Dienstag der 2. Osterwochen (Joh 3,7-15)
7In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden. 8Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.
9Nikodemus erwiderte ihm: Wie kann das geschehen? 10Jesus antwortete: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? 11Amen, amen, ich sage dir: Was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, das bezeugen wir, und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.
12Wenn ich zu euch über irdische Dinge gesprochen habe und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich zu euch über himmlische Dinge spreche? 13Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.
14Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat.
„Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden“ (Joh 3,7)
Als ich mich in meinem gewohnten Zustand befand, ließ sich mein stets liebenswürdiger Jesus blicken, wie aus dem Inneren seiner heiligsten Menschheit alle Geschöpfe herauskamen, und voller Zärtlichkeit sprach Er zu mir:
„Meine Tochter, betrachte das große Wunder der Menschwerdung. Als Ich empfangen wurde und meine Menschheit gebildet wurde, ließ Ich alle Geschöpfe in Mir wiedergeboren werden. So nahm Ich in meiner Menschheit, während sie in Mir wiedergeboren wurden, alle ihre verschiedenen Akte wahr, in meinem Geist schloss Ich jeden Gedanken der Geschöpfe ein, gute und böse.
Die guten bestärkte Ich im Guten, umgab sie mit meiner Gnade, umhüllte sie mit meinem Licht, damit sie, in der Heiligkeit meines Geistes wiedergeboren, würdiger Teil meiner Intelligenz sein könnten. Für die bösen leistete Ich Wiedergutmachung, tat Ich Buße, vervielfältigte meine Gedanken ins Unendliche, um dem Vater die Verherrlichung für jeden geschöpflichen Gedanken zu geben.
In meinen Blicken, in meinen Worten, in meinen Händen, in meinen Füßen und sogar in meinem Herzen enthielt Ich die Blicke, die Worte, die Werke, die Schritte, die Herzen von jedem, und in Mir wiedergeboren, blieb alles in der Heiligkeit meiner Menschheit bestätigt, alles wurde wiederhergestellt und für jede Beleidigung erlitt Ich einen besonderen Schmerz.
Dann, nachdem Ich die Menschen alle in Mir wiedergeboren werden ließ, trug Ich sie die ganze Zeit meines Lebens in Mir, und weißt du, wann Ich sie zur Welt brachte? Ich brachte sie am Kreuz zur Welt, auf dem Bett meiner bittersten Schmerzen unter schrecklichen Krämpfen, beim letzten Atemzug meines Lebens.
Und als Ich starb, wurden sie zum neuen Leben geboren, alle gesiegelt und gekennzeichnet mit dem ganzen Wirken meiner Menschheit. Nicht zufrieden damit, sie wiedergeboren werden zu lassen, gab Ich jedem von ihnen alles, was Ich getan hatte, um sie verteidigt und sicher zu bewahren.
Siehst du, welche Heiligkeit der Mensch enthält? Die Heiligkeit meiner Menschheit konnte nie unwürdige Kinder zur Welt bringen, die Mir unähnlich sind.
Deshalb liebe Ich den Menschen so sehr, weil er aus Mir geboren ist; doch der Mensch ist stets undankbar und erreicht den Punkt, den Vater zu verkennen, der ihn mit so viel Liebe und Schmerz geboren hat werden lassen.”
Danach zeigte Er sich ganz in Flammen, und Jesus wurde in diesen Flammen verbrannt und verzehrt und war nicht mehr zu sehen, man sah nur mehr Feuer, doch dann sah ich Ihn wiedergeboren werden, und Er wurde ein weiteres Mal im Feuer verzehrt.
Danach fügte Er hinzu: „Meine Tochter, Ich brenne, die Liebe verzehrt Mich; so groß ist die Liebe, sind die Flammen, die Mich verzehren, dass Ich aus Liebe zu jedem Geschöpf sterbe.
Ich starb nicht nur an den Leiden, sondern die Tode der Liebe sind andauernd, und doch gibt es niemand, der Mir zur Erfrischung seine Liebe schenken würde.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 13; 16. Oktober 1921)
„Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist“ (Joh 3, 7-8)
Ich verabgründete mich im unermesslichen Meer des Göttlichen Willens, und mein süßer Jesus trat mich segnend, aus meinem Inneren hervor; nachdem Er mich gesegnet hatte, umschlang Er meinen Hals mit seinen Armen und sagte zu mir:
„Meine Tochter, Ich segne dein Herz, deine Herzschläge, deine Gefühle, deine Worte, deine Gedanken, bis hin zu deiner kleinsten Bewegung, damit alle durch meinen Segen mit göttlicher Kraft erfüllt werden.
So werden sie, wenn sie in meinen Willen eintreten, kraft meines Segens diese göttliche Kraft mit sich bringen und die Macht haben, sich in alle zu verströmen, sich allen zu geben, Mich für jeden zu vervielfältigen, um Mir die Liebe und Ehre zu bringen, wie wenn alle mein Leben in sich hätten.
Tritt daher in meinen Willen ein, durchdringe Himmel und Erde, gehe zu allen hin. Mein Wille ist reinstes Licht, und dieses Licht enthält die Allsicht – den Pass, um in die geheimsten Verstecke und Fasern einzudringen, in den tiefsten Abgrund und in die Räume in höchsten Höhen.
Dieser Pass braucht keine Unterschrift, um gültig zu sein, sondern enthält in sich selbst diese Macht, denn da Er Licht ist, das von der Höhe herabsteigt, kann Ihm niemand den Schritt und den Eintritt verwehren. Und überdies ist Er König über alles und hat die Herrschaft überall inne.
Setze daher in meinem Willen deine Gedanken in Umlauf, deine Worte, deine Herzschläge, deine Leiden, dein ganzes Sein, lasse nichts in dir selbst [zurück], damit du mit dem Pass des Lichtes meines Willens und meiner göttlichen Kraft in jeden Akt der Geschöpfe eintrittst und mein Leben in jedem von ihnen vervielfältigst.
O, wie werde Ich glücklich sein zu sehen, wie das Geschöpf kraft meines Willens Himmel und Erde mit so vielen meiner Leben erfüllt, als Geschöpfe existieren!”
So gab ich mich dem Höchsten Willen hin, und in Ihm umhergehend, ließ ich meine Gedanken, meine Worte, meine Sühneakte usw., in jeder geschaffenen Intelligenz und in allen übrigen menschlichen Aktivitäten fließen, und [in dem Maß,] wie ich meine Akte verrichtete, wurde Jesus gebildet. O wie schön und bezaubernd war es, so viele Jesus zu sehen, wo immer der Pass des Lichtes des Ewigen Willens vorüberging!
Dann befand ich mich wieder in mir selbst und sah Jesus neben mir, der meinen Hals umarmte und mich fest drückte; Er schien ganz festlich gestimmt, als wäre ich die Ursache der Vervielfältigung seines Lebens, die Ihm die Ehre und Herrlichkeit so vieler weiterer göttlicher Leben darbringt.
So sagte ich zu Ihm: „Meine Liebe, mir scheint es nicht wirklich so, dass ich dein Leben vervielfältigen konnte, um Dir die große Ehre so vieler göttlicher Leben darzubringen.
Und außerdem bist Du überall gegenwärtig, so liegt es in Dir selbst, dass dieses Leben in jedem Akt hervorgeht, nicht in meiner Kraft. Ich bleibe stets das kleine Mädchen, das zu nichts nütze ist.”
Und Jesus: „Meine Tochter, alles, was du sagst, ist wahr, Ich bin überall, doch es ist meine Macht, Unermesslichkeit und Allsicht, die Mir erlaubt, überall gegenwärtig zu sein, es ist nicht die Liebe und das Handeln des Geschöpfes in meinem Willen, das Mich überall sein lässt und Mich vervielfältigt.
Wenn jedoch die Seele in meinen Willen eintritt, ist es ihre Liebe, und sind es ihre Akte, die sich mit göttlicher Kraft anfüllend, mein Leben hervorgehen lassen, je nachdem, wie sich ihre Akte mehr oder weniger ausbreiten und getan werden.
Siehe, daher meine Festfreude, wenn Ich sehe, dass das Geschöpf von dem Meinigen nimmt und Mir meine Liebe und Herrlichkeit darbringt, ja sogar mein eigenes Leben.
Meine Freude darüber ist so groß, dass die Seele diese nicht begreifen kann, solange sie im Exil weilt, doch sie wird sie in der himmlischen Heimat erfassen, wenn sie sich mit ebenso vielen göttlichen Leben vergolten sieht, wie sie auf Erden gebildet hat.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 19. März 1924)
„Wenn ich zu euch über irdische Dinge gesprochen habe und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich zu euch über himmlische Dinge spreche?“ (Joh 3,12)
… „Meine Tochter, hier unten ist alles verschleiert, sowohl in der übernatürlichen wie auch in der natürlichen Ordnung. Nur im Himmel sind die Dinge unverhüllt, da es in der Himmlischen Heimat keine Schleier gibt, sondern man sieht dort die Dinge, wie sie in sich selbst sind.
Der Verstand braucht sich dort oben daher nicht abmühen, um sie zu begreifen, da sie sich von selbst so zeigen, wie sie sind. Wenn es in der Wohnstatt der Seligen eine Arbeit gibt – wenn man sie wirklich Arbeit nennen kann – dann ist es diese, sich an den Dingen zu erfreuen und zu beseligen, die man unverhüllt sieht; hier unten ist es jedoch nicht so.
Da die menschliche Natur aus Geist und Leib besteht, hindert die Hülle des Körpers die Seele daran, meine Wahrheiten zu sehen. Die Sakramente und alles andere sind verhüllt, und sogar Ich selbst, das Wort des Vaters, hatte den Schleier meiner Menschheit. Alle meine Worte und mein Evangelium gab Ich unter der Gestalt von Beispielen und Gleichnissen.
Jeder konnte Mich verstehen, der sich Mir näherte, um Mich mit gläubigem Herzen, mit Demut und dem Wunsch anzuhören, die Wahrheiten, die Ich ihnen mitteilte, kennenzulernen, um sie in die Tat umzusetzen. Indem sie so handelten, zerrissen sie den Schleier, der meine Wahrheiten verbarg und entdeckten den darin verborgenen Schatz.
Der Glaube, die Demut und der Wunsch nach der Erkenntnis meiner Wahrheiten war das Werk, das sie taten, wodurch sie den Schleier zerrissen und meine Wahrheiten entdeckten, wie sie in sich selbst sind.
So blieben sie mit Mir und mit dem Gut verbunden, das meine Wahrheiten enthielten. Andere, die sich dieser Arbeit nicht unterzogen, erreichten zwar den Schleier meiner Wahrheiten, aber nicht die Frucht, die darin war: so gingen sie leer aus und verstanden überhaupt nichts, kehrten Mir den Rücken zu und verließen Mich.
So sind auch meine Wahrheiten, die Ich dir mit so viel Liebe über meinen Göttlichen Willen offenbarte. Damit meine Wahrheiten wie unverhüllte Sonnen – wie sie wirklich sind – erstrahlen können, müssen die Menschen ihre Arbeit tun und den Weg gehen, um sie zu erreichen – was der Glaube ist.
Sie müssen meine Wahrheiten ersehnen, sie kennen wollen, beten und ihren Verstand demütigen, damit er den Schatz und das Leben meiner Wahrheiten aufnehmen kann.
Dadurch werden sie die Hülle zerreißen und meine Wahrheiten finden – leuchtender als eine Sonne. Sonst bleiben sie blind, und Ich wiederhole das Wort des Evangeliums an sie: ‘Ihr habt Augen und seht nicht, Ohren und hört nicht, eine Zunge und ihr seid stumm.’
Siehst du, auch in der natürlichen Ordnung sind die Dinge verhüllt. Die Früchte haben die Hülle der Schale, aber wer hat das Glück, sie zu verkosten? Wer sich die Mühe macht, zu einem Baum zu gehen, die Frucht zu pflücken und die Schale zu entfernen, die diese Frucht verbirgt: dieser verkostet die ersehnte Frucht und ernährt sich von ihr.
Dieser liebt sie und macht aus der ersehnten Frucht seine Speise. Die Felder sind mit Stroh verdeckt. Wer empfängt das Gute, das unter den [Stroh]halmen verhüllt ist?
Wer diese Halme entkleidet, kann die Körner ernten, um das Brot für seine tägliche Nahrung daraus zu bereiten. Mit einem Wort, alle Dinge hier unten sind mit einem Schleier verhüllt, damit der Mensch die Arbeit, den Willen und die Liebe aufbringe, die Dinge zu besitzen und zu verkosten.
Nun, meine Wahrheiten übertreffen die natürlichen Dinge bei weitem, und zeigen sich der Seele als edle verschleierte Königinnen, die dabei sind, sich der Seele zu schenken.
Sie wünschen jedoch die [Mit]arbeit der Seele und wollen, dass sich der Wille der Seele ihnen annähert, um sie zu erkennen, zu besitzen und zu lieben – eine notwendige Bedingung, um den Schleier zu zerreißen, der sie verhüllt.
Sobald der Schleier zerrissen ist, bahnen sich die Wahrheiten mit ihrem Licht von selbst den Weg und schenken sich denen, die sie gesucht haben, zum Besitz.
Das ist der Grund, weshalb manche die Wahrheiten über meinen Göttlichen Willen lesen und das Gelesene anscheinend nicht verstehen, sondern vielmehr verwirrt sind: weil ihnen der aufrichtige Wille fehlt, sie kennen zu wollen.
Man könnte sagen, dass ihnen die [vorausgehende nötige] Arbeit fehlt, um sie zu kennen; und ohne Leistung kann man weder etwas erwerben, noch ein so großes Gut verdienen. So verweigere Ich ihnen aus Gerechtigkeit, was Ich den Demütigen überreich gebe und jenen, die sich nach dem großen Gut des Lichtes meiner Wahrheiten sehnen.
Meine Tochter, wie viele meiner Wahrheiten werden von jenen unterdrückt, die sie nicht gerne kennenlernen und ihre geringe Arbeit tun wollen, um sie zu besitzen! Ich spüre, dass sie Mich selbst gleichsam abwürgen wollten, wenn sie könnten.
In meinem Kummer bin Ich gezwungen, meinen Ausspruch im Evangelium zu wiederholen und führe ihn wirklich aus: Ich nehme dem, der nichts oder nur wenig von meinen Gütern besitzt, weg und belasse diese Seelen in ihrem trostlosen Elend; denn da sie meine Schätze nicht wollen und nicht lieben, würden sie sie besitzen, ohne sie zu schätzen und ohne Früchte zu bringen.
Dafür werde Ich den Besitzenden noch überreichlicher geben, denn diese werden meine Güter als kostbare Schätze bewahren, die sie immer mehr Früchte hervorbringen lassen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 28; 2. August 1930)
„Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat“ (Joh 3,14+15)
… “Meine liebste Tochter, ich hörte die Schläge auf den nackten Körper meines Sohnes niederprasseln; ich vernahm den Spott, das satanische Lachen der Schergen und die Schläge auf sein Haupt, als sie ihn mit Dornen krönten … ich erblickte ihn, als Pilatus ihn ganz entstellt und unkenntlich dem Volk vorstellte; die Schreie des Volkes: „Kreuzige ihn, kreuzige ihn“ betäubten meine Ohren!
Ich sah ihn, wie er das Kreuz auf seine Schultern nahm, ganz ermattet und erschöpft; und ich konnte nicht anders, als meine Schritte zu beschleunigen, um ihn zum letzten Mal zu umarmen und sein blutüberströmtes Gesicht abzutrocknen. Aber für uns gab es leider kein Erbarmen!
Die grausamen Soldaten rissen ihn an den Stricken und ließen ihn zu Boden fallen. Meine liebe Tochter, welch grausamer Schmerz für mich, dass ich meinem Sohn in solchem Leid nicht helfen konnte! Jede Pein öffnete ein Meer von Schmerzen in meinem durchbohrten Herzen …
Schließlich folgte ich ihm auf den Kalvarienberg, wo er unter unerhörten Schmerzen und schrecklichen Verzerrungen gekreuzigt und am Kreuz aufgerichtet wurde; erst dann war es mir gewährt, zu Füßen des Kreuzes zu stehen, um von seinen sterbenden Lippen das Geschenk aller meiner Kinder zu empfangen und das Recht und Siegel meiner Mutterschaft über alle Seelen …
Und wenig später gab er unter schrecklichen Schmerzen und Krämpfen seinen Geist auf. Die ganze Natur bekleidete sich mit Trauer und beweinte den Tod ihres Schöpfers. Es weinte die Sonne, die sich verdunkelte und sich schaudernd vom Angesicht der Erde zurückzog.
Es weinte die Erde durch ein starkes Erdbeben und spaltete sich an einigen Orten aus Schmerz über den Tod ihres Schöpfers … Alle weinten: Die Gräber öffneten sich, die Toten standen auf und auch der Vorhang des Tempels zerriss.
Alle verloren den Mut und wurden von Schrecken und Entsetzen gepackt … Und deine Mutter stand wie versteinert von Schmerz und wartete, dass sie ihn mir in die Arme legten, bevor das Grab ihn einschloss.
Höre mich an in meinem intensiven Schmerz: Die Leiden meines Sohnes selbst sollen dir beredt von den schweren Übeln deines menschlichen Willen erzählen … Betrachte ihn in meinen Armen, wie er entstellt ist!
Er ist das wahre Bild all des Unglücks, das der menschliche Wille den armen Geschöpfen zufügt. Und mein teurer Sohn wollte so viele Schmerzen leiden, um diesen Willen, der in all dieses Unglück gefallen war, wieder aufzurichten; und jede Pein Jesu und jeder Schmerz von mir waren ein Aufruf und eine Einladung, im Göttlichen Willen wieder aufzuerstehen.
Um diesen menschlichen Willen in Sicherheit zu bringen, stieg unsere Liebe bis zu diesem Höhepunkt, dass wir ihn mit unseren Leiden bedeckten (anfüllten), bis er in den unermesslichen Meeren meiner Schmerzen und der meines geliebten Sohnes untertauchte…“ (aus „Die Jungfrau Maria im Reich des Göttlichen Willens“ nach den Schriften der Dienerin Gottes Luisa Piccarreta: 27. Tag)


