27Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. 28Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.
29Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt. 30Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht, 31aaber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat.

„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht“ (Joh 14,27)

Diesen Morgen befand ich mich, nachdem ich die Kommunion empfangen hatte, in einem Meer von Bitterkeit, da ich Jesus, mein höchstes Gut, nicht sah. Ich fühlte mein ganzes Inneres in Unruhe, als Er sich plötzlich blicken ließ und mir fast tadelnd sagte:
„Weißt du nicht, dass man, wenn man sich Mir nicht hingibt, sich die Rechte meiner Gottheit widerrechtlich aneignet und Mich dadurch schwer beleidigt? Gib dich also hin, beruhige all dein Inneres in Mir, und du wirst Frieden finden; und indem du Frieden findest, wirst du Mich finden.“
Nach diesen Worten verschwand Er wie ein Blitz, ohne sich noch einmal zu zeigen. Ach Herr, bewahre Du selbst mich ganz hingegeben und fest in deinen Armen, sodass ich niemals entfliehen kann, sonst werde ich stets meine kleinen Ausflüchte machen! (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 3; 9. April 1900)

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… „Mein Wirken unterscheidet sich vom Wirken der Geschöpfe: da Ich in Mir die schöpferische Kraft besitze, spreche und erschaffe Ich so, wie Ich eines Tages sprach und die Sonne erschuf.
Diese Sonne ist immerdar voller Licht und Wärme und spendet stets Licht und Wärme, als wäre sie gerade im Akt, fortwährend von Mir erschaffen zu werden, ohne je abzunehmen…“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 11; 21. September 1913)

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Meine Hingabe im Göttlichen Willen dauert an. Seine süße Herrschaft drängt meinen armen Willen, der auf-grund der leidvollen Lage, in der ich mich befinde, sich dennoch sehr oft betätigen möchte, um seinen eigenen Weg zu gehen.
Trotzdem konzentriert sich das allmächtige Fiat mit der unwiderstehlichen Kraft seines Lichtes über der Nacht meines Willens und hindert meinen Schritt. Indem Es seinen lichtvollen Tag in meiner Seele bereitet, zieht Es mich an, meine kleinen Akte in seinem Göttlichen Willen zu tun.
Ich überlegte: ‘Warum hat Jesus so großes Interesse daran, dass ich meine wiederholten Akte in seinem anbetungswürdigen Willen nicht unterlasse?’ Da sagte Jesus voller Zärtlichkeit und Güte zu mir:
„Meine Tochter, weil all die Akte, die du in deinem Inneren tust, Akte sind, die Ich gelehrt und herangebildet habe, so dass sie meine Akte sind.
Und Ich möchte nicht, dass Du [hinter Mir] zurückbleibst, ohne dass du vereint mit Mir diesen Akten folgst. Du sollst nämlich wissen, wenn Ich, dein Jesus, in der Seele tätig bin, wenn Ich spreche oder unterweise, dann habe Ich solche Macht, dass Ich das Gute, das Ich lehrte oder in der Seele wirkte, in die Natur [der Seele] umwandeln kann.
Das Gute in ihrem Wesen kann nicht zerstört werden. Es wäre so, als wolltest du das Auge, das Gott deiner Natur zum Besitz gab, nicht zum Sehen verwenden; als wolltest du die Stimme, die Hände und Füße nicht zum Sprechen, zum Arbeiten und Gehen benützen: verdientest du nicht, dafür verurteilt zu werden?
Nun, wie Ich dem Leib Gaben der Natur gebe, so hat mein schöpferisches Wort, wenn Ich spreche, die Macht, der Seele die Gabe, die Ich mit meinem Wort spenden möchte, gleichsam als Natur zu schenken.
In der Tat kann ein Fiat von Mir einen Himmel, eine Sonne, ein unaufhörliches Gebet als Geschenk einschließen, wodurch mein Fiat die Macht hat, diese Gaben für die Seele gleichsam in ihr Wesen zu verwandeln.
So sind die Akte, die du in deinem Inneren tust, Gaben in deinem Wesen, die mein Wort in dir herangebildet hat, und du musst darauf achten, meine Gaben nicht nutzlos zu besitzen.
Ich habe sie in dich gelegt, damit Wir mit diesen wiederholten Akten in meinem Willen gemeinsam die große Gabe der Regentschaft meines Göttlichen Willens auf Erden erflehen können.
Zumal, gute Tochter, diese wiederholten Akte wie der Saft für die Pflanze sind: hat die Pflanze keinen Saft, so verdorrt sie und kann weder Blüten noch Früchte hervorbringen.
Der Saft ist wie lebensspendendes Blut für sie, der in ihr kreist und sie dadurch bewahrt, heranwachsen und die schönsten und schmackhaftesten Früchte hervorbringen lässt, zur Ehre und zum Nutzen des Landwirtes. Doch dieser Saft entsteht in der Pflanze nicht von selbst.
Es ist der Bauer, der auf ihre Bewässerung und Kultivierung achten muss. Und nicht nur einmal, sondern immer, indem er ihr gleichsam als Natur ausreichend Saft zur Verfügung stellt, damit die arme Pflanze sich täglich nähren kann, um gedeihen und wachsen und ihre Früchte dem bringen zu können, der sie bearbeitet.
Ist der Bauer jedoch ein Faulpelz, verliert die Pflanze den Saft und stirbt ab.
Du erkennst also den Wert der wiederholten Akte: sie sind das Blut für die Seele, die Nahrung, die Bewahrung und das Wachstum meiner Gaben. Als himmlischer Landwirt höre Ich nie auf, dich zu bewässern, so besteht keine Gefahr, dass Ich arbeitsscheu bin.
Doch du musst diesen vitalen Saft aufnehmen, und das tust du dann, wenn du die Akte in meinem Willen in der Tiefe deiner Seele wiederholst: dann öffnest du den Mund, und Ich pumpe dir als Bewässerung das Blut in deine Seele, um dir die göttliche Wärme und himmlische Speise zu reichen.
Und indem Ich dir noch weitere Belehrungen schenke, bewahre Ich dich und vermehre meine Gaben. O, wäre die Pflanze vernunftbegabt und würde sie sich weigern, vom Bauern bewässert zu werden, was wäre dann das Los dieser armen Pflanze?
Sie würde sterben! Welch ein Leid für den armen Bauern! Deshalb bedeutet die Wiederholung der Akte, dass man das Leben zu haben begehrt und Nahrung aufnimmt; bedeutet, zu lieben und wertzuschätzen, und die Wünsche deines himmlischen Landwirtes zu erfüllen und ihn glücklich zu machen, der mit so viel Liebe auf dem Feld deiner Seele gearbeitet hat.
Und wenn Ich dich deine Akte wiederholen höre, ob gemeinsam mit Mir oder allein, reichst du Mir die Früchte meiner Arbeit.
Ich fühle Mich wiedergeliebt und vergolten für so viele Gaben, die Ich dir schenkte und bin bereit, dir noch größere zu geben. Sei daher aufmerksam und sieh zu, dass deine Beständigkeit die siegreiche Kraft sei, die deinen Jesus überwindet und beherrscht.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 29; 4. Mai 1931)

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Meine kleine Seele durchquert weiter das grenzenlose Meer des Göttlichen Fiat. O, wie überrascht mich dies: während ich scheinbar einen langen Weg zurückgelegt habe, tat ich nur einige Schritte im Vergleich zu dem, was mir noch zu gehen bleibt! So groß ist die Endlosigkeit, dass ich Jahrhunderte lang gehen könnte und noch immer am Anfang stünde.
So viel gibt es über den Göttlichen Willen zu erkennen, dass ich mich, die ich mich in seinem Meer befinde, immer als kleine Unwissende vorkomme, die kaum die Vokale des Göttlichen Willens gelernt hat; und vielleicht werde ich die Konsonanten in der Himmlischen Heimat lernen, die ich bald zu erreichen hoffe.
O, könnte ich doch den ganzen Himmel irgendwie zum Mitleid bewegen, dass meine lange Verbannung endet! Doch im übrigen Fiat! Fiat! Fiat! Mein stets liebenswürdiger Jesus hatte Mitleid mit mir, nahm mich fest in seine Arme und sagte zu mir:
„Gesegnete Tochter, Mut! Betrübe dich nicht zu sehr; einstweilen möge mein Göttlicher Wille dein Himmel sein. Er wird deine Himmlische Heimat auf der Erde sein und es nicht unterlassen, dich zu beglücken und dir die reinen Freuden von hier oben zu gewähren.
Daher kann Er dort, wo Er herrscht, auf vielfache Weisen neue überraschende Freuden und Wonnen schenken, damit die Seele, die Ihn besitzt, ihr Paradies auf Erden genießen kann.
So nimmt Er [vorerst] dominierende Handlungsweisen an, und seine Herrschaft erstreckt sich im Geist, Wort, Herzen, im ganzen Sein des Geschöpfes, selbst in der kleinsten Bewegung. Wie sanft ist seine Herrschaft!
Er ist Herrschaft und Leben, Herrschaft und Macht, Herrschaft und Licht, das sich seinen Weg bahnt. Sein Licht zerstreut die Finsternis, entfernt die Blockaden, die das Gute behindern können, und seine Herrschaft schlägt die Feinde in die Flucht.
Mit einem Wort, die Seele fühlt sich von der Herrschaft des Göttlichen Willens getragen; und während sie von Ihm beherrscht wird, ist sie Herrin über sich selbst, über ihre Akte, und über den Göttlichen Willen selbst.
Dieser herrscht und regiert, und ist zugleich so lieblich, stark und mild, dass Er sich mit der Seele vereint und möchte, dass sie zusammen mit Ihm herrsche, weil seine Herrschaft friedvoll ist und allen Akten der Seele seinen Kuss des herrschenden Friedens gibt.
Dieser liebliche und milde Kuss entzückt den menschlichen Willen und entrückt ihn in den Göttlichen hinein; und sie breiten ihre gemeinsame Herrschaft aus, um das Reich Gottes tief in der Seele aufzurichten.
Für die Seele gibt es nichts, was schöner, teurer, größer und heiliger wäre, als wenn sie die Herrschaft meines Willens in allen Akten und ihrem ganzen Wesen fließen fühlt.
Ich kann behaupten, dass der Himmel hinter der Herrschaft meines Willens im Herzen der Pilger-Seele zurückbleibt. In den Heiligen kann Er nämlich nichts mehr hinzufügen, sondern sie nur ständig glücklich machen.
In der pilgernden Seele jedoch kann Er Werke vollbringen, kann ihr neues Leben eingießen, neue Eroberungen erwerben, um seine Herrschaft noch mehr zu erweitern und auszudehnen.
Die totale Herrschaft meines Göttlichen Willens in der Seele ist unser andauernder Sieg. Wir erringen so viele Siege, wie Er mit seiner Herrschaft Akte in ihr tut; und die Seele bleibt in ihren Akten siegreich über meinen Göttlichen Willen.
Im Himmel jedoch haben Wir nichts zu erobern, da alles Uns gehört, und jeder Selige hat sein [Lebens]Werk zum Zeitpunkt des Todes vollendet.
Deshalb liegt unser eroberndes Wirken auf der Erde in den Pilger-Seelen, und nicht im Himmel, wo Wir weder etwas verlieren noch erringen können.
Wenn sich nun mein Göttlicher Wille seiner totalen Herrschaft in der Seele versichert hat, beginnt Er seine sprechende Handlungsweise. Du musst wissen, dass jedes Wort von Ihm eine Schöpfung ist.
Wo Er regiert, kann Er nicht untätig bleiben, und da Er die schöpferische Kraft besitzt, kann Er nicht sprechen, ohne [zugleich] zu erschaffen.
Doch was erschafft Er? Er möchte Sich selbst im Geschöpf erschaffen und seine göttlichen Eigenschaften zur Schau stellen: Er tut dies Wort für Wort, gleichsam wie Ich bei der Erschaffung des Universums nicht nur ein einziges Wort, sondern so viele Worte aussprach, wie viele verschiedene Dinge Ich erschaffen wollte.
Die Seele kostet Uns mehr als das ganze Universum. Und wenn sich mein Wille seiner Herrschaft sicher ist, hält Er seine Worte nicht mehr zurück, sondern erweitert, sobald die Seele den Akt seines Schöpferwortes aufnimmt, ihre Fassungskraft und bereitet weitere [Worte] vor.
So spricht Er und erschafft [zugleich] das Licht, Er spricht und erschafft die Sanftheit, spricht und erschafft die göttliche Kraft, spricht und kreiert in der Seele seinen Tag des Friedens, spricht und erschafft seine Kenntnisse, jedes seiner Worte kreiert das Gute, das Er besitzt und offenbart.
Sein Wort macht sich zum Ankündiger des Guten, das Er in der Seele erschaffen will. Wer nennt dir den Wert eines einzigen Wortes meines Göttlichen Willens? Wie viele Himmel und Meere an Reichtümern und vielfältigen Schönheiten legt Er nicht in die glückliche Seele, die seine milde und glückliche Herrschaft besitzt?
Nach der Arbeit nun kommt Freude und Glück auf. Mein Wille ist von Natur aus voller unzähliger Freuden. Er sieht die Seele an, die sich zur Verfügung stellte, die Kreation seiner Worte aufzunehmen und ist so glücklich zu sehen, dass jede Schöpfung, welche die Seele empfangen hat, endlose Freude und Wonne gebiert!
So geht Er vom sprechenden zum beseligenden Modus über. Damit sich die Seele noch mehr erfreuen kann, stellt Er sich nicht abseits, sondern erfreut sich zusammen mit ihr; zur Vermehrung ihrer Freude erklärt Er ihr ständig die Natur und Vielfalt der Wonnen, die Er in ihr erschaffen hat, bloß weil Er sie liebt und glücklich sehen will.
Da aber die Freuden und Seligkeiten nicht voll sind und abzusterben scheinen, wenn sie allein sind, so bleibe Ich bei dir, um dich stets beseligen und dir neue Seligkeiten mit dem Werk meines schöpferischen Wortes bereiten zu können.
Daher ist unser einziges Fest und Glück auf Erden die Seele, die sich von der Herrschaft meines Höchsten Willens besitzen lässt. In ihr finden unser Wort, unser Leben und unsere Freuden ihren Platz.
Das Werk unserer Schöpferhände ist sozusagen in der von unserer unendlichen Weisheit festgesetzten Ordnung, d.h. in unserem Göttlichen Willen – die Seele ist an ihrem Ehrenplatz. Wer sich hingegen vom menschlichen Willen beherrschen lässt, ist in Unordnung und die ständige Schmach für unser Schöpfungswerk.
Sei also aufmerksam, meine Tochter, und mache Den glücklich, Der dich in Zeit und Ewigkeit glücklich machen will.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 12. Januar 1932 (2. Teil))

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… „Kleine Tochter meines Willens, du lässt dich zu sehr niederdrücken, und das gefällt Mir nicht. Wenn du inmitten meiner vielen Güter traurig bist, zeigt dies, dass du mehr auf dich selbst schaust als auf die Güter, die dein Jesus dir gegeben hat.
Daraus erkennt man, dass du die Geschenke und Güter deines Jesus noch nicht gut verstanden hast. Du musst wissen, dass jedes meiner Worte ein Geschenk ist, und daher ein großes Gut einschließt.
Mein Wort hat nämlich die schöpferische, kommunikative und heranbildende Kraft, und sobald es von Uns ausgesprochen wird, bildet es einen neuen Schatz, den Wir der Seele schenken.
Du siehst also: wie viele Worte Ich zu dir sprach und wie viele Wahrheiten Ich dich erkennen ließ, so viele Güter schenkte Ich dir. Diese Gaben schließen göttliche Güter ein, die alle voneinander verschieden sind.
Alles liegt darin beschlossen, dass von Uns das Wort ausgeht, in dem das Gut gebildet wird, das Wir aus Uns hervorströmen lassen wollen.
Wenn dieses Gut hervorgegangen ist, wird es mit Gewissheit unter den Menschen lebendig werden, da diese Gaben von unserer schöpferischen Macht belebt und gebildet, und im Inneren unseres eigenen Wortes bewahrt wurden, um das Gut sicherzustellen, das Wir geben wollen.
Unser Wort wird Himmel und Erde bewegen, um die Frucht des Guten zu spenden, die es besitzt. Nun, meine Tochter, sollst du weitere überraschende Wirkungen unserer Worte kennenlernen.
Angenommen, Ich spreche zu dir über meine Heiligkeit; dieses mein Wort enthält die Gabe der göttlichen Heiligkeit, die Ich der Seele geben möchte – stets soweit es für ein Geschöpf möglich ist.
Spreche Ich von der göttlichen Güte, so schließt mein Wort die Gabe der Güte ein. Spreche Ich vom Göttlichen Willen, enthält es die Gabe unseres Willens. Kurzum, was unser Wort an Schönem, Gutem, Großem, Heiligem aussagt – diese Gabe enthält es.
Vernimm nun eine Facette unserer liebenden Kunstgriffe – es ist so, als gäben Wir Uns nie damit zufrieden, stets neue Erfindungen der Liebe zu machen, die Wir den Menschen geben können.
Wenn also unser Wort „Heiligkeit“ besagt, ist es, weil Wir die Gabe unserer göttlichen Heiligkeit geben wollen, damit die Seele unserer Heiligkeit gleichkomme und mit Uns wetteifern kann.
Wie groß ist unsere Freude, wenn Wir unsere göttliche Heiligkeit in der Seele wirken sehen und Wir sie sagen hören: ‘Ich fühle die Heiligkeit meines Schöpfers in mich eingeprägt.
O, wie glücklich bin ich, Ihn mit seiner eigenen Heiligkeit lieben zu können!’ O, dann gerät unsere Liebe gleichsam in den Wahn und ergießt sich so überschwänglich über die Seele, dass Wir bis zum Übermaß gehen.
Wenn nun unser Wort ‚Güte‘, oder ‚Göttlicher Wille‘ besagt, heißt dies, dass Wir die Gabe unserer Güte und des Göttlichen Willens schenken möchten, damit die Seele unserer Güte und unserem Willen gleichkommen und dem Wettstreit mit ihrem Höchsten Wesen standhalten kann.
Du kannst unser Glück nicht begreifen, die Seele mit unseren eigenen Göttlichen Eigenschaften beschenkt zu sehen, deren Träger unser Wort ist. Nun, es ist unsere Angewohnheit, unser Wort an eine Seele zu richten.
Und die Fruchtbarkeit, Macht und Lichtfülle des Wortes aber sind so groß, dass es wie die Sonne, die Wir mit einem Wort schufen, mit einem Lichtstrahl alle erleuchtet und das dem Licht innewohnende Gute spendet.
Warum also bekümmerst du dich dann, wenn du siehst, dass dein Jesus dir mittels seines Wort Gabe um Gabe schenkt? Und diese Gaben werden nicht nur in dir lebendig sein, sondern auch in vielen anderen Seelen, da sie die generierende Kraft besitzen: sie geben und zeugen, um neuerlich zu geben und zu zeugen.
Unsere Worte sind eine Frucht unseres Schoßes, daher sind es unsere Söhne und tragen als Söhne das Gute, das in ihrem Vater gezeugt wurde.
Statt traurig zu sein, denke eher an die neuen Überraschungen, die dir dein Jesus mit seinen göttlichen Worten bereiten möchte, um dich für den Empfang einer so großen Wohltat zu disponieren.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 31; 24. Juli 1932)