Pfingstmontag – A – (Joh 15,26-27.16,1-3.12-15)
26In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. 27Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
1Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt. 2Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. 3Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.
12Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. 13Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. 14Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. 15Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.
„Weil ihr von Anfang an bei mir seid“ (Joh 15,27)
… “Meine geliebte Tochter, wer in meinem Willen lebt, war stets untrennbar von seinem Schöpfer und war schon seit Ewigkeit bei Uns. Unser Göttlicher Wille brachte Uns diese Seele auf seinem Arm in unseren Schoß, damit Wir sie lieben, geleiten und Uns an ihr erfreuen mögen.
Seit damals schon fühlten Wir ihre lebendige Liebe in Uns, die Uns zur kreativen Arbeit mit unseren Schöpferhänden rief, damit Wir aus ihr eines unserer schönsten Abbilder machen sollten. O, wie freuten Wir Uns, eine Seele in unserem Willen zu finden, in der Wir unsere Kreativität entfalten konnten!
Du sollst nun wissen, dass diese Seelen, die in meinem Fiat leben oder leben werden, unzertrennlich von Uns sind, und als Ich, das Ewige Wort, im Übermaß meiner Liebe vom Himmel auf die Erde niederstieg, stiegen sie zusammen mit Mir nieder.
Angeführt von der Himmelskönigin, bildeten sie mein Volk, mein loyales Heer, meinen lebendigen Königspalast, in dem Ich der wahre König dieser Kinder meines Göttlichen Willens war. Ohne den Hofstaat meines Volkes, ohne Königreich, wo Ich mit meinen Gesetzen der Liebe herrschen konnte, wäre Ich nie vom Himmel her-abgestiegen.
Für Uns sind alle Jahrhunderte wie ein einziger Punkt, in dem alles Uns gehört, alles finden Wir wie im Akt. Daher stieg Ich vom Himmel nieder, als Herrscher und Kö-nig meiner Kinder.
Ich sah, wie sie Mich umgaben und liebten, wie Wir selber zu lieben verstehen, und meine Liebe war so groß, dass Ich sie zusammen mit Mir empfangen werden ließ. Ich konnte unmöglich ohne sie sein und hätte es nicht geduldet, meine liebenden Kinder nicht vorzufinden.
So teilten sie das Leben gemeinsam mit Mir im Schoß meiner Erhabenen Mutter, wurden zusammen mit Mir wiedergeboren, weinten und taten alles zugleich mit Mir.
Wir gingen, arbeiteten, beteten, litten miteinander, und Ich kann sagen, dass sie auch auf dem Kreuz bei Mir waren, um zu sterben und zum neuen Leben aufzuerste-hen, das Ich gekommen war, den Menschengeschlechtern zu bringen.
Das Reich unseres Willens ist also schon festgesetzt, Wir wissen ihre Anzahl und kennen alle mit Namen. Unser Wille zeigt sie Uns schon, pulsierend und brennend vor Liebe. O, wie lieben Wir sie und sehnen die Zeit herbei, da Wir sie in unserem Willen auf Erden erscheinen lassen!
Die Kinder meines Willens werden also meine Empfängnis und Geburt, meine Schritte, Leiden und Tränen in ihrer Macht haben, und sie werden so oft empfangen und wiedergeboren werden, wie oft sie es wollen.
Sie werden meine Schritte und meine Leiden in den ihren fühlen, weil sich in meinem Willen mein Leben und meine Geburt wiederholen und in jedem Augenblick erneuern. Sie können es für sich selbst nehmen oder den anderen geben. Ich werde das tun, was sie wollen, da Ich weiß, dass sie niemals etwas tun, was Ich nicht will.
Diese unsere Kinder, wiedergeboren, aufgezogen, gebildet, ernährt von unserem Willen, werden der wahre Ruhm unserer Schöpfung sein, die unser Schöpfungswerk krönen und in jedes geschaffene Ding das Siegel ihrer Liebe zu Dem einprägen werden, der alles für sie getan und sie so sehr geliebt hat.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 6. Mai 1938)
„Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden“ (Joh 16,15)
… „Meine Tochter, wer in unserem Willen lebt, dem gehört alles; da sein Wille mit dem Unseren eins ist, gehört das, was Uns ge-hört, auch ihm.
So kannst du in Wahrheit sagen: ‘Ich gebe Dir meinen Himmel, meine Sonne und alles’ (vgl. Joh. 16,15). Die Liebe des Geschöpfes steigt zu unserer Liebe auf und stellt sich auf eine Stufe mit Uns.
In unserem Göttlichen Fiat verdoppelt das Geschöpf unsere Liebe, unser Licht, unsere Macht, Glückseligkeit und Schönheit. So füh-len Wir Uns nicht nur mit unserer eigenen verdoppelten Liebe geliebt, sondern mit machtvoller Liebe, mit Liebe, die Uns hinreißt, mit Liebe, die Uns glücklich macht.
Und wenn Wir Uns mit doppelter Liebe seitens des Geschöpfes, das in unserem Willen lebt, geliebt sehen, fühlen Wir Uns aus Lie-be zu ihm geneigt, alle Geschöpfe mit doppelter Liebe zu lieben.
Wenn nämlich das Geschöpf in unserem Fiat lebt, verliert sein Akt das Leben und es erwirbt unseren Akt als den eigenen. Unser Akt besitzt die Quelle des Lichtes, der Macht, der Liebe, die Quelle der Glückseligkeit und Schönheit, und die Seele kann unsere Quellen verdoppeln, verdreifachen – so oft sie will, vervielfachen.
Da sie in unserem Willen lebt, lassen Wir sie gewähren und geben ihr volle Freiheit, denn alles was sie tut, bleibt in unserem Haus; nichts verlässt unsere göttlichen und endlosen Grenzen, deshalb besteht keine Gefahr, dass der Quelle unserer Güter der geringste Schaden widerfährt.
Wenn du daher stets in unserem Göttlichen Willen bleibst, ist das, was Uns gehört, das deinige, und du kannst Uns, was immer du willst, als dein Eigentum geben.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 27; 18. Oktober 1929)


