XIII. Station

Jesus wird vom Kreuz abgenommen

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen Dich,
denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.

Jesus, vom Kreuz herab hast Du uns Menschen, Deinen geliebten Kindern, Deine Mutter zur Mutter gegeben. „Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter!“ (Johannes 19, 26+27) Jetzt nach Deiner Kreuzabnahme lässt Du Dich wieder in die mütterlichen Arme Mariens legen. Wie einst kehrst du in den Schoss Deiner Mutter zurück. Erneut zeigst Du Deinem Menschen wohin er sich wenden muss, damit er das Wahre Leben findet. Deiner Mutter hast Du Deine Schöpfung anvertraut. Sie ist die Erneuerin der Menschheit und Deiner Kirche, Deiner ganzen Schöpfung. Der Mutter sind die Kinder anvertraut, damit sie zu Kindern Gottes werden und es auch wahrhaft sind. Wo die Mutter ist, da ist das Leben. Wo also die Mutter Gottes ist, da muss auch Gott sein. Und wo das Leben ist, da muss der Wille Gottes sein. Ohne den Willen Gottes kein Leben, denn Gott Selbst hat Sich in Seinen Heiligen Willen wie eingeschlossen. Deshalb lässt sich das Leben nur im Willen Gottes finden.

Gott allein genügt – nicht!, denn nur wer den Willen Gottes hat, der hat auch Ihn – Gott! Das Leben ist im Willen Gottes, denn das Göttliche Leben Gottes – das Ewige Leben ist in Gott, der Sich in Seinem Heiligen Willen verbirgt. Mutter des Lebens, du Jungfrau aller Jungfrauen, du trägst das Leben Gottes in dir, denn du lebtest hier auf Erden einzig und allein im Göttlichen Willen. Die Berufung, die Gott dir geschenkt hat ist es, mit dem Erlöser, Miterlöserin zu sein, und den Menschen, das von Gott geliebte Geschöpf, zur Vollendung der Erlösung zu führen – zum „Neuen Leben“ im Göttlichen Willen, damit der Mensch, so wie du, die ganz Mensch ist, zur Neuen Eva, zum Neuen Adam, werde.

„Adam, der Erste Mensch wurde ein irdisches Lebewesen. Der Letzte Adam wurde lebendigmachender Geist. Aber zuerst kommt nicht das Überirdische; zuerst kommt das Irdische, dann das Überirdische. Der Erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der Zweite Mensch stammt vom Himmel. Wie der von der Erde irdisch war, so sind es auch seine Nachfahren. Und wie der vom Himmel himmlisch ist, so sind es auch seine Nachfahren.“ (1Korinther 15,45-48)

Maria, Mutter der Barmherzigkeit und Königin aller Königinnen. Ich weihe mich dir vorbehaltlos und ganz, damit aus mir ganz und vorbehaltlos die Neue Schöpfung Gottes werde, die du, meine Mutter, schon bist. Maria, Königin des Göttlichen Willens, bitte für das ganze Menschengeschlecht!

Vater Unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Maria, Gottesmutter und Jungfrau,
drück‘ die Wunden,
die dein Sohn am Kreuz empfunden,
tief in meine Seele ein.