Das Verbergen der eigenen Akte in den Akten der himmlischen Mutter.

Ich setzte mein Leben im Göttlichen FIAT fort. Während ich meine Akte in Ihm tat, absorbierte ich Licht, das Widerspiegelungen hervorbrachte, und ebenso viele Fäden aus Licht traten hervor, die ein Netz aus Licht bildeten, das sich über die Erde ausbreitete, um die Geschöpfe [darin] aufzunehmen. Da bewegte sich Jesus in meinem Inneren und sagte zu mir:
„Meine Tochter, jedes Mal, wenn du deinen Rundgang in meinem Willen machst, nimmst du noch mehr Licht auf, um das Netz zu bilden, die Geschöpfe darin zu fangen.
Weißt du, was dieses Netz ist? Es sind meine Kenntnisse. Je mehr Wahrheiten Ich dir über das ewige FIAT offenbare, umso mehr disponiere und erweitere Ich das Netz, um die Seelen aufzunehmen, die in meinem Reich leben sollen.
Dies macht den Herrn geneigt, sie dir zu geben: wenn du in unserem Willen kreist, werden deine Akte durch Ihn zu Licht und weiten sich so sehr aus, dass sie die Gottheit berühren, und du ziehst weiteres Licht der Wahrheit mitten unter die Menschen an.”
Während ich nun meinen Rundgang in allem fortsetzte, was im Höchsten Willen getan worden ist, gelangte ich zu all dem, was meine Himmlische Mutter in Ihm getan hatte, und ich sagte zu Ihr:
„Höchste Königin, ich komme, um meine kleine Liebe im großen Meer deiner Liebe zu verbergen, meine Anbetung Gottes im unermesslichen Ozean der Deinen.
Meine Danksagungen verberge ich im Meer der Deinen, mein Flehen, meine Seufzer, meine Tränen und Leiden verberge ich im Meer der Deinen, damit mein und dein Meer der Liebe ein einziges seien, meine Anbetung und die Deine eine einzige seien.
Meine Danksagungen mögen so ausgedehnt sein wie die Deinen, mein Flehen, meine Tränen und Leiden mögen ein einziges Meer mit dem Deinen bilden, damit auch ich meine Meere der Liebe, der Anbetung habe.
So wie deine erhabene Größe auf diese Weise den ersehnten Erlöser erflehte, zeige auch ich mich mit all diesen Meeren vor der Göttlichen Majestät, um von Ihr das Reich des Höchsten FIAT zu erbitten, zu erbeten und beschwörend zu erflehen.
Meine Mutter und Königin, ich muss mich deines eigenen Weges, deiner eigenen Liebes- und Gnadenmeere bedienen, um das FIAT zu besiegen, dass Es sein Reich auf Erden gewähre, wie du Es besiegt hast, um das ewige WORT herniedersteigen zu lassen.
Willst Du nicht deiner kleinen Tochter helfen und mir deine Meere schenken, damit ich die baldige Ankunft des Reiches des Höchsten FIAT erlange?”
Da kam mir ein Gedanke: „Meine Himmlische Mutter befasste sich nicht mit dem Reich des Höchsten FIAT, noch war Ihr so viel daran gelegen, dass es bald komme, um auf Erden zu herrschen.
Sie hatte Interesse am ersehnten Erlöser und erlangte Ihn. Aber mit dem Göttlichen FIAT, das notwendiger war und die vollkommene Ordnung zwischen Schöpfer und Geschöpf bringen sollte, befasste Sie sich nicht, während es Ihr als Königin und Mutter doch zustand, dass Sie den menschlichen und den Göttlichen Willen versöhnte, damit Er in vollem Triumph herrsche.”
In diesem Augenblick trat mein stets liebenswürdiger Jesus aus meinem Inneren heraus und sprach voller Güte zu mir: „Meine Tochter, die Sendung meiner unzertrennlichen Mutter war für den ersehnten Erlöser, und Sie erfüllte diese vollkommen.
Doch du sollst wissen, dass bei allem, was sowohl Ich als auch Sie tat, die Substanz, die Quelle, die erste Ursache, das Reich meines Willens war. Aber damit dieses kommen konnte, war die Erlösung notwendig.
So waren Wir, während innerhalb unserer Akte das Reich des FIAT war, doch nach außen hin, in unseren äußeren Akten ganz auf das Reich der Erlösung ausgerichtet und damit beschäftigt.
Deine Sendung jedoch ist ausschließlich für das Reich des Höchsten Willens. Alles, was die Höchste Königin und Ich taten, steht dir zur Verfügung, um dir zu helfen, zu ersetzen, um dir Zutritt bei der Göttlichen Majestät zu verschaffen, um Sie zu bitten und unaufhörlich um das Kommen des Reiches des ewigen FIAT anzuflehen.
Du hättest, um die Wohltat des ersehnten Erlösers zu empfangen, deinen Teil tun müssen, doch da du nicht in dieser Zeit lebtest, hat meine Mama dich ersetzt.
Nun musst du Sie in ihrem Anteil für das Reich meines Willens ersetzen. So kam die Mutter für die Tochter auf, und die Tochter kommt für die Mutter auf. Zumal die Himmelskönigin die erste Tochter meines Willens war, und da Sie stets innerhalb unserer Grenzen lebte, bildete Sie ihre Meere der Liebe, der Gnaden, der Anbetung, des Lichtes.
Nun, da du die zweite Tochter meines Willens bist, ist das, was Ihr gehört, dein, denn deine Mama sieht dich an wie ihre Leibesfrucht und genießt es, dass ihre Tochter in Ihren eigenen Meeren ist, damit sie das so ersehnte Reich des Göttlichen FIAT auf Erden erflehe.
Du siehst also, wie großzügig deine Mutter für dich aufkommt, indem Sie dir alles gibt, was Ihr gehört, ja Sie fühlt sich geehrt, dass ihre unermesslichen Meere dir dienen, um dich ein so heiliges Reich erflehen zu lassen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 2. November 1926