7In jener Zeit zog sich Jesus mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm. Auch aus Judäa, 8aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat.
9Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde. 10Denn er heilte viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.
11Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes! 12Er aber verbot ihnen streng, bekannt zu machen, wer er sei.

„Er heilte viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren“ (Mk 3,10)

… „Meine Tochter, alle Zeiten sind in meinen Händen, Ich gebe, wem Ich will, und Ich gebrauche, wen Ich will. Ich hätte sehr wohl die Seligkeit auf die Erde bringen können, die mein Wille enthält, doch Ich fand keinen menschlichen Willen, der ein ständiges Leben in dem Meinigen hätte führen wollen, um die Bande der Schöpfung wieder zu verknüpfen und Mir alle Akte des ersten Menschen zurückzugeben, wie wenn er sie alle, mit meinem Höchsten Willen besiegelt, vollbracht hätte, und so die verlorene Seligkeit [wieder] ins Spiel zu bringen.
Es stimmt, dass Ich meine teure Mutter hatte, doch sie sollte gemeinsam mit Mir an der Erlösung mitwirken. Der Mensch war zudem ein Sklave, von seinen eigenen Sünden gefangen, krank, mit den abstoßendsten Wunden bedeckt, und Ich kam als liebender Vater, um mein Blut zu seiner Rettung zu vergießen, als Arzt, um ihn zu heilen, als Lehrmeister, um ihm den Weg – den Ausweg – aufzuzeigen, damit er nicht in die Hölle stürze.
Der arme Kranke, wie hätte er sich in den ewigen Aufschwüngen meines Willens ausbreiten können, wenn er nicht einmal gehen konnte? Hätte Ich ihm die Seligkeit schenken wollen, die mein Wille enthält, so wäre es so, als gäbe man sie den Toten, und lasse sie mit Füßen treten.
Er war nicht bereit für den Empfang einer solchen Wohltat, und daher wollte Ich das Gebet lehren, um ihn vorzubereiten; Ich begnügte Mich damit, auf künftige Zeitalter zu warten und viele Jahrhunderte vergehen zu lassen, um das Leben in meinem Willen bekannt zu machen und den Anfang für diese Seligkeit zu setzen.”
Und ich: „Meine Liebe, wenn durch deine Erlösung nicht alle gerettet werden, wie kann dann dein Wille allen diese Seligkeit verleihen?”
Und Jesus: „Der Mensch wird immer frei sein, Ich werde ihm nie die bei seiner Erschaffung verliehenen Rechte wegnehmen. Es ist bloß so, dass Ich bei der Erlösung kam, um viele Wege, Pfade und Abkürzungen zu eröffnen, um dem Menschen die Rettung und Heiligung zu erleichtern, während Ich mit meinem Willen den königlichen und direkten Weg auftun möchte, der zur Heiligkeit der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer führt und die wahre Seligkeit enthält.
Dennoch werden sie stets frei sein, auf dem königlichen Weg, oder auf den kleinen Pfaden oder außerhalb von alldem zu gehen. Es wird jedoch in der Welt etwas geben, was heute noch nicht ist: die Glückseligkeit des Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden…“. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 15; 25. April 1923)

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… „Liebste Tochter meines Göttlichen Willens, mein Göttlicher Wille ist von sich aus ein kontinuierliches Wunder. Sich in die Niedrigkeit des geschöpflichen Willens hinab zu begeben, um dort seinen Akt zu bilden, ist das größte Wunder, das niemand anderer tun kann.
Er kann überall eindringen und alles erfüllen, und mit seinem Licht-Kuss entzückt Er den Akt der Seele, bewegt ihn und wandelt ihn um. Er gleicht ihn [Sich] an und schafft mit seiner wundertätigen Kraft seinen Akt im Akt der Seele, ohne ihren Akt zu zerstören. Vielmehr benützt Er diesen Raum [ihres Aktes], um seinen eigenen Akt hier einzupflanzen und Er benützt [auch] den leeren Platz, um dort sein Leben heranzubilden.
Nach außen sieht man also den menschlichen Akt, innen aber die Wunderwerke, die Heiligkeit und das große Wunder des göttlichen Aktes. Die Seele also, die meinen Willen tut und in Ihm lebt, braucht keine Wunder tun, da sie unter dem Strom der Wunder meines Willens lebt.
Sie besitzt in sich selbst die Quelle und den Brunnen, der die Seele in die wundertätige Eigenschaft meines Göttlichen Willens umwandelt. So entdeckt man in ihr das Wunder der unbesiegbaren Geduld, der immerwährenden Liebe zu Gott und des ständigen unermüdlichen Gebetes.
Und wenn man Leiden sieht, dann sind es Wunder der Eroberungen, der Triumphe, der Herrlichkeit, welche die Seele in ihren Leiden einschließt. An der Seele, die in meinem Willen lebt, möchte Er das Wunder des göttlichen Heroismus wirken.
Er will in ihre Leiden unendliches Gewicht und unermesslichen Wert legen und sie mit dem Siegel der Leiden deines Jesus prägen und bezeichnen. Du musst wissen, meine Tochter, dass unsere Liebe zur Seele, die im Göttlichen Willen lebt, so groß ist, dass Wir ihr alles schenken, was Wir in der Schöpfung und Erlösung getan haben.
Und sie macht sich alles zu eigen, was Uns gehört…“. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 32; 25. Mai 1933)

„Er aber verbot ihnen streng, bekannt zu machen, wer er sei“ (Mk 3,12)

Ich bin weiterhin in meinem armen Zustand, und der gebenedeite Jesus schweigt; als ich diesen Morgen mehr denn je bedrückt war, sprach Er bei seinem Kommen:
„Meine Tochter, es waren nicht meine Werke, noch mein Predigen, noch die Macht meiner Wunder, die Mich mit Klarheit als den Gott, der Ich Bin, erkennbar machten, sondern als Ich auf das Kreuz gelegt und auf ihm erhöht wurde wie auf meinem eigenen Thron, da wurde Ich als Gott anerkannt.
So hat allein das Kreuz der Welt und der ganzen Hölle geoffenbart, Wer Ich wirklich war. Alle waren erschüttert und erkannten ihren Schöpfer. Daher ist es das Kreuz, das Gott der Seele offenbart, und erkennen lässt, ob die Seele wirklich von Gott ist. Man kann sagen, dass das Kreuz alle innersten Bereiche der Seele enthüllt und Gott und den Menschen offenbart, wer sie ist.“
Dann fügte Er hinzu: „Auf zwei Kreuzen verzehre Ich die Seelen: eines ist das der Schmerzen, das andere ist jenes der Liebe.
Und wie Mich im Himmel alle neun Chöre der Engel lieben, obwohl jeder seine besondere Aufgabe hat – wie z.B. der besondere Dienst der Seraphim die Liebe ist, und ihr Chor weiter vorne angeordnet ist, damit sie das Echo meiner Liebe empfangen können, sodass meine und ihre Liebe, einander [gleichsam mit Pfeilen] durchdringend, ständig übereinstimmen – so teile Ich den Seelen auf Erden ihre bestimmten Aufgaben zu: aus manchen mache Ich Märtyrer des Leidens und aus manchen solche der Liebe, wobei beide [Arten] geschickte Meister sind, die Seelen zu opfern und sie meines Wohlgefallens würdig zu machen.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 4; 8. März 1901)