„Die vollkommene Übereinstimmung unseres Willens“
„Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10, 30)
„Siehst du, meine Tochter, der erste Akt der Göttlichen Personen ist die vollkommene Übereinstimmung unseres Willens; unser Wille ist derart vereint, dass man nicht unterscheiden kann, welcher der Wille des Einen oder des Anderen ist, sodass, obwohl Wir Drei verschiedene Personen sind, doch der Wille einer ist, und dieser eine Wille bringt einen ständigen Akt der vollkommenen Anbetung unter den Göttlichen Personen hervor; die Eine Person betet die Andere an.
Diese Übereinstimmung des Willens bringt Gleichheit an Heiligkeit hervor, an Licht, Güte, Schönheit, Macht, Liebe, verleiht Uns Freuden, unermessliches Glück und unendliche Wonnen und festigt dadurch in Uns die wahre Herrschaft der Ordnung und des Friedens. So ist die Übereinstimmung des menschlichen Willens mit dem Göttlichen das erste Verbindungsglied zwischen Schöpfer und Geschöpf, und von diesem steigen wie durch einen Kanal die Göttlichen Tugenden herab und bringen in der Seele wahre Anbetung und vollkommene Liebe zu ihrem Schöpfer hervor.
Und indem die Seele durch eben diesen Verbindungskanal aufsteigt, empfängt sie die verschiedenen Nuancen der Göttlichen Eigenschaften. Jedes Mal, wenn die Seele sich erhebt, um in diesen Ewigen Willen einzutauchen, erwirbt sie umso mehr verschiedene Göttliche Schönheiten, die sie schmücken“. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; Mai)
