25In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. 26Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
27Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. 28Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
29Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. 30Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

„In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast“ (Mt 11,25)

Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ Jesus sich erblicken, wie Er viele kleine Lämmchen in seinen Armen hielt: einige lehnten an seiner Brust, andere an den Schultern, andere eng an seinem Hals, einige waren rechts oder links von seinen Armen, und einige reckten das Köpfchen aus seinem Herzen heraus; doch die Füße all dieser Lämmchen waren im Herzen Unseres Herrn, und die Nahrung, die Er ihnen gab, war sein Atem. Alle hatten ihren Mund zum Mund meines süßen Jesus hin gewendet, um seinen Atem als Speise zu empfangen. Es war wirklich schön zu sehen, wie Jesus höchste Freude daran fand, ganz vertieft, sie zu nähren und sich gemeinsam mit ihnen zu vergnügen; sie schienen wie ebenso viele Geburten, die aus seinem Heiligsten Herzen hervorgegangen sind. Dann wandte Er sich zu mir und sprach:
„Meine Tochter, diese Lämmchen, die du in meinen Armen siehst, sind die Kinder meines Willens, rechtmäßige Nachkommen meines Höchsten Wollens. Sie werden aus meinem Herzen hervorgehen, doch bleiben die Füße in der Mitte meines Herzens, damit sie nichts von der Erde aufnehmen und sich um nichts kümmern als um Mich allein. Schau sie an, wie schön sie sind, wie rein sie heranwachsen, genährt und gespeist nur von meinem Atem; sie werden die Herrlichkeit, die Krone meiner Schöpfung sein.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 6. November 1922)

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… „Gesegnete Tochter, wie schön ist dein Lauf in unserem Willen, und obschon du das kleine Atom bist, können Wir dich so großziehen, wie Wir wollen. Die Kleinen können mit unseren Zügen heranwachsen, die Uns ähnlichsehen. Wir lehren die Seele unsere Göttlichen Wege und himmlische Wissenschaft, sodass sie die ungeschliffenen Weisen und die Unwissenheit des menschlichen Willens vergisst. Die Erwachsenen sind schon ausgeformt, und Wir können an ihnen wenig oder nichts wiederherstellen; zudem sind sie daran gewöhnt, als Erwachsene nach ihrem menschlichen Willen zu leben – und Gewohnheiten zunichte zu machen, würde Wunder erfordern, wenn es überhaupt gelingt.
Bei den Kleinen hingegen gelingt es Uns leicht und kostet Uns auch nicht so viel, da sie keine tiefgreifenden Gewohnheiten besitzen, höchstens einige flüchtige [Gemüts]Bewegungen. Hier genügt ein kleines Wort von Uns, eine Brise unseres Lichtes, dass sie sich nicht mehr daran erinnern. Sei daher stets klein, wenn du willst, dass mein Göttlicher Wille dich wie eine wahre Mutter aufzieht, damit alles zu unserer und auch zu deiner Ehre sei. Wisse, dass ein wiederholt erneuerter Akt die Gewohnheit bildet. Und da ein unaufhörlicher Akt nur ein Akt des Höchsten Wesens sein kann, bedeutet das, wenn sich die Seele im Besitz eines Aktes fühlt, den sie stets wiederholt, dass Gott sein Leben und seinen Modus in diesen Akt eingeschlossen hat.
Ein kontinuierlicher Akt ist göttliches Leben und ein göttlicher Akt. Und nur wer in meinem Göttlichen Willen lebt, verspürt in sich die Macht, die Eigenschaft und wunderbare Stärke eines unaufhörlichen Aktes. Da diese Seele nämlich von Uns großgezogen wurde, kann es ihr nicht leicht passieren, dass sie von unserem Modus abweicht und in sich selbst nicht das Leben und die kontinuierlichen Akte ihres Gottes wahrnimmt, der sie großgezogen hat. Darum eilst du und fühlst dieses ständige äußerste Bedürfnis, unser und dein Leben im Fiat, in seinen Akten zu finden, und Wir eilen in dir, um in unseren unaufhörlichen Akten gegenwärtig zu bleiben. Du läufst zusammen mit Uns, damit unsere Akte, die in dir sind, ein gemeinsames Leben mit unseren Akten führen, die außerhalb von dir sind.
Und wie du das äußerste Bedürfnis fühlst, so empfinden auch Wir das äußerste Bedürfnis der Liebe, deine Kleinheit in allen Akten unseres Fiat kreisen zu lassen. Da du sie nämlich nicht alle in dir einschließen kannst, nimmst du, wenn du in ihnen umherkreist, an so vielen teil, wie dir nur möglich ist. Deshalb laufe, laufe immer. Vielmehr sage Ich dir, laufen Wir immer, denn Ich kann dem Geschöpf keine größere Gnade geben, als dass es in sich selbst die Wirkung eines kontinuierlichen Aktes verspürt.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 6. Februar 1932)

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Mein kleiner Geist war ganz eingenommen von den vielen Wahrheiten, die mein gebenedeiter Jesus mir über den Göttlichen Willen geoffenbart hatte.
Alle zeigten sich mir als Wunder, die untereinander verschieden waren – aber als göttliche, nicht menschliche Wunder, als himmlische, und nicht irdische. Alle waren sie dabei, die Seele zu bestürmen, um sich ihr mitzuteilen und sie in ihre wunderbare, ganz himmlische und göttliche Tugend umzuwandeln.
Als mein Geist so eingenommen war, dachte ich mir: ‘Diese Wahrheiten sind so himmlisch und göttlich, und in ihnen gibt es keinen Schatten des [bloß bzw. ungeordnet] Menschlichen; sie sind so liebenswert, durchdringend, heilig, lichtvoll, und eine jede schließt das Leben, die Liebe und die Heiligkeit Dessen ein, Der sie kundgemacht hat – und doch gibt es Personen, welche etwas über diese Wahrheiten lesen und sie anzweifeln und Schwierigkeiten machen; Du weißt es, o Jesus, Dir ist alles bekannt.’ Ich fühlte mich ganz bedrückt und sehnte mich nach meinem guten Jesus, um Ihm mein Leid zu klagen.
Da überraschte Er mich und sagte zu mir: „Meine gute Tochter, betrübe dich deswegen nicht. Du sollst wissen, dass man eine Wahrheit lieben muss, damit man sie erkennt.
Die Liebe erzeugt den Appetit, der Appetit den Geschmack, und der Geschmack erweckt den Hunger, damit man sich an einer Speise, d.h. an meinen Wahrheiten, satt isst und deren Substanz gründlich zerkaut.
Das gute Zerkauen erleichtert die Verdauung, sodass man sich im Besitz der großen Wohltat fühlt, die meine Wahrheit in sich birgt und hervorbringt. Dann verschwinden die Zweifel, und die Schwierigkeiten lösen sich wie Schnee in der glühenden Sonne auf.
Nun, wenn sie die Wahrheiten kaum gestreift haben, ohne dass sie – durch ein gründliches Studium und eine Liebe, die den Appetit weckt – davon gegessen haben, so verwundert es nicht, dass sie Zweifel und Schwierigkeiten vorbringen!
O, viel besser wäre es, wenn sie, statt Urteile abzugeben, bekannt hätten: ‘Das ist keine Speise für uns, wir wollen sie nicht essen‘! Doch man weiß ja, dass meine Wahrheiten mehr Platz in den einfachen, als in den gebildeten Herzen finden.
So war es auch bei meiner Erlösung: zu meinem Leidwesen folgte Mir nicht ein einziger von den Gelehrten, sondern meine Jünger waren alle arm, unwissend und einfach.
Du musst wissen, dass meine Wahrheiten wie Samen sind, die Ich, der himmlische Landwirt, weiterhin in die Seelen ausstreue, und wenn Ich aussäe, wird es mit Sicherheit auch eine Ernte geben.
Oft gleiche Ich einem armen Sämann, der seinen Samen in die Erde streut. Diese hat aber wegen mangelnder Feuchtigkeit nicht die Kraft, den Samen aufzuzehren. So kann sie ihn nicht abbauen und in Erde verwandeln, um aus der aus dem Samen absorbierten Substanz dem armen Bauern das Zehn-, Zwanzig- und Hundertfache der Saat zu schenken, die sie aufgenommen hat.
Ein andermal wird die Erde bei der Ausbringung der Saat wegen fehlendem Regen über dem Samen hart, und die Substanz des Samens, den die Erde einschließt, findet keinen Weg, den lebendigen Halm heraussprießen zu lassen; so muss sich der arme Bauer in Geduld üben, bis er die Früchte seiner Samen ernten kann.
Mit der Aussaat hat er jedoch schon den ersten Schritt getan und kann darauf hoffen, dass vielleicht ein Regenguss kommt und der Erde Feuchtigkeit spendet; da die Erde die Substanz seiner Samen besitzt, wird sie die Saat aufsprießen lassen oder die harte Kruste durchbrechen und auflockern und so den Weg für die Reproduktion seines Samens bereiten.
Obwohl die Erde also nicht sofort das Vielfache der aufgenommenen Samen hervorbringt, kann dem Sämann je nach der Zeit, den Umständen, dem Regen dennoch eine überaus reichliche Ernte zuteilwerden, die seine Erwartungen übertrifft.
Wenn nun der Bauer trotz aller Schwierigkeiten mit der Erde auf eine überfließende Ernte hoffen kann, umso mehr dann Ich, der himmlische Bauer, der Ich aus meinem göttlichen Schoß so viele Samen himmlischer Wahrheiten auf den Grund deiner Seele gesät habe, mit deren Ernte Ich die ganze Welt anfüllen werde.
Glaubst du wirklich, dass Ich wegen der Zweifel und Schwierigkeiten einiger, die wie trockene, harte und unempfindliche Erde sind, nicht meine überreichliche Ernte einbringen soll? Da irrst du dich, meine Tochter!
Zeiten, Personen und Umstände ändern sich, und was heute schwarz scheint, kann morgen als weiß angesehen werden; oft nämlich erkennen diese armen, bemitleidenswerten Wesen nur entsprechend ihrer Veranlagung und gemäß ihrem weit- oder kurzsichtigen Intellekt.
Alles liegt aber darin beschlossen, dass Ich schon die Samen ausgesät habe – und das Notwendigste, Substantiellste und Interessanteste war die Offenbarung meiner Wahrheiten.
Habe Ich meine Arbeit getan, so ist der hauptsächliche Teil schon vollbracht; Ich habe die Erde deiner Seele für die Aussaat meines Samens gefunden, und das Restliche wird von selbst kommen.
Die Zweifel, Schwierigkeiten und Leiden gleichen dem Brennholz und dem Feuer, dessen sich der arme Bauer für die Zubereitung der geernteten Samen zu seinem Mahl bedient.
So können sie auch Mir und dir als Sonnen für die Heranreifung meiner Samen in den Herzen dienen; es nützt auch als Brennholz und Feuer, um den Menschen meine Wahrheiten nicht bloß mit Worten, sondern mit Akten und dem Opfer des Feuers des eigenen Lebens zu schenken, um die Samen [der Wahrheiten] zu verkochen, in die köstlichste Speise zu verwandeln und die Menschen damit zu nähren.
Meine Tochter, hätte Ich auf das Gerede über Mich und auf die Widersprüche gegen meine Wahrheiten hören wollen, die Ich auf Erden offenbarte, so hätte Ich weder die Erlösung bewerkstelligt noch mein Evangelium verkündet.
Und doch waren diese Leute die Gebildetsten, der edelste Teil der Gesellschaft, welche die Schrift studiert hatten und das Volk die Religion lehrten.
Ich aber ließ sie reden und ertrug ihre ständigen Widersprüche mit Liebe und unbesiegbarer Geduld und benützte die Leiden, die sie Mir zufügten, als Brennholz, um Mich am Kreuz aus Liebe zu ihnen und zu allen zu verbrennen und zu verzehren.
So ist es auch heute: wollte Ich auf das hören, was sie über die Wahrheiten meines Göttlichen Willens sagen, hätte Ich die Offenbarungen über meinen Willen sowie die Pläne, die Ich durch seine Bekanntmachung verwirklichen möchte, beenden müssen.
Doch dem ist nicht so: Wir sind der Unveränderliche, und das Wirken Gottes ist unwandelbar; [nur] das menschliche Wirken leidet unter dieser Schwäche und handelt je nach der Wertschätzung, die man ihm entgegenbringt – unser Wirken aber nicht.
Wenn Wir etwas beschließen, kann Uns niemand davon abbringen, weder alle Menschen noch die ganze Hölle. Wir warten jedoch mit unauslöschlicher Liebe günstige Zeiten, Umstände und Personen für die Umsetzung unseres festgelegten Planes ab.
Mach dir daher keine Sorgen und handle genauso, wie Wir als Gott handeln: Setze, wenn nötig, das Opfer deines Lebens ein, damit mein Göttlicher Wille auf der ganzen Welt bekannt werde und regiere.”… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 24. Februar 1933)

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. 29Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. 30Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht“ (Mt 11,28-30)

… „Wenn du dich also während der Kommunion allein, in Agonie befindest, denke daran, dass Ich ein wenig deine Gesellschaft in meiner Todesangst im Garten wünsche. Begib dich deshalb in Meine Nähe, und mache einen Vergleich zwischen deinen Schmerzen und den meinen: betrachte dich – allein und Meiner beraubt, und Ich auch – allein, verlassen von meinen treuesten Freunden, die hier schlafen; sogar von Gott, meinem Vater alleingelassen; und dann, inmitten der bittersten Leiden, von Schlangen umgeben, von Vipern, von tollwütigen Hunden, welche die Sünden der Menschen waren, wo auch die deinen dabei waren, die einen Teil davon ausmachten, die Mir schienen, als wollten sie Mich lebendig verschlingen.
Mein Herz war von solcher Beklemmung erfasst, dass Ich mich wie unter einer Presse fühlte; sodass Ich lebendiges Blut schwitzte. Sag Mir, wann hast du je so viel gelitten? Wenn du dich also Meiner beraubt siehst, betrübt, ohne jeden Trost, erfüllt von Traurigkeit, Sorgen und Schmerzen, dann komme nahe zu Mir, trockne Mir das Blut ab, opfere Mir diese Leiden auf, als Erleichterung für meine bitterste Agonie. Wenn du das tust, wirst du den Weg finden, um nach der Kommunion bei Mir zu bleiben. Es ist nicht so, dass du nicht leiden wirst, denn das bitterste Leid, das Ich Seelen geben kann, die mir teuer sind, ist, sie Meiner zu berauben, doch indem du denkst, dass du Mir durch deine Leiden Erleichterung verschaffst, wirst du auch zufrieden sein…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 1)

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… „Bleib in meinem Innern, nur dort wirst du wahren Frieden und beständige Zufriedenheit finden, denn nichts dringt in Mich ein, das nicht zu Frieden und Zufriedenheit gehört, und wer in Mir wohnt, tut nichts anderes, als im Meer aller Zufriedenheiten zu schwimmen; während die Seele, die aus Mir heraustritt, wenn sie sich auch über gar nichts beunruhigt, beim bloßen Anblick der Mir zugefügten Beleidigungen, und wie Mir diese missfallen, bereits an diesen Betrübnissen teilnimmt und beunruhigt wird.
Deshalb vergiss hin und wieder alles, tritt in Mich ein, komm und genieße meinen Frieden und mein Glück. Dann geh heraus, und versieh für Mich den Dienst der Wiedergutmacherin.“
Nach diesen Worten verschwand Er. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 2. November 1900)

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… „Meine Tochter, die wahre Art zu leiden ist es, nicht auf den zu schauen, von dem das Leiden kommt, oder woran jemand leidet, sondern auf das Gute, das aus diesen Leiden werden soll.
Das war die Art, wie Ich litt. Ich schaute weder auf die Henker, noch auf das Leiden, sondern auf das Gute, das Ich durch mein Leiden erreichen wollte, selbst für jene, die Mir das Leiden zufügten.
Und auf das Gute schauend, das den Menschen daraus erwachsen würde, schätzte Ich alles andere gering und setzte unerschrocken den Lauf meines Leidens fort.
Meine Tochter, dies ist der einfachste und gewinnbringendste Weg um zu leiden – nicht nur mit Geduld, sondern mit unbesiegtem und mutigem Herzen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 19. März 1901)

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… „Meine Tochter, werde nicht müde im Leiden, handle vielmehr so, als würdest du jede Stunde zu leiden beginnen. Denn wer sich vom Kreuz beherrschen lässt, vernichtet in der Seele drei finstere Reiche, die da sind: die Welt, der Teufel und das Fleisch und errichtet in ihr dafür drei gute Reiche, das spirituelle, das Göttliche und das ewige Reich.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 3. Juni 1904)

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… „Meine Tochter, wie schmerzt Mich deine Bitterkeit, die Ich in mein Herz ausgegossen fühle! So hab also Mut. Weißt du nicht, dass Bedrückung und Bitterkeit für das Gute wie ein schleichendes Gift sind?
Dieses bewirkt, dass sich die Seele so abquält, dass sie in eine äußerste Agonie gerät und den Todeskampf im Herzen spürt, und [auch] meine Liebe liegt in ihrem Herzen im Todeskampf; die Seele fühlt die Agonie auf ihren Lippen – und mein Gebet liegt im Todeskampf; sie fühlt die Agonie in ihren Händen und Schritten – und meine Werke und Schritte fühlen sich wie im Todeskampf.
Mehr noch [gilt dies] für die Seele, die meinen Göttlichen Willen als Leben haben möchte. Da ihr Wille mit dem Meinen eins ist, fühle Ich, wie ihre Agonie in meine Göttliche Person eingegossen wird.
Habe daher Mut. Gib dich meinen Armen hin, und Ich werde ein neues, noch strahlenderes Licht aus meinem Göttlichen Willen erscheinen lassen. Es macht sich zu einer Wiege und wird dich in ihr wiegen, um dir meine Göttliche Ruhe mitzuteilen und mit seinem Licht und seiner Glut das schleichende Gift deiner Bitterkeit vernichten und sie in Süßigkeit und in eine Freudenquelle verwandeln.
Du wirst in der Wiege meines Göttlichen Willens sanfte Ruhe finden und wenn du aufwachst, werden Bitterkeiten und Bedrückungen verschwunden sein.
Ich werde dich mit deiner gewohnten Sanftmut und Heiterkeit in meinen Armen halten, damit das Leben meines Göttlichen Willens in dir noch weiter zunehme.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 28; 20. September 1930)

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… „Meine kleine Neugeborene meines Willens, komm in meine Arme. Du hast Recht, dass du nur in meinen Armen sicher sein kannst. Es gibt auch keine Gefahren in meinem Willen, der dich zärtlicher als eine Mutter an seine Brust drückt und dich mit seinem Licht und seiner Liebe nährt.
In ihm gibt es weder Bedrückung, noch Traurigkeit, noch Angst – das alles bleibt außerhalb meines Willens, nicht in Ihm, wo nur Friede, Freude und ständige Zuwendung herrscht.
Es gibt so viel zu tun, dass die Seele weder Zeit noch Platz zur Traurigkeit findet. Zudem ist die Bedrückung ein Mangel an vollständiger Hingabe in meine Arme.
Die Hingabe lässt die Seele süß einschlafen, und in eben diesem Schlaf träumt sie von Dem, Den sie liebt, und Der sie so sehr liebt, dass Er sie eng an seine Brust gedrückt hält.
Traurigkeit und Angst hingegen lassen die Seele wach bleiben und intensiv auf sich selbst schauen, und nicht auf Den, Der sie liebt und ganz Auge für sie ist.
Wisse, wenn du meinen Willen tust und in Ihm lebst, wird mein Leben in dir herangebildet, und die totale Hingabe ruft meine Werke herbei.
Mangel an Hingabe blockiert mein Leben und meine Werke in der eigenen Seele, und Ich würde darunter leiden, in der Seele nicht meine Pläne ausführen zu können.
Gib dich daher ganz Mir hin, und Ich werde an alles denken.”… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 25. September 1932)