Freitag der 17. Woche im Jahreskreis (Mt 13,54-58)
54In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da staunten alle und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun? 55Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder?
56Leben nicht alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles? 57Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie. 58Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder.
„Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun? Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns?“ (Mt 13, 54+55)
… Danach folgte ich dem Göttlichen Willen in der Inkarnation des Wortes, um meine Liebe, Anbetung und Danksagung in diesen so feierlichen Akt voll Zärtlichkeit und übergroßer Liebe zu legen.
Dieser Akt ist so groß, dass Himmel und Erde zitternd verstummten und keine würdigen Worte für die Huldigung einer so erstaunlichen und übergroßen Liebe fanden. Da sprach mein guter Jesus mit einer Zärtlichkeit, die mir das Herz brechen wollte, zu mir:
„Liebste Tochter, bei meiner Menschwerdung war die Liebe so groß, dass sich die Himmel herabneigten und die Erde erhob. Hätten sich die Himmel nicht herabgelassen, so hätte sich die Erde nicht erheben können.
Es war der Himmel unseres Höchsten Seins, der vom Übermaß der größten, unerhörtesten Liebe ergriffen, sich neigte, die Erde küsste, sie zu sich erhob und sich [aus ihr] das Kleid meiner Menschheit bildete.
Er tat dies, um sich zu bedecken, zu verbergen, sich mit ihr zu vereinigen, und ein gemeinsames Leben mit ihr zu führen. Indem meine Gottheit nicht nur einen einzigen Akt der überschwänglichen Liebe, sondern eine Kette ständiger Übermaße vollbrachte, schränkte sie meine Unermesslichkeit in den kleinen Umkreis meiner Menschheit ein.
In Mir waren die Macht, Unermesslichkeit und Stärke die eigene Natur, und sie in Anspruch zu nehmen, hätte Mich nichts gekostet.
Was Mich jedoch viel kostete, war dies, dass Ich meine Unermesslichkeit in meine Menschheit einschränken musste, als hätte Ich weder Macht noch Stärke, während sie doch mit Mir und unzertrennlich von Mir waren; und dass Ich Mich den kleinen Akten meiner Menschheit anpassen musste, und zwar nur aus Liebe, nicht weil Ich nicht anders konnte.
Daher stieg Ich in alle menschlichen Akte herab, um sie zu erheben und ihnen die göttliche Form und Ordnung zu verleihen. Der Mensch hatte mit dem Tun seines eigenen Willens die göttliche Weise und Ordnung in sich zerstört.
Meine mit meiner Menschheit bedeckte Gottheit sollte das wiederherstellen, was der Mensch zerstört hatte. Kann es eine größere Liebe gegen ein so undankbares Geschöpf geben?“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 26. März 1933)
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… „Selbst meine Gottheit verschleierte sich, als sie vom Himmel auf die Erde herniederstieg, mit meiner Menschheit. O, hätten die Menschen meinen Willen als ihr Leben besessen, so hätten sie Mich sofort erkannt, weil Er selbst ihnen enthüllt hätte, wer Ich war!
Mein Wille im Geschöpf und derselbe Göttliche Wille in Mir hätten einander sofort erkannt und geliebt. Die Menschen hätten Mich in Scharen umgeben und sich nicht von Mir trennen können, sondern Mich – verhüllt unter einer [ihnen] ähnlichen [menschlichen] Hülle – als Ewiges Wort erkannt, als Den, der sie so liebte, dass Er sich als einer von ihnen kleidete.
Ich hätte Mich nicht offenbaren müssen, denn mein in ihnen wohnender Wille hätte Mich offenbart, und Ich hätte Mich auch nicht verbergen können. Stattdessen musste Ich ihnen sagen, wer Ich war, und wie viele glaubten Mir [dennoch] nicht?
Deshalb ist alles verschleiert, solange mein Wille nicht in den Geschöpfen herrscht. Selbst die Sakramente, die Ich ihnen mehr als eine neue Schöpfung mit so großer Liebe in meiner Kirche hinterließ, sind für sie verhüllt.
Wie viele Überraschungen, wie viele schöne Geheimnisse und wunderbare Dinge werden durch eine verschleierte Pupille daran gehindert, gesehen und verkostet zu werden; umso mehr, als diese Hülle vom menschlichen Willen gebildet wird, der die Menschen daran hindert, die Dinge zu sehen, wie sie in sich selbst sind!
Daher wird mein Wille, wenn Er in den Geschöpfen als Leben herrscht, diesen Schleier entfernen und alle Dinge werden enthüllt werden (Jes. 25,7); dann werden sie die Zärtlichkeit, die Küsse und liebevollen Umarmungen erkennen, die Wir ihnen durch die geschaffenen Dinge erweisen.
In jedem geschaffenen Ding werden sie unseren feurigen Herzschlag fühlen, der sie liebt. Sie werden in den Sakramenten unser Leben fließen sehen, das sich ihnen ständig schenken möchte, und sie werden das Verlangen verspüren, sich Uns hinzugeben.
Dies wird das große Wunder sein, das mein Göttlicher Wille wirken wird: Er wird alle Schleier zerreißen, unerhörte Gnaden in Überfülle ausspenden und von den Seelen als sein eigenes Leben Besitz ergreifen, auf eine Weise, dass niemand Ihm widerstehen kann: so wird Er sein Reich auf Erden haben.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 33; 24. November 1935)
„Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie“ (Mt 13,57)
… „Meine Tochter, um meinen Thron herum ist ein leerer Raum, und dieser leere Raum muss mit jener Herrlichkeit erfüllt werden, welche die Schöpfung Mir schuldet.
Wer Mich also von den anderen Geschöpfen verachtet sieht und Mich ehrt, nicht nur für sich selbst, sondern auch für die anderen, bewirkt, dass aus diesem leeren Raum wieder Ehre für Mich hervorgeht. Wenn er sieht, dass Ich nicht geliebt werde und er Mich liebt, lässt er die Liebe für Mich wiederaufleben.
Wenn er sieht, dass Ich die Geschöpfe mit Wohltaten überhäufe, während sie undankbar sind und Mir nicht einmal danken, er aber Mir dankt, als wären diese Wohltaten ihm erwiesen worden und sich dafür bei Mir erkenntlich zeigt, dann lässt er für Mich die Blume der Dankbarkeit und Danksagung in diesem Leerraum wieder aufkeimen; und so ist es auch mit allem Übrigen, das die Schöpfung Mir schuldet, Mir aber mit schwarzer Undankbarkeit verweigert.
Da nun all dies ein Ausfluss der Liebe der Seele ist, die Mir nicht nur das gibt, was sie Mir ihrer selbst wegen schuldet – und was von ihr überströmt, das tut sie für Mich im Namen der anderen – und da die Herrlichkeit und diese Blumen, mit denen sie diesen leeren Raum um meinen Thron füllt, die Frucht der Liebe sind, so erhalten diese Blumen eine noch schönere und Mir wohlgefälligere Nuance.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 22. Dezember 1903)
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… „Meine Tochter, wenn du Mich gegen die Leiden verteidigen willst, die Mir von den Beleidigungen der anderen zugefügt werden, so leiste Mir Sühne in meinem Göttlichen Willen. Wenn du nämlich in Ihm Wiedergutmachung leistest, baust du eine Mauer aus Licht um Mich herum.
Dadurch bleiben die Schmähungen gegen Mich außerhalb dieser Lichtmauer und können nicht eindringen. So fühle Ich Mich durch diese Lichtwand, d.h. durch meinen eigenen Willen [der in dir wirkt], beschützt und sicher vor den Beleidigungen.
So werden deine Liebesakte in meinem Göttlichen Willen eine Mauer aus Liebe und Licht bauen. Deine Anbetung und Wiedergutmachung werden für Mich eine Wand der Anbetung, der Wiedergutmachung und des Lichtes bilden, sodass Mich der Mangel an Liebe und die Verachtung der Seelen nicht erreichen, sondern außerhalb dieser Mauern bleiben werden.
Und wenn Ich die Schmähungen wahrnehme, dann fühle Ich sie wie weit weg, weil du, meine Tochter, Mich mit der uneinnehmbaren Mauer meines Göttlichen Willens umgeben hast. Meine Tochter, die Liebe, die Wiedergutmachungen und Gebete, die Mir außerhalb meines Fiat dargebracht werden, sind kaum kleine Tropfen.
In meinem Göttlichen Willen jedoch werden die gleichen Gebete und Akte zu Meeren, gigantisch hohen Mauern und endlosen Flüssen. Wie unermesslich mein Wille ist, so unendlich groß macht Er auch die Akte der Seele.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 6; 12. April 1930)
„Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder“ (Mt 13, 58)
… Später befand ich mich außerhalb meines Leibes, und mein süßer Jesus brachte mich umher zu allen Orten, wo Er auf Erden gewirkt, gelitten, gebetet und auch geweint hatte.
Alles, was Er getan hatte, war im Akt, und mein geliebtes Gut sagte zu mir: „Meine Tochter, Tochter meines Höchsten Willens, mein Wille möchte dich an allem teilhaben lassen.
Alles, was du siehst, sind meine Werke, die Ich auf Erden tat, die mein Wille in Sich in der Schwebe hält, weil die Geschöpfe sich nicht für ihren Empfang disponieren, und zum Teil deshalb, weil sie noch nicht wissen, was Ich getan habe.
Siehst du, hier sind meine Gebete, die Ich bei Nacht verrichtete, bedeckt mit bitteren Tränen und brennenden Seufzern für die Rettung aller: sie warten alle darauf, sich den Seelen zu schenken und ihnen die Früchte mitzuteilen, die sie enthalten.
Tochter, tritt du in sie ein, bedecke dich mit meinen Tränen, bekleide dich mit meinen Gebeten, damit mein Wille in dir die Wirkungen ausführe, die in meinen Tränen, Gebeten und Seufzern enthalten sind.
Mein Wille hält in sich wie aufgereiht die Leiden meiner Kindheit, alle inneren Akte meines verborgenen Lebens, welche Wunder an Gnade und Heiligkeit darstellen, alle Demütigungen, Herrlichkeit und Leiden meines öffentlichen Lebens, die verborgensten Leiden meiner Passion.
Alles ist wie verspart, die Seelen haben die vollständige Frucht noch nicht entgegengenommen, und Ich erwarte jene, die in meinem Willen leben sollen, damit meine Werke nicht mehr in der Schwebe seien, sondern sich über sie ergießen, um ihnen die vollständige Frucht zukommen zu lassen.
Nur wer in meinem Willen leben soll, wird meine Güter nicht mehr in der Schwebe lassen. Tritt also in jeden meiner Akte und Leiden ein, damit sich mein Wille in dir erfülle.
Zwischen dir und Mir will Ich weder ausgesetzte Dinge, noch ertrage Ich es, wenn Ich dir nicht sagen kann, was Ich will, deshalb möchte Ich in dir meinen eigenen Willen vorfinden, damit nichts sich dem widersetzen kann, was dir mein eigener Wille zu geben wünscht.”
Als Jesus dies sagte, ging ich von einem Akt Jesu zum anderen und war wie verwandelt und bedeckt mit seinen eigenen Akten, Gebeten, Tränen und Leiden. Doch wer kann schildern, was ich alles erlebte?
Ich hoffe, dass der gebenedeite Jesus mir die Gnade gibt, seinem anbetungswürdigen Willen zu entsprechen und Ihn in mir und in allen auszuführen. Amen. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 18; 4. Oktober 1925)


