7bIn jener Zeit begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden: 11Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er. 12Seit den Tagen Johannes‘ des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich.
13Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz über diese Dinge geweissagt. 14Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll. 15Wer Ohren hat, der höre!

„Der Kleinste im Himmelreich ist größer als er“ (Mt 11,11)

Ich gab mich ganz den Armen meines süßen Jesus hin und sah während des Gebetes meine arme Seele winzig klein, von äußerster Kleinheit und dachte mir:
„Wie klein bin ich doch! Jesus sagte mit Recht, dass ich die Kleinste von allen war! Ich würde wirklich gerne wissen, ob ich unter allen die Kleinste bin…”
Als ich dies nun dachte, bewegte sich mein stets liebenswürdiger Jesus in meinem Inneren und zeigte sich mir, wie Er diese Kleine in seine Arme nahm und fest an sein Herz drückte; jene ließ mit sich geschehen, was Jesus wollte, und Er sagte zu mir:
„Meine liebe Kleine! Ich habe dich als ganz Kleine auserwählt, da die Kleinen einen tun lassen, was immer man will. Sie gehen nicht selber, sondern lassen sich führen, sie fürchten vielmehr, ihre Schritte alleine zu setzen.
Wenn sie Geschenke erhalten, fühlen sie sich unfähig, sie zu bewahren und legen sie der Mama in den Schoß. Die Kleinen sind von allem losgelöst und kümmern sich nicht darum, ob sie reich oder arm sind und sorgen sich um nichts.
O, wie schön ist das Kindesalter, voller Gnade, Schönheit und Frische! Je größer daher das Werk ist, das Ich in einer Seele tun will, eine umso kleinere Seele erwähle Ich.
Mir gefällt die kindliche Frische und Schönheit sehr – so sehr, dass Ich die erwählten Seelen in der Kleinheit des Nichts, von dem sie ausgegangen sind, bewahre. Nichts Eigenes lasse Ich in sie eindringen, damit sie ihre Kleinheit nicht verlieren und die ursprüngliche Frische und göttliche Schönheit bewahren.”
Als ich das hörte, sagte ich: „Jesus, meine Liebe, mir scheint, dass ich sehr schlecht und deswegen so klein bin; und Du sagst mir, dass Du mich sehr liebst, weil ich klein bin, wie kann das sein?”
Und Jesus erwiderte: „Meine Kleine, in die wahrhaft Kleinen kann keine Schlechtigkeit eindringen. Weißt du, wann das Böse eindringt und zu wachsen beginnt? Wenn der eigene Wille anfängt, ins Spiel zu kommen.
Sobald er auftritt, beginnt das Geschöpf, sich [mit ihm] zu füllen und aus sich selbst zu leben; ‚das Alles‘ verlässt die Kleinheit des Geschöpfes, und es kommt ihm vor, als würde seine Kleinheit anwachsen, doch diese ‚Größe’ ist nur zu bedauern; da Gott nicht vollständig in ihm lebt, entfernt es sich von seinem Ursprung, entehrt seine Herkunft und verliert das Licht, die Schönheit, Heiligkeit und Frische seines Schöpfers.
Der Mensch scheint vor sich selbst und vielleicht auch vor den anderen größer zu werden, doch vor Mir – o, wie wird er da kleiner! Diese Seele mag vielleicht auch groß werden, doch wird sie nie meine bevorzugt geliebte Kleine sein, die Ich, ergriffen von Liebe zu ihr, mit Mir Selbst anfülle, damit sie so bleibt, wie Ich sie erschaffen habe, und sie zu der Größten mache, der niemand anderer gleichen kann.
So handelte Ich an meiner Himmlischen Mutter, die unter allen Generationen die Kleinste ist, denn nie handelte ihr Wille in ihr, sondern stets mein Ewiger Wille, und Dieser bewahrte sie nicht nur klein, schön, frisch, wie sie von Uns ausgegangen war, sondern machte sie zur Größten von allen.
O, wie schön war sie, klein in sich selbst, doch groß und allen überlegen durch Uns selbst! Nur wegen ihrer Kleinheit wurde sie zur Erhabenheit der Mutter Dessen erhoben, Der sie geschaffen hatte.
Wie du also siehst, liegt alles Gute des Menschen darin beschlossen, dass er meinen Willen tut, und alles Übel, dass er den seinen tut.
Für mein erlösendes Kommen auf die Erde erwählte Ich daher meine Mutter, weil sie klein war, und gebrauchte sie als Kanal, durch den Ich alle Güter und Früchte der Erlösung auf die Menschheit herabsteigen lassen wollte.
Damit nun mein Wille bekannt werde und sich der Himmel auftue, damit Er auf die Erde herabsteige und hier wie im Himmel regiere, musste Ich eine andere Kleine unter allen Geschlechtern auswählen.
Da dies das größte Werk ist, das Ich tun will – nämlich den Menschen in seinem Ursprung wiederherzustellen, von dem er ausging, ihm jenen Göttlichen Willen wieder zu öffnen, den er zurückwies, ihm meine Arme zu öffnen und ihn von neuem im Schoß meines Willens zu empfangen – ruft meine unendliche Weisheit die Kleinste aus dem Nichts.
Es war gerecht, dass sie klein war; wenn Ich eine Kleine gleichsam an den Anfang der Erlösung setzte, musste Ich eine andere Kleine an die Spitze des [Werkes des] „FIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden” setzen.
Zwischen zwei Kleinen sollte Ich den Zweck der Erschaffung des Menschen einschließen und meine Pläne mit ihm verwirklichen; mittels der Einen sollte Ich ihn erlösen, mit meinem Blut von seiner Hässlichkeit reinwaschen und ihm Vergebung gewähren.
Mittels der Anderen sollte er zu seinem Ursprung und Anfang zurückkehren, zu seinem verlorenen Adel, zu den von ihm zerbrochenen Verbindungen mit meinem Willen und ihn von neuem zum Lächeln meines Ewigen Willens zulassen, damit sich sein und mein Wille gegenseitig den Kuss geben und der eine das Leben des anderen sein mögen.
Dies allein war der Zweck der Erschaffung des Menschen, und niemand wird sich dem entgegensetzen können, was Ich beschlossen habe.
Jahrhunderte um Jahrhunderte werden vergehen, wie bei der Erlösung, so auch hier bei diesem Werk, doch der Mensch wird [schließlich] in meine Arme zurückkehren, wie er von Mir erschaffen wurde.
Aber dafür muss Ich zuerst jene erwählen, die als Erste in meinem Ewigen Willen leben soll, muss in ihr alle Beziehungen der Schöpfung verknüpfen und mit ihr leben, ohne dass es einen Riss zwischen unseren Willen gäbe, vielmehr sind ihr Wille und der Unsere nur einer.
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass sie die Kleinste sei, die Wir erschaffen damit sie, wenn sie sich so klein sieht, vor ihrem [eigenen] Willen fliehe, ja ihn vielmehr so fest an den Unsrigen binde, um nie den ihren zu tun, und – wenn sie auch klein ist – gemeinsam mit Uns lebe, mit dem Hauch des Atems, mit den Wir den Menschen erschufen.
Unser Wille bewahrt sie frisch, schön, und sie stellt unser Lächeln, unsere Unterhaltung dar, Wir tun mit ihr, was immer Wir möchten.
O, wie glücklich ist sie, und indem sie ihre Kleinheit und ihr glückliches Los genießt, wird sie über ihre Brüder weinen und sich mit nichts anderem beschäftigen, als dass sie Uns, im Namen aller und für jeden einzelnen, für das Unrecht entschädigt, das sie begehen, wenn sie sich von unserem Willen zurückziehen.
Die Tränen einer Seele, die in unserem Willen lebt, werden mächtig sein, umso mehr, da sie nichts will, als was Wir wollen, und Wir werden durch sie, neben dem Kanal der Erlösung, den zweiten Kanal des „FIAT VOLUNTAS TUA wie im Himmel so auf Erden” öffnen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 16; 10. November 1923)

„Wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich“ (Mt 11,12)

Ich war weiter in meiner gewohnten Hingabe an das Göttliche Fiat und war bekümmert wegen der Beraubungen meines süßen Jesus. O, wie seufzte meine arme Seele unter der unendlichen Last eines Schmerzes, der alle geschaffenen Dingen [zu mir] sprechen lässt: ‘Wo ist dein Jesus, der dich so sehr geliebt hat?
Ach, du fühlst, dass Er alles erhält, du berührst seine Schönheit, die Er in der ganzen Schöpfung ausgestreut hat, du siehst seine Unermesslichkeit, die du nicht erreichen kannst.
Du siehst nur die Spuren seiner Schritte, die Er im Vorübergehen allen Dingen eingeprägt hat, die Er erschaffen hat; doch Er Selbst ist nicht da. Und du läufst, suchst nach Ihm, und wir wollen dich begleiten, mit dir gemeinsam seufzen, damit du Den findest, Den du suchst.’
Und ich höre, wie alle mit kummervollem Akzent zu mir über Jesus sprechen. Dies hallt wider in meinem armen Herzen, das von unaussprechlichem Leid gemartert wird. Dieses Gefühl war so stark, als wollte ich aus meinem gewohnten Zustand heraustreten.
Doch währenddessen überraschte mich mein liebenswürdiger und guter Jesus, schlang seine Arme um meinen Hals und sagte zu mir:  “Meine Tochter, was ist los? Was fehlt dir? Beruhige dich, beruhige dich. Wie, willst du etwa das Heer meines Göttlichen Willens verlassen? Schau, welch geordnete, beeindruckende und große Armee das ist, die in deiner Seele aufgereiht ist, sodass du nicht leicht heraustreten kannst.
Doch weißt du, was diese Armee ist? Es sind alle Wahrheiten über meinen Göttlichen Willen. Da Er nämlich seinen Königspalast in dir errichtet hat, konnte Er nicht ohne seine Armee sein, und es wäre auch nicht gebührend für Ihn gewesen.
Diese Armee haben Wir aus unserem Göttlichen Schoß als Geleit und Verteidigung hervortreten lassen. Sie steht ganz bereit, um allen bekannt zu machen, wer unser Fiat, ihr Göttlicher König ist, und wie Er mit seinem ganzen himmlischen Heer mitten unter die Völker herabsteigen möchte, um den menschlichen Willen zu bekriegen.
Doch nicht mit todbringenden Waffen – denn im Himmel gibt es diese tödlichen Waffen nicht – sondern mit Waffen aus Licht, die darum kämpfen, das Leben meines Willens in den Seelen zu bilden.
Nun, du musst wissen, dass die Waffen dieser Armee, die in meinem Göttlichen Willen getanen Akte sind. Sieh, wie schön sie ist! Der Königspalast ist das Licht meines Fiat!
Der gebietende König ist mein Wille, das Ministerium die Heiligste Dreifaltigkeit. Die Armee die Wahrheiten über Ihn, die Waffen sind deine in Ihm getanen Akte.
In der Tat, als du nämlich das Glück hattest, eine Wahrheit über Ihn zu erkennen und in seiner Kraft wirktest, hast du in meinem Fiat die Waffen in den Händen einer jeden Wahrheit gebildet, um anderen Seelen sein Leben weiter zu geben. Doch das ist noch nicht alles: Jede Kenntnis besitzt eine eigene, von der anderen, verschiedene Waffe.
So hat jede Wahrheit, die Ich dir über meinen Göttlichen Willen offenbarte, eine eigene und besondere Waffe: die eine besitzt die Waffe des Lichts, um den Keim meines Fiat mit Licht zu bescheinen, zu wärmen und fruchtbar zu machen; eine andere besitzt die Waffe der erobernden Macht, die herrscht und befiehlt; eine andere die Waffe der Schönheit, die bezaubert und erobert; eine andere die Waffe der Weisheit, die ordnet und verfügt; wieder eine andere die Waffe der Liebe, die brennt, umwandelt und verzehrt, eine andere die Waffe der Stärke, die überwältigt, sterben und in meinem Göttlichen Willen wieder auferstehen lässt.
Mit einem Wort, jede meiner Kenntnisse ist ein göttlicher Soldat, dem du, indem er sich deiner Seele zur Kenntnis gebracht hat, die Waffe für den besonderen Dienst in die Hände gelegt hast, den ein jeder besitzt.
Schau, welche Ordnung diese Soldaten einhalten, wie aufmerksam sie in ihrem Dienst und in der Handhabung ihrer Waffe sind, die jeder von ihnen besitzt, um das Volk des Reiches meines Göttlichen Fiat zu disponieren und zu formen!
Dieses Heer und diese Waffen besitzen die wunderbare Eigenschaft, dass sie unendlich sind, und zwar so, dass sie sich überall ausbreiten. Wo immer es in den Seelen Licht gibt, sei es auch ein kleines, kämpfen sie mit Waffen des Lichts gegen die Finsternis des menschlichen Willens, um ihn in den Schatten zu stellen und der Seele das Leben meines Fiats zu schenken.
Wo immer ein Keim von Macht oder Stärke ist, dort eilt der kleine göttliche Soldat mit seiner Waffe der Macht und Stärke hin, um die menschliche Macht und Stärke zu bekämpfen und die Macht und Stärke meines Göttlichen Willens wieder erstehen zu lassen.
Allen menschlichen Akten hält diese Armee die entgegengesetzte Waffe entgegen, um sie zu bekämpfen und den Akt meines Göttlichen Willens wieder über dem menschlichen Akt auferstehen zu lassen.
Daher, meine Tochter, ist es nötig, dass du in meinem Göttlichen Willen bleibst, um mit deinen in Ihm verrichteten Akten ausreichende Waffen für die große Armee seiner Wahrheiten bereitzustellen.
Wenn du wüsstest, wie sehnsüchtig diese Armee die Waffen deiner Akte in ihren Händen erwartet, um den menschlichen Willen zu bekriegen, sein armseliges Reich zu zerstören und unser Reich des Lichtes, der Heiligkeit und der Seligkeit aufzubauen!
Umso mehr, da Ich mit dir bin, im großen Königspalast meines Göttlichen Willens, mitten unter meiner Armee, mit dem ständigen Rat des Ministeriums der Göttlichen Personen – als „Reproduzierer“ unserer Werke.
Denn Wir sind ein stets wirkendes Wesen, und wo Wir sind, dort möchten Wir immer und unaufhörlich wirken. Daher musst du stets in unserem Fiat bleiben und dich mit Uns in unserem kontinuierlichen Wirken vereinigen und Uns ermöglichen, immer in dir zu wirken.
Genau dies ist nämlich das Zeichen des göttlichen Wirkens: immer zu wirken – stets und unaufhörlich.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 26; 16. Mai 1929)

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… „Meine Tochter, wer in meinem Willen lebt, wird zum Friedensstifter zwischen Gott und Mensch. All seine Akte, Worte, Schritte, Gebete und kleinen Op-fer gleichen vielen Friedensbanden zwischen Himmel und Erde, Waffen des Friedens, mit denen er gegen seinen Schöpfer wie mit Waffen des Friedens und der Liebe kämpft, um Ihn zu entwaffnen, gnädig zu stimmen und die Geißeln in Barmherzigkeit umzuwandeln.
Wie der menschliche Wille Krieg führte, um seinen Schöpfer zu bekriegen – und nicht nur das, sondern auch die Harmonie, die Ordnung und den Frieden zerbrach, so verwandelt mein in der Seele herrschender Wille mit der Kraft seiner Allmacht die Akte der Seele in Bande der Harmonie, der Ordnung, des Friedens und der Liebe.
So geht aus der Seele gleichsam eine kleine weiße Wolke hervor, die sich erhebt, sich ausbreitet und sogar bis zum göttlichen Thron emporsteigt, und in so viele Stimmen ausbricht, wie sie Akte getan hat, die sprechen: ‘Großer Gott, ich bringe Dir Frieden von der Erde, und Du gib mir deinen Frieden, um ihn als Friedensband zwischen Dir und den Menschengeschlechtern zu bringen.’
Diese kleine Wolke steigt immer wieder auf und nieder und handelt als Friedensstifterin zwischen Himmel und Erde.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläu-figer deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 29; 13. Juli 1931)

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… „Meine Tochter, wenn mein Göttlicher Wille angerufen wird, entfernt Er im Akt des Geschöpfes die Härte (Rauheit) des menschlichen Willens.
Er mildert (versüßt) seine Verhaltensweisen, drängt die gewalttätigen Manieren zurück und wärmt mit seinem Licht die von der Kälte des menschlichen Willens erstarrten Werke.
Die Seele also, die in meinem Göttlichen Willen lebt, bereitet den Menschengeschlechtern die vorausgehende Gnade, Ihn zu erkennen. Jeder ihrer Akte in Ihm sind Stufen, auf denen zuerst sie selbst und dann die Menschen zu den Kenntnissen über das Höchste Fiat aufsteigen können.
So verleiht mein Göttlicher Wille dieser in Ihm lebenden Seele die Eigenschaften einer Mutter und die Aufgabe, vor Gott und den Geschöpfen den Dienst einer wahren Mutter auszuüben.
Du siehst daher, wie nötig deine Akte in meinem Willen sind, um eine lange Treppe bis zum Himmel hinauf zu bilden. Diese tut mit ihrer eigenen göttlichen Macht dem Himmel Gewalt an, dass mein Fiat auf die Erde herabsteige, dort sein Reich errichte und das erste Volk auf dieser Treppe vorfinde, das Es aufnimmt und in ihrer Mitte herrschen lässt.
Ohne Treppe kann man nicht hinaufsteigen, deshalb muss eine Seele sie errichten, damit die anderen hinaufgehen können. Damit diese Seele dazu gewillt sei, müssen Wir ihr das Mutteramt übertragen, welches die Geschöpfe als ihre, ihr von meinem Göttlichen Willen geschenkten Kinder liebt.
Somit nimmt sie ihren Auftrag an und hält weder Mühen noch Opfer zurück, und schont, wenn nötig, sogar ihr eigenes Leben nicht: aus Liebe zu diesen Kindern, zumal mein Göttlicher Wille, der ihr das Mutteramt verleiht, diese Seele mit mütterlicher Liebe ausstattet und sie im eigenen Herzen diese Kinder verspüren lässt.
Er schenkt ihr göttliche und menschliche Zärtlichkeit, um Gott und die Geschöpfe zu besiegen und zu vereinen, damit diese seinen Göttlichen Willen tun. Es gibt keine größere Ehre für das Geschöpf, als wenn Wir ihm die Mutterschaft schenken.
Diese ist Trägerin von Generationen, und Wir geben ihr die Gnaden, sich unser bevorzugtes Volk heranzubilden. Obwohl Mutterschaft Leid bedeutet, wird sie die ganz göttliche Freude empfinden, zu sehen, wie aus dem Leiden die Kinder meines Willens hervorgehen.
Wiederhole daher stets deine Akte und weiche nicht zurück. Der Rückzug ist Feiglingen, Faulen und Unbeständigen eigen, nicht den Starken, noch weniger den Kindern meines Willens.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 24. Januar 1932)