Montag der 23. Woche im Jahreskreis (Lk 6,6-11)
6An einem anderen Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. 7Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
8Er aber wusste, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. 9Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen?
10Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. 11Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.
„Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn“ (Lk 6,6-7)
… Jetzt spüre ich, wie ein Gewitter über mein Haupt herniederprasselt, da nämlich maßgebliche Personen einige Bände meiner Schriften gelesen und sich an den Vertraulichkeiten Jesu mir gegenüber gestoßen hatten: am Ausgießen seiner Bitterkeit in meine unwürdige Seele und an so vielem anderen, als sei es Gottes nicht würdig, mit dem Geschöpf auf diese Weise umzugehen…
„Meine Tochter, fürchte dich nicht. Meine Art zu Handeln ist immer rein und heilig, egal was es ist, auch wenn es den Menschen seltsam erscheint.
Die ganze Heiligkeit liegt nämlich nicht im äußeren Akt des Tuns, sondern kommt von der Quelle der inneren Heiligkeit, aus der sie hervorgeht, und von den Früchten, die meine Handlungsweise hervorbringt.
Wenn die Früchte heilig sind, warum wollt ihr meine Handlungsweise richten? So gefiel es Mir und daher tat Ich es. An den Früchten erkennt man, ob der Baum gut, mittelmäßig oder schlecht ist. Zu meinem höchsten Missfallen haben sie statt der Früchte die Rinde des Baumes beurteilt und vielleicht nicht einmal die Substanz und das Leben des Baumes selbst.
Die Ärmsten, was können sie schon begreifen, wenn sie auf die Rinde meiner Vorgehensweisen schauen, ohne die Früchte miteinzubeziehen, die der Baum getragen hat?
Sie werden noch mehr in der Dunkelheit bleiben und können sich der Ungnade der Pharisäer schuldig machen, die auf das Äußere meiner Werke und Worte und nicht auf die Substanz der Früchte meines Lebens geblickt haben und somit blind geblieben sind und Mich schließlich getötet haben.
So fällen sie ein Urteil, ohne vom Urheber und Geber des Lichtes Hilfe zu erflehen und jene [Seele] zu Rate zu ziehen, die sie mit solcher Leichtigkeit beurteilen!
Was tat Ich zudem Schlechtes und was empfingst du Böses, als Ich von meinem Mund in den deinen die kleine Fontäne ausgoss, die aus der Quelle meiner Bitterkeit kam, die Mir die Geschöpfe bereiteten?
Ich habe nicht die Sünde, sondern einen Teil ihrer Auswirkungen in dich gegossen. Daher empfandst du die intensive Bitterkeit, den Ekel und die Hässlichkeit der Sünde und verabscheutest folglich die Sünde.
Du verstandest, wie viel dein Jesus leidet – und hast dein Wesen und sogar jeden Tropfen deines Blutes in Wiedergutmachung für deinen Jesus umgewandelt.
Ach, du hättest nicht gern so viel leiden wollen, um Mir Sühne zu leisten, wenn du nicht in dir die Auswirkungen der Sünde und die großen Leiden deines Jesus wegen der Beleidigungen gespürt hättest!
Doch sie können jetzt einwenden: ‚Warum goss Er aus seinem Mund aus? Er hätte es ja anderswie tun können.‘ Mir aber gefiel es so: Ich wollte es mit dir so machen wie ein Vater mit seiner kleinen Tochter, die, eben weil sie klein ist, mit sich tun lässt, was er will.
Und ihr Vater ergießt sich auf so zärtliche und liebevolle Art in sie, als würde Er in ihr sein eigenes Leben finden, da er weiß, dass sie ihrem Vater nichts verweigern wird, selbst wenn das Opfer ihres eigenen Lebens nötig wäre.
Ach, meine Tochter! Mein ‚Verbrechen‘ ist immer die Liebe sowie auch das Verbrechen der Seele, die Mich liebt. Da sie nichts anderes finden, das sie verurteilen können, richten sie über meine übergroße Liebe und die meiner Kinder, die vielleicht ihr Leben für genau diese hingegeben haben.
Nun, sie können jetzt urteilen, wie sie wollen; doch wie groß wird ihre Beschämung sein, wenn sie vor Mich treten und mit Klarheit erkennen werden, dass wirklich Ich es war, Der auf diese von ihnen verurteilte Weise handelte?
Und dass ihr Urteil eine große Ehre für Mich und eine große Wohltat für die Menschen vereitelt hat – nämlich eine klarere Erkenntnis dessen, was es heißt, meinen Göttlichen Willen zu tun und Ihn herrschen zu lassen?
Es gibt kein größeres Vergehen, als das Gute zu verhindern, daher empfehle Ich dir, meine Tochter, dich weder zu beunruhigen noch etwas von all dem abzuändern, was zwischen Mir und dir geschieht.
Sichere Mir zu, dass mein Werk seine Erfüllung in dir habe, und füge du Mir von deiner Seite her keinerlei Kummer zu. Ich wollte diese Wohltat [auch] außerhalb von dir verbreiten, doch der menschliche Wille durchkreuzt meine Pläne.
Bete daher, dass Ich den menschlichen Willen besiege, und das Reich meines Göttlichen Willens unter den Menschen nicht unterdrückt werde. Ich sage dir aber, dass die Wahrheiten über meinen Göttlichen Willen nicht begraben bleiben werden.
Sie sind Teil meines Göttlichen Lebens und sind als Leben somit nicht dem Tod unterworfen. Sie können höchstens [einige Zeit] verborgen bleiben, aber nie sterben, da die Gottheit die Bekanntmachung des Reiches meines Göttlichen Willens beschlossen hat.
Und unserem Ratschluss kann sich keine menschliche Macht widersetzen, sondern es ist höchstens eine Frage der Zeit. Trotz der Widersprüche und gegensätzlichen Urteile jener maßgeblichen Personen werde Ich Mir den Weg bahnen.
Wenn diese mit ihren Urteilen eine so große Wohltat und so viele Göttliche Leben meiner Wahrheiten verschütten wollen, werde Ich diese Personen zur Seite stellen.
Ich werde andere disponieren und meinen Weg mit diesen fortsetzen, die demütiger und einfacher sind und leichter an meine wunderbaren und vielfältigen Vorgehensweisen bei den Seelen glauben.
In ihrer Einfachheit und Verfügbarkeit werden sie in diesen Schriften über den Göttlichen Willen, statt Haarspaltereien zu finden, ein Geschenk des Himmels erkennen.
Diese werden Mir auf wunderbare Weise für die Verbreitung der Wahrheiten über mein Fiat in der Welt dienen. Geschah nicht dasselbe bei meinem Kommen auf die Erde? Die Weisen, Gebildeten und Hochgestellten wollten Mich nicht anhören, sondern schämten sich vielmehr, Mir nahezukommen.
Ihre Lehre ließ sie meinen, dass Ich nicht der verheißene Messias sein könnte, sodass sie Mich schließlich hassten; Ich aber stellte sie beiseite und erwählte demütige, einfache und arme Fischer, die Mir glaubten und bediente Mich ihrer auf wunderbare Weise zur Errichtung meiner Kirche und zur Verbreitung des großen Erlösungswerkes. So werde Ich auch bei meinem Göttlichen Willen vorgehen.
Meine Tochter, lass dich also nicht entmutigen, wenn du hörst, dass sie so viele Schwierigkeiten machen. Rücken Wir in nichts von dem ab, was zwischen Uns geschieht, und setze in meinem Göttlichen Willen deine Aktivität fort, so wie Ich dich unterwies.
Ich unterließ nichts von dem, was Ich für die Erlösung tun sollte, obwohl nicht alle an Mich glaubten. Den ganzen Nachteil hatten sie zu tragen – Ich aber musste meinen Lauf fortsetzen, den Ich aus Liebe zu den Menschen zu tun beschlossen hatte. Du wirst dasselbe tun.
Setze deine Hingabe und deine Akte in meinem Göttlichen Willen fort, und Ich werde dich nicht verlassen, sondern stets mit dir sein.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 28; 9. Juli 1930)
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… „Meine Tochter, betrübe dich nicht! Diese Schriften gehören Mir, nicht dir, und egal in welchen Händen sie landen werden, es wird sie niemand antasten und zerstören können.
Ich werde auf sie achtgeben und verteidigen, da sie Mein sind. Wer immer sie mit gutem und aufrichtigem Willen annimmt, wird in ihnen meine Kette des Lichts und der Liebe für die Seelen entdecken.
Die Schriften könnte Ich meinen Liebeserguss nennen, Torheiten, Verrücktheiten, Exzesse meiner Liebe, mit der Ich die Geschöpfe besiegen will, damit sie in meine Arme zurückkehren und spüren, wie sehr Ich sie liebe.
Um ihnen noch deutlicher meine große Liebe zu zeigen, möchte Ich bis zum Übermaß gehen und ihnen das große Geschenk meines Willens als ihr Leben geben, denn nur mit Ihm ist der Mensch in Sicherheit und kann die Flammen meiner Liebe empfinden, sowie die sehnsüchtigen Liebesängste meiner großen Liebe zu ihm.
Wer also diese Schriften mit der Absicht lesen wird, die Wahrheit zu finden, wird meine Flammen verspüren und – in Liebe umgewandelt – Mich sodann noch mehr lieben. Wer sie aber liest, um Haarspaltereien und Zweifel zu finden, wird im Geist von meinem Licht und meiner Liebe geblendet und verwirrt werden.
Meine Tochter, die Wohltat meiner Wahrheiten bringt zwei gegensätzliche Wirkungen hervor: für die Aufnahmebereiten ist es Licht, das ihrem Intellekt das Sehvermögen, sowie das Leben der Heiligkeit verleiht, das meine Wahrheiten in sich bergen.
Für die nicht Disponierten hingegen bedeutet diese Wahrheiten Blindheit, die sie des Guten beraubt, das meine Wahrheiten einschließen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 19. Mai 1938)
„Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen?“ (Lk 6, 9)
… „Meine Tochter, es gibt nichts Durchdringenderes als das Licht. Es breitet sich überallhin mit bezaubernder Schnelligkeit aus und bringt allen seine wohltuenden Wirkungen, die sich von ihm erfüllen lassen.
Das Licht verweigert es niemandem, ihm sein Gut zu erweisen, seien es Personen, sei es Erde, sei es Wasser, eine Pflanze oder etwas anderes. Seine Natur ist es, zu erleuchten und Gutes zu tun, daher lässt es niemanden zurück, schenkt allen seinen Kuss aus Licht und teilt ihnen das Gut mit, das es in sich birgt. Mein Wille ist mehr als Licht.
Er breitet sich überall aus und bringt das Gut [mit sich], das Er enthält; die in Ihm verrichteten Akte bilden die Atmosphäre aus Gold und Silber, welche die Kraft haben, alle Finsternis der Nacht des menschlichen Willens wegzunehmen, und mit seinem wohltuenden Licht gibt Er ihnen den Kuss des Ewigen Willens, um die Menschen zu disponieren, sich nach dem Eintritt ins Reich des Höchsten FIAT zu sehnen.
Jeder deiner in Ihm verrichteten Akte ist ein neuer Horizont, den du vor den Augen des menschlichen Intellekts aufgehen lässt, damit sie das Licht des Guten ersehnen, das mein Wille besitzt. Meine Tochter, um dieses Reich vorzubereiten, bedarf es der Arbeit, und es sind himmlische Gesetze notwendig, die Gesetze voller Liebe sind.
Dieses Reich wird keine Gesetze der Furcht, der Strafen, der Verurteilung kennen, weil die Liebesgesetze meines Willens freundschaftlich und kindlich sein werden, geleitet von gegenseitiger Liebe zwischen Schöpfer und Geschöpf.
So werden die Ängste und Strafen weder Gültigkeit noch Leben besitzen, und wenn es irgendein Leiden geben wird, dann wird es ein Leiden des Triumphs und der Herrlichkeit sein.
Sei daher aufmerksam, denn es handelt sich darum, ein himmlisches Reich bekannt zu machen, seine Geheimnisse, Vorrechte und Güter kundzutun, um die Seelen anzulocken, es zu lieben, zu ersehnen und in Besitz zu nehmen.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 22. August 1926)
„Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten“ (Lk 6,11)
Als ich mit einer Person über den Willen Gottes gesprochen hatte, war mir entschlüpft, dass man, wenn man im Willen Gottes sei und sich in Trockenheit fühle, sich dennoch im Frieden befände. Als ich dann in meinem gewohnten Zustand war, korrigierte mich Jesus mit den Worten:
„Meine Tochter, gib wohl acht, wenn du von meinem Willen sprichst, denn Er ist so glückselig, dass Er unsere eigene Seligkeit bildet, und der menschliche Wille ist so unglücklich, dass er, wenn er in den Unseren eintreten könnte, unsere Wonne zerstören und gegen Uns Krieg führen würde; daher dringen weder Trockenheit, noch Versuchungen, noch Fehler, noch Beunruhigung, noch [Gefühls]Kälte in meinen Willen ein, denn mein Wille ist Licht und enthält alle möglichen Freuden.
Der menschliche Wille ist nichts als ein Tröpfchen Dunkelheit voller Ekel. Wenn also die Seele schon in meinem Willen ist, bevor sie eintritt, hat das Licht beim Kontakt mit meinem Willen, den Tropfen der Finsternis aufgelöst, damit es den menschlichen Willen in sich [selbst] haben könne, die Glut hat das Eis und die Trockenheit geschmolzen, die göttlichen Freuden haben den Ekel beseitigt, meine Glückseligkeit hat sie von aller Traurigkeit befreit.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 8; 19. Juli 1907)
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An diesem Morgen nach der Hl. Kommunion, hörte ich in meinem Inneren meinen stets liebenswürdigen Jesus zu mir sagen:
„O schändliche Welt, du tust alles, um Mich vom Angesicht der Erde zu verjagen und Mich aus der Gesellschaft, aus den Schulen, aus den Gesprächen, aus allem zu verbannen.
Du planst Intrigen, um die Gotteshäuser und Altäre niederzureißen, meine Kirche zu zerstören und meine Diener zu töten, und Ich bin dabei, dir ein Zeitalter der Liebe vorzubereiten, die Ära meines dritten Fiat.
Du wirst deinen Weg fortsetzen, Mich zu verbannen, und Ich werde dich mit meiner Liebe beschämen, werde dir von hinten folgen, werde Mich dir von Angesicht zu Angesicht gegenüberstellen, um dich in Liebe zu überwältigen; und dort, wo du Mich vertrieben hast, werde Ich meinen Thron errichten und mehr als zuvor herrschen, aber auf eine viel überraschendere Weise, dass du selbst zu Füßen meines Thrones niederfallen wirst, wie gefesselt von der Kraft meiner Liebe.“
Dann fügte Er hinzu: „Ach, meine Tochter, die Geschöpfe verstricken sich immer mehr ins Böse, wie viele verderbliche Machenschaften bereiten sie vor!
Sie werden soweit kommen, das Böse selbst auszuschöpfen. Aber während sie auf ihrem eingeschlagenen Weg weitergehen, bin Ich darin tätig, dass mein „Fiat Voluntas Tua“ seine Erfüllung und Erhörung finde, dass mein Wille auf Erden herrsche, aber auf eine völlig neue Weise. Ich bin dabei, das Zeitalter des dritten Fiat zu bereiten, in dem sich meine Liebe auf wunderbare und unerhörte Weise ergießen wird.
Ach ja! Ich will den Menschen ganz in Liebe überwältigen! Sei daher aufmerksam; Ich will dich bei Mir, um diese himmlische und göttliche Ära der Liebe vorzubereiten, Wir werden uns gegenseitig die Hand reichen und gemeinsam arbeiten.“
Dann näherte Er sich meinem Mund und hauchte mir seinen allmächtigen Atem ein, und ich fühlte neues Leben in mich einströmen; dann verschwand Er. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 8. Februar 1921)

Sibeaster, Public domain, via Wikimedia Commons