Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel müsste Fest des Göttlichen Willens heißen.
… Danach schickte ich mich an, über das Fest meiner in den Himmel aufgenommenen Himmlischen Mutter zu meditieren, und mein süßer Jesus fügte mit zärtlichem und rührendem Tonfall hinzu:
„Meine Tochter, der wahre Name dieses Festes müsste heißen ‘Das Fest des Göttlichen Willens’! Es war der menschliche Wille, der den Himmel verschloss und die Bande mit seinem Schöpfer zerbrach, der die Armseligkeiten und den Schmerz aufkommen ließ und den Festfeiern, die das Geschöpf im Himmel genießen sollte, ein Ende machte.
Nun, dieses Geschöpf, die Königin aller, öffnete, indem sie stets und in allem den Willen des Ewigen tat, den Himmel, ja man kann sagen, dass ihr Leben allein der Göttliche Wille war; sie verband sich mit dem Ewigen und ließ die Festfeiern im Himmel mit dem Geschöpf wiederkehren; jeder Akt, den sie im Höchsten Willen vollbrachte, war ein Fest, das sie im Himmel begann, waren Sonnen, die sie als Zierde dieses Festes bildete, waren Melodien, die sie aussandte, um das Himmlische Jerusalem zu erfreuen.
So ist also die wahre Ursache dieses Festes der Ewige Wille, der in meiner Himmlischen Mutter wirkte und ausgeführt wurde, und der solche Wunder in ihr wirkte, dass Er Himmel und Erde in Staunen versetzte, den Ewigen mit unauflöslichen Banden der Liebe ankettete, und das WORT bis in ihren Schoß herabzog; selbst die Engel wiederholten voller Entzücken untereinander: „Woher kommen so viel Herrlichkeit, so viel Ehre, solche Größe und solche noch nie gesehenen Wunder in diesem auserlesenen Geschöpf?
Und doch kommt sie aus der Verbannung!” Erschüttert erkannten sie den Willen ihres Schöpfers als wirksames Leben in ihr und sprachen zitternd: „Heilig, heilig, heilig, Ehre und Herrlichkeit dem Willen unseres Höchsten Herrn! Und Ehre sei Maria, und dreimal heilig Jene, die diesen Höchsten Willen handeln ließ!”
So ist es mein Wille, der mehr als alles am Tag der Aufnahme Mariens in den Himmel gefeiert wurde und wird. Allein mein Wille war es, der meine Heiligste Mutter so hoch steigen ließ, dass sie sich von allen unterschied; alles Übrige wäre wie nichts gewesen, wenn sie nicht das Wunder meines Willens besessen hätte.
Es war mein Wille, der ihr die göttliche Fruchtbarkeit verlieh und sie zur Mutter des WORTES machte; es war mein Wille, der sie alle Geschöpfe zusammen sehen und umfangen ließ, indem Er sie zur Mutter aller machte, dass sie alle mit einer Liebe von göttlicher Mütterlichkeit liebte, und sie zur Königin über alle machend, ließ Er sie herrschen und regieren.
So empfing mein Wille an diesem Tag die ersten Ehren, die Herrlichkeit und die überreiche Frucht seiner Arbeit in der Schöpfung, und Er begann das Fest, das Er nie [mehr] unterbricht wegen der Verherrlichung seines Wirkens in meiner geliebten Mutter.
Obwohl der Himmel von Mir geöffnet wurde und viele Heilige bereits im Besitz der Himmlischen Heimat waren, so war, als die Himmelskönigin zum Himmel auffuhr, doch die Erstursache von dem gerade sie, die in allem den Höchsten Willen erfüllt hatte.
Daher wartete Er auf sie, die Ihn so sehr geehrt hatte und die das wahre Wunder des Heiligsten Willens in sich einschloss, um das erste Fest für den Höchsten Willen zu feiern.
O wie rühmte, pries und lobte der ganze Himmel den Ewigen Willen, als er diese erhabene Königin ins Empyreum (in den Himmel) eintreten sah, inmitten des himmlischen Hofes, ganz umgeben von der Ewigen Sonne des Höchsten Willens!
Sie sahen sie ganz eingehüllt von der Macht des Höchsten FIAT, da es in ihr auch nicht einen Herzschlag gab, der nicht dieses FIAT eingeprägt hatte.
Erschüttert betrachteten sie sie und sagten zu ihr: „Steige, steige noch mehr in die Höhe; es ist gerecht, dass Jene, die das höchste FIAT so sehr geehrt hat, dass wir uns durch sie im himmlischen Vaterland befinden, den höchsten Thron innehabe und unsere Königin sei.” Und die größte Ehre für meine Mutter war es, den Göttlichen Willen verherrlicht zu sehen.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 18; 15. August 1925)
