XIV. Station
Jesus wird ins Grab gelegt
Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen Dich,
denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.
Geliebter Jesus! Wenn der menschliche Wille Deines gefallenen Geschöpfes, des Menschen, nicht in Deinen Göttlichen Willen fällt, dann bringt er keine Frucht. „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“ (Johannes 12,24) Der menschliche Wille kann aus sich selbst nur menschliches Wollen hervorbringen. Das menschliche Wollen Adams führte zum Fall des Menschengeschlechtes, denn das menschliche Wollen Adams war ungehorsam und Rebellion gegen Dich, durch das Liebesgebot, dass Du ihm zu befolgen aufgetragen hattest. Der menschliche Wille des Menschen kann aus sich selbst nichts Göttliches hervorbringen. Deshalb darf der menschliche Wille in Deinen Göttlichen Willen fallen, damit er dann reiche Frucht bringt.
Alles was der Mensch zu seiner „Vergöttlichung“ braucht, gibst Du ihm. Doch Du, mein Gott und mein Herr brauchst den menschlichen Willen Deines Menschen, uneingeschränkt, vorbehaltlos und ganz. Gott Wollen mit ganzem Willen, darauf kommt es an. Du, das Menschgewordene Wort Gottes hast die menschliche Natur angenommen, aus Liebe zu Deinem geliebten Menschen. Du hast Dich für ihn zum Weizenkorn gemacht, damit Dein Menschlicher Wille in die Gute Erde falle – in Deinen Göttlichen Willen.
Du allein bist Gott und in, und mit Deiner Göttlichen Natur hast Du unendliche Frucht gebracht: Der menschliche Wille kann wieder in den Göttlichen Willen fallen – aus Gnade und Barmherzigkeit hast Du der Menschheit in Deiner Heiligen Menschheit das große Göttliche Geschenk eines Neuen Lebens gemacht – des Lebens im Göttlichen Willen auf Erden. Das Samenkorn des Reiches Deines Göttlichen Willens ist verborgen in der Guten Erde. Wenn Dein Mensch mit Deiner Göttlichen Hilfe bei seiner Suche nach der Wahren Liebe, den Schatz im Acker findet, hat die Neue Ära des Heiligen Geistes, in welche die Menschheit eintreten wird schon begonnen. „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besass, und kaufte den Acker.“ (Matthäus 13, 44)
Allmächtiger Ewiger Gott, Allerheiligste Dreifaltigkeit – Vater, Sohn, und Heiliger Geist, Du hast das Reich Deines Göttlichen Willens auf Erden beschlossen. „Alle Enden der Erde sahen das Heil unseres Gottes. Jauchzt vor dem Herrn alle Länder der Erde, freut euch, jubelt und singt!“ (Psalm 98, 3+4)
Ich verneige mich in tiefer Ehrfurcht vor Dir, Allerheiligste Dreifaltigkeit, und bete Dich an. Nimm‘ mein Leben, nimm‘ es ganz, und verwirkliche in mir und durch mich, was Du in Deinem Heiligsten Willen schon beschlossen und festgeschrieben hast.
Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.
Maria, Gottesmutter und Jungfrau,
drück‘ die Wunden,
die dein Sohn am Kreuz empfunden,
tief in meine Seele ein.
