpfes] in meinen Akten, Ich möchte nicht allein sein.
Welchen Sinn hätte es sonst, das Geschöpf in meinen Willen zu rufen, wenn Ich der einsame Gott bleiben und das Geschöpf allein bleiben sollte, ohne dass es an unseren Göttlichen Werken teilnimmt?
Und nicht nur bei der Einsetzung des Heiligsten Sakramentes, sondern in allen Akten, die Ich im ganzen Laufs meines Lebens vollbrachte, tat meine Mutter das, was Ich tat – kraft des einen einzigen Willens, von dem Wir beseelt waren: wenn Ich Wunder wirkte, tat Sie das Wunder zusammen mit Mir.
Ich fühlte in der Macht meines Willens die Erhabene Herrin des Himmels, wenn Wir gemeinsam die Toten ins Leben zurückriefen. Wenn Ich litt, litt Sie zugleich mit Mir.
Es gab nichts, worin Ich nicht ihre Gesellschaft hatte, ihr und mein Wirken waren miteinander vereint. Diese Untrennbarkeit von ihrem Sohn, die Einheit mit seinem Wirken war die größte Ehre, die mein Fiat Ihr verlieh.
Und die Jungfrau bezeugte Mir [hiermit] die größte Ehre, sodass Ich die vollbrachten Werke in ihrem Mütterlichen Herzen hinterlegte, und Sie diese in ihrem Herzen [wie in einem Schrein] empfing, voller Eifersucht, [für Mich] sogar den Atem zu behüten.
Diese Einheit der Willen und der Werke entflammte eine solche Liebe zwischen Uns beiden, dass es genügte, die ganze Welt in Flammen zu setzen und sie mit reiner Liebe zu verzehren.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 8. Juli 1935)


