Samstag der 5. Osterwoche (Joh 15,18-21)
18In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. 19Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
20Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. 21Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.
„Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat“ (Jhn 15, 18)
Ich bin im Meer des Göttlichen Willens in unermesslichen Bitternissen und erniedrigendsten Demütigungen, wie eine arme Verurteilte (am 31. August 1938 erließ das Heilige Offizium das Dekret der Verurteilung und setzte die drei Bücher Luisas auf den Index der verbotenen Bücher, die bis dahin veröffentlicht worden waren; am 11. September wurde dieses Dekret im Osservatore Romano zusammen mit einem inoffiziellen und anonymen Kommentar veröffentlicht.
Die Verurteilung wurde 1994 wieder aufgehoben), und wenn mein Jesus mir nicht Stütze, Kraft und Hilfe wäre, wüsste ich nicht, wie ich weiterleben könnte. Mein süßer Jesus, der an meinen Leiden teilnahm, litt zusammen mit mir und sprach im Feuer seines Schmerzes und seiner Liebe zu mir:
„Meine liebe Tochter, wenn du wüsstest, wie sehr Ich leide! Könntest du es sehen, so würdest du vor Schmerz sterben; Ich muss die ganze Qual und Grausamkeit der Leiden, die Ich erdulde, verbergen, um dich nicht noch mehr zu martern.
Wisse, dass sie nicht dich verurteilt haben, sondern Mich zusammen mit dir. Ich fühle mich erneut verdammt. Wenn man das Gute verurteilt, heißt das, dass man Mich verurteilt.
Du jedoch vereinige in meinem Willen deine und meine Verurteilung mit jener, der sie Mich vor meiner Kreuzigung unterzogen, und Ich werde dir das Verdienst meiner Verurteilung geben und alle Wohltaten, die sich daraus ergeben.
Sie brachte Mir den Tod und rief dann meine Auferstehung zum Leben, in welcher alle das Leben und die Auferstehung aller Güter finden sollten.
Mit ihrer Verurteilung glauben sie, alle meine Offenbarungen über den Göttlichen Willen verschwinden zu lassen, aber Ich werde so große Züchtigungen und traurige Ereignisse zulassen, dass Ich dadurch meine Wahrheiten noch schöner und majestätischer unter den Völkern wiedererstehen lasse.
Ich Meinerseits und du deinerseits also – ändern Wir unser Handeln nicht, sondern tun Wir auch weiterhin, was Wir getan haben, auch wenn sich alle gegen Uns stellen.
Dies ist meine göttliche Handlungsweise: wie viel Böses die Menschen auch tun mögen, so ändere Ich doch nie meine Werke, sondern erhalte sie stets mit meiner Macht und Schöpferkraft aus Liebe zu denen, die Mich beleidigen und liebe sie stets und unaufhörlich.
Indem Wir uns nie vom Platz bewegen, werden unsere Werke vollendet, bleiben immer schön und tun allen Gutes. Würden Wir davon abrücken, so würden alle Dinge zugrunde gehen und kein Gut wäre vollendet.
Daher möchte Ich, dass du Mich auch darin nachahmst, dass du stets fest bist und dich nie vom Inneren meines Willens trennst und das tust, was du bis jetzt getan hast, nämlich Mir aufmerksam zuzuhören, um über meinen Willen erzählen zu können.
Meine Tochter, was heute nichts nützt, wird morgen angebracht sein. Was heute Dunkelheit zu sein scheint, weil es auf blinde Geister trifft, wird sich morgen für andere, die Augen haben, in eine Sonne verwandeln, die viel Gutes stiften wird!
Tun Wir also weiterhin das, was Wir getan haben, tun Wir von unserer Seite alles Nötige, damit nichts an Hilfe, an Licht, an Gutem, an überraschenden Wahrheiten für die Erkenntnis und Herrschaft meines Willens fehle.
Ich werde Mich aller Mittel der Liebe, Gnaden und Strafen bedienen, Ich werde die Geschöpfe von allen Seiten beeinflussen, um meinen Willen zur Herrschaft zu bringen.
Und wenn das wahre Gut zu sterben scheint, wird es schöner und majestätischer wieder auferstehen.“ … (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 18. September 1938)
„Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten“ (Joh 15,20)
… Jesus vor Herodes, als Narr gekleidet, schweigt und leidet. Wenn wir verleumdet, verspottet, beschimpft und verlacht werden, denken wir daran, dass uns der Heiland sich ähnlich machen will?
Denken wir in unseren Leiden, bei Verachtung und allem, was unser armes Herz zu dulden hat, daran, dass es Jesus ist, der uns die Leiden gibt, uns durch seine Berührung in sich umgestaltet und dadurch die größte Ähnlichkeit mit sich verleiht?
Kehren Leiden wieder, dann bedenken wir, dass Jesus, wenn er unsere Seele ansieht, nicht mit ihr zufrieden ist und den Meißel abermals ansetzt, bis wir ihm gleichförmig sind?
Können wir sagen, dass wir nach dem Vorbilde Jesu die Herrschaft über uns selbst besitzen; dass wir nach dem Beispiel Jesu vorziehen zu schweigen, anstatt Antwort zu geben, wenn man uns widerspricht und anklagt?
Lassen wir uns nie wie Herodes von einer sträflichen Neugierde besiegen? Jedes Leid, das über uns kommt, müssen wir unserer guten Meinung nach als ein Leben betrachten, das wir Jesus schenken, um von ihm Seelen zu erlangen.
Indem wir die Seelen der Sünder in den Willen Gottes hineinlegen, bildet unser Schmerz gewissermaßen einen Kreis, in dem wir Gott und die Seelen einschließen, um sie mit Jesus zu verbinden.
Meine Liebe und mein Alles! Übernimm du allein die Herrschaft über dieses mein Herz. (aus „Die Stundenuhr der Passion Jesu Christi“; Stunde von 7 bis 8 Uhr: Jesus im Gerichtshaus des Pilatus und am Hof des Herodes)
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… „Was fürchtest du? Vielleicht, dass mein Wille nicht genug Macht hat, dich in den Leiden zu unterstützen, die Ich dir geben will? Oder dass du aus den Grenzen meines Willens heraustreten könntest? Das wird nie sein.
Siehst du nicht, wie viele unermessliche Meere mein Wollen um dich herum ausgebreitet hat, sodass du selbst nicht den Weg heraus findest?
Alle Wahrheiten, Wirkungen, Werte, Kenntnisse, die Ich dir mitgeteilt habe, waren wie so viele Meere, die dich umgaben, und Ich werde noch weitere Meere ausbreiten.
Mut, meine Tochter, all dies ist für die Heiligkeit des Lebens in meinem Wollen notwendig: die Ähnlichkeit zwischen Mir und der Seele hervorzubringen.
So handelte Ich an meiner Mutter, Ich duldete nicht einmal einen kleinen Schmerz noch einen Akt oder etwas Gutes, das Ich tat, an dem sie nicht teilnehmen sollte.
Einer war der Wille, der Uns beseelte, und als Ich daher die Tode und Leiden erfuhr oder wenn Ich arbeitete, dann starb, litt und arbeitete sie gemeinsam mit Mir.
In ihrer Seele sollte sie mein getreues Abbild sein, sodass Ich, Mich in ihr spiegelnd, ein anderes Ich Selbst vorfinden sollte. Nun will Ich das, was Ich mit meiner Mama tat, mit dir tun, nach ihr stelle Ich dich hin.
Ich möchte die Heiligste Dreifaltigkeit auf Erden andeuten: Ich, meine Mama und du. Und das ist notwendig, damit mein Wille durch ein Geschöpf auf Erden wirksames Leben habe.
Wie kann Er dieses wirksame Leben haben, wenn Ich nicht das schenke, was mein Wille enthält, und das, was Er meine Menschheit leiden ließ? Mein Wille besaß ein wahres, wirksames Leben in Mir und in meiner unzertrennlichen Mama.
Nun will Ich, dass Er es in dir habe. Ein Geschöpf ist Mir absolut vonnöten, so hat es mein Wille festgesetzt, die anderen werden bedingt sein.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 20. Juli 1922)
„Sie kennen den nicht, der mich gesandt hat“ (Joh 15,21)
„… Tochter, wenn Ich dir die Vielfalt und Verschiedenheit der Liebe schildern wollte, die Wir in jedes geschaffene Ding für jede Seele gelegt haben, wie sie verpflichtet ist, diese unsere vielfältige Liebe kennenzulernen, um das Vorbild darin zu finden, Uns mit so vielen verschiedenen Arten der Liebe zu lieben, wie Wir sie geliebt haben – so käme Ich an kein Ende.
Doch ach! Unsere Liebe bleibt einsam und ohne die Gesellschaft der Liebe der Seele. Es schmerzt Uns, dass unsere Liebe nicht in jedem geschaffenen Ding erkannt wird, wo doch alle Dinge den Auftrag von Uns haben, das Geschöpf mit einer besonderen Liebe zu lieben.
Im Wind weht der Hauch unserer Küsse, strömen die Wellen unserer liebevollen Zärtlichkeit, die Seufzer unserer unterdrückten Liebe. Im Ungestüm des Windes ist unsere herrschende Liebe, die sich bekannt machen will, um über alle zu herrschen.
Gelegentlich spricht sie sogar mit fast ohrenbetäubenden Schreien, damit das Geschöpf nichts anderes hören möge als unsere Liebe, die es liebt.
O, würde das Geschöpf unsere Liebe erkennen, die im Wind fließt, dann würde es unsere Küsse zurückgeben und unsere Zärtlichkeit mit der seinen erwidern! Ja, warum küssen und liebkosen Wir es denn? Weil Wir von ihm geküsst und liebkost werden wollen!
Das Geschöpf würde gemeinsam mit unserer Liebe seufzen, damit Wir nicht ersticken, es würde Uns mit seiner und unserer ungestümen Liebe lieben und gemeinsam mit unserer Liebe allen mit ohrenbetäubenden Schreien zurufen: ‚Lieben wir, lieben wir Den, der uns so sehr liebt!’
Auch in der Luft, die alle einatmen – wie viel Liebe fließt doch in dieser! Aber nicht in Intervallen, wie in den anderen geschaffenen Dingen, sondern in jedem Augenblick, in jedem Atemzug: wenn das Geschöpf schläft, wenn es arbeitet, geht oder isst, eilt unsere Liebe immer, aber mit einer besonderen und hinsichtlich aller anderen geschaffenen Dinge neuen Liebe.
In der Luft strömt unsere lebensspendende Liebe mit zauberhafter Geschwindigkeit, der niemand widerstehen kann. Sie fließt im Herzen, im Blut, in den Knochen, in den Nerven, in allem; sie macht sich zum vitalen Akt des menschlichen Wesens und sagt stillschweigend zu ihm: ‚Ich bringe dir die kontinuierliche Liebe deines Schöpfers, und weil sie kontinuierlich ist, kann ich dir Leben geben.’
O, wenn Uns die Geschöpfe in der Luft erkennen würden, die sie einatmen, den Akt des Lebens, den Wir in sie gelegt haben, das Feuer unserer Liebe, die eilends, immer und unaufhörlich dahinfließt, so würden sie Uns im Austausch ihr Leben geben, um Uns zu lieben, Uns die Geschichte unserer Liebe zu erzählen und unseren Reim zu wiederholen: „Ich liebe Dich, ich liebe Dich immer, in allem und jedem, wie Du mich geliebt hast.“
In allen geschaffenen Dingen, vom größten bis zum kleinsten, ist eine neue und besondere Liebe von Uns zu den Geschöpfen enthalten. Da sie diese nicht kennen, erwidern sie diese nicht, sondern vergelten mit höchster Undankbarkeit unsere Liebe mit Beleidigungen.
So warten Wir, dass unser Wille bekannt werde und in der Menschheit herrsche, unser Wille, der der Offenbarer unserer Liebe sein wird. Dann werden Wir Uns entschädigt fühlen und einander mit einer einzigen Liebe lieben. Wie glücklich werden Wir sein!
Wenn Wir Uns geliebt sehen, werden Wir neue und besondere [Arten von] Liebe hinzufügen. So wird unsere Liebe nicht mehr unterdrückt sein, sondern ihr Ventil haben, um zu lieben und wiedergeliebt zu werden.
Bete daher um das Kommen unseres Reiches und erkenne unsere Liebe an. Und wenn du Liebe [erhalten] willst, dann liebe Uns.
Wenn Wir im Geschöpf nicht unsere Liebe finden, wissen Wir weder, was Wir ihm geben, noch was Wir mit ihm anfangen sollen, weil die Stütze fehlt, wo Wir unsere Gnaden niederlegen können und das primäre Element, das unser Leben in ihm bildet.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 34; 18. Juni 1937)
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… „Kleine Tochter meines Willens, mein Wille erfüllt und umhüllt alles und alle in seinem Licht-Schoß. Er besitzt alles, und niemand kann Ihm entrinnen.
Alle leben in Ihm, nur erkennen sie nicht, wer es ist, Der ihnen Leben, Bewegung, Schritte und Wärme, ja sogar den Atem gibt. Das Geschöpf wohnt in unserem Willen sozusagen wie in unserem Haus.
Wir reichen ihm alles Nötige und ernähren es zärtlicher als ein Vater, doch das Geschöpf erkennt Uns nicht. Oft schreibt es sich selber zu, was es tut, während Wir es doch tun, und kommt sogar so weit, den zu beleidigen, der ihm das Leben gibt und es bewahrt.
Wir können sagen, dass Wir in unserem Haus viele Feinde haben, die auf unsere Kosten leben und unsere Güter stehlen. Unsere Liebe ist aber so groß, dass sie Uns nötigt, ihnen Leben und Nahrung zu geben, als wären sie unsere Freunde.
Wie schmerzlich ist es, dass unser Wille jenen als Wohnung dient, die Uns nicht kennen und Uns beleidigen! Sie sind in unserem Willen, aufgrund der Schöpfung und wegen unserer Unermesslichkeit, denn auch wenn sie nicht in Ihm sein wollten, gäbe es keinen [anderen] Platz für sie, da unser Wille überall im Himmel und auf Erden ist.
Damit die Seele nun behaupten kann, in unserem Willen zu leben, muss sie Ihn wollen und [an]erkennen. Wenn die Seele Ihn will, fühlt sie, dass alles Wille Gottes für sie ist, und indem sie Ihn erkennt, fühlt sie unseren wirkenden Akt über sich.
Darin besteht das Leben im Göttlichen Willen, dass die Seele unsere wirkende Macht in und außerhalb von sich selbst wahrnimmt, und, sobald sie sein Wirken verspürt, mit Ihm zusammenarbeitet. Wenn sie fühlt, dass Wir lieben, liebt sie mit Uns.
Wenn Wir Uns noch mehr bekannt machen wollen, hört sie Uns ganz aufmerksam zu und nimmt in Liebe das neue Leben unserer Wahrheit auf. Mit einem Wort, sie fühlt unser wirkendes Leben und will tun, was Wir tun und tut es auch und folgt Uns in allem.
Das ist das Leben in unserem Willen: Unser Leben zu fühlen, welches der Seele das Leben gibt, unseren wirkenden Akt wahrzunehmen, der sich in ihrem Wesen bewegt, atmet und arbeitet.
Diese Seelen sind unsere Himmelsbewohner, unsere Glorie in unserer Wohnung. Wir leben zusammen wie Kinder und Vater – was Uns gehört, gehört ihnen, aber sie erkennen es und sind nicht blind und auch keine Diebe, die weder Augen für unser Licht, noch Ohren für unsere väterliche Fürsorglichkeit haben, noch unseren wirkenden Akt über sich wahrnehmen.
Wer aber in unserem Willen lebt, fühlt die Tätigkeit, die Kraft unseres wirkenden Aktes, was die größte Gabe ist, die Wir dem Geschöpf machen können.
Sei also aufmerksam und erkenne, dass dein Leben von Uns kommt, die Wir dir alles geben, Atmung und Bewegung, um gemeinsam mit dir zu leben.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 36; 5. Juni 1938)


