28Als Jesus an das andere Ufer kam, in das Gebiet von Gadara, liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen. Sie waren so gefährlich, dass niemand den Weg benutzen konnte, der dort vorbeiführte. 29Sofort begannen sie zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hergekommen, um uns schon vor der Zeit zu quälen?
30In einiger Entfernung weidete gerade eine große Schweineherde. 31Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst, dann schick uns in die Schweineherde!
32Er sagte zu ihnen: Geht! Da verließen sie die beiden und fuhren in die Schweine. Und die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und kam in den Fluten um. 33Die Hirten flohen, liefen in die Stadt und erzählten dort alles, auch das, was mit den Besessenen geschehen war.
34Und die ganze Stadt zog zu Jesus hinaus; als sie ihn trafen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.

„Sofort begannen sie zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hergekommen, um uns schon vor der Zeit zu quälen?“ (Mt 8,29)

„… All diese Wahrheiten werden den Menschen in den Schoß seines Schöpfers führen, damit sie sich den ersten Kuss [wie bei] der Schöpfung geben, und das Abbild Dessen [im Menschen] wiederhergestellt werde, Der ihn erschaffen hat.
Wenn du das große Gut erkennen könntest, das alle Wahrheiten, die Ich dir mitgeteilt habe, den Menschen bringen, dann würde dein Herz vor Freude zerspringen. Du brauchst auch nicht fürchten, dass der höllische Feind es wagen könnte, dir eine einzige Wahrheit über den Göttlichen Willen kundzutun, denn er zittert vor seinem Licht und flieht.
Jede Wahrheit über meinen Willen ist für ihn eine weitere Hölle, und da er Ihn weder lieben noch tun wollte, verwandelt Er sich für ihn in nie endende Qualen. Er fühlt sich allein vom Wort „Wille Gottes“ derart versengt, dass er in Wut und Hass gegen diesen Heiligen Willen gerät, Der ihn mehr quält als die Hölle.
So kannst du sicher sein, dass der Wille Gottes und der höllische Feind nie miteinander auskommen, noch zusammen, noch einander nahe sein werden. Sein Licht blendet ihn aus und stürzt ihn in das Chaos der Hölle.
Daher empfehle Ich dir, keine Wahrheit oder ein einfaches Wort über meinen Göttlichen Willen verloren gehen zu lassen, denn alles muss dazu dienen, die Kette der immerwährenden Wunder zu vollenden, um sein Reich bekannt zu machen und den Menschen die verlorene Glückseligkeit zurückzuerstatten.” (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 23; 21. September 1927)

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… „Meine Tochter, wenn die Seele in meinem Göttlichen Willen handelt, so dehnt sich Dieser umso mehr in ihr aus, in solcher Weise, dass mein Wille für jeden zusätzlichen Akt, den sie in Ihm verrichtet, umso mehr Wachstum in ihr hervorbringt.
So kann man das Göttliche Leben auf wunderbare Weise in der Seele wachsen sehen. Doch das ist nicht alles: wie das Göttliche Leben in der Seele zunimmt, so wächst auch die Seele, je mehr Akte sie in meinem Göttlichen Fiat verrichtet, im Schoß ihres Himmlischen Vaters. Das Höchste Wesen öffnet seinen Schoß.
Sie schließt diese glückliche Kreatur dort ein, um sie auf göttliche Weise aufzuziehen, mit königlichen Gewändern zu kleiden, um ihr die Speise mit den eigenen Händen [der Drei Göttlichen Personen] zu reichen und sie mit seltener Schönheit zu schmücken.
Der ganze Himmel ist erstaunt und entzückt, dass ihr Schöpfer ein Geschöpf in Seinem Schoß aufzieht, und sie sagen zueinander: ‘Er muss etwas Großes mit der Seele tun, da Er sie so liebt und so sehr behütet, dass Er sie in seinem väterlichen Schoß aufzieht.’
Und alle erwarten das volle Heranwachsen dieses Geschöpfs, um zu sehen, was aus ihm noch wird. Deswegen ist es ein einzigartiges Wunder, in meinem Willen zu leben.
Mein Wille verleiht der Seele, die in Ihm lebt, eine solche Macht, dass sie überallhin vordringt, und Gott selbst liebt sie und möchte sie in seinem göttlichen Schoß großziehen.
Zudem besitzt der in meinem Göttlichen Willen vollbrachte Akt eine so große Potenzialität und Ausbreitung[sfähigkeit], dass sich die Seele überallhin erstreckt: sie breitet sich im Himmel aus und ruft die Sterne gleichsam zum Appell; sie dehnt sich in der Sonne aus und ruft das Licht zum Appell; sie umhüllt die Luft, den Wind, das Meer und ruft die Vögel, die Macht des Windes, die Wassermassen und die Fische zum Appell; sie stellt sie alle geordnet auf und sagt mit ihrem Akt zu allen: ‘Beugt die Knie, und beten wir unseren Schöpfer mit doppelter Huldigung an.
Jenes Fiat, das uns erschuf, ist in meinem Akt, und mit Ihm will ich neue Liebe, neue Anbetung und Ehre für unseren Schöpfer erschaffen.’
Die Seele breitet sich nicht nur in der ganzen Schöpfung aus, sondern auch in den Akten der Jungfrau, in allen Akten, die Ich auf Erden tat, in den Akten ihres Schöpfers und aller Heiligen.
Sie ruft sie alle – vom ersten bis zum letzten – zum Appell und lässt das neue Leben der Liebe, Anbetung und Glorie für den Schöpfer in ihnen fließen.
Man kann sagen, dass sich dort, wo mein Göttlicher Wille ist, der in meinem Willen getane Akt des Geschöpfes ausbreitet. Sogar in der Hölle ist die Macht einer Seele spürbar, die in meinem Göttlichen Fiat wirkt.
Wie nämlich alle im Himmel die neue Seligkeit, Glorie und Liebe des in meinem Willen vollbrachten Aktes der Seele wahrnehmen, so empfinden die in der Hölle erneut die Qual jenes Göttlichen Willens, den sie zurückgewiesen haben.
Er ist zwar bei ihnen gegenwärtig, aber aus Gerechtigkeit, um sie zu quälen. Und jedes Mal, wenn die Seele in Ihm ihre Akte tut, spüren sie die Last der Gerechtigkeit noch schwerer über sich und fühlen sich noch mehr verbrannt. Wie meinem Göttlichen Fiat nichts entgeht, so entgeht der Seele, die in Ihm wirkt, nichts.
Sie ruft so oft ihren Appell hinaus, wie viele Akte sie tut, um sich zu vergewissern, dass in ihrem Akt niemand fehlt, der jenem dreimal heiligen Gott die neue Ehre, Anbetung und Liebe darbringt; ebenso wie auch diesem Göttlichen Willen, der ihr mit so viel Liebe Platz macht und sie in Sich leben lässt, damit sie sich in seiner Endlosigkeit ausbreite.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 26; 4. Juni 1929)

„Und die ganze Stadt zog zu Jesus hinaus; als sie ihn trafen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen“ (Mt 8,34)

… „O schändliche Welt, du tust alles, um Mich vom Angesicht der Erde zu verjagen und Mich aus der Gesellschaft, aus den Schulen, aus den Gesprächen, aus allem zu verbannen.
Du planst Intrigen, um die Gotteshäuser und Altäre niederzureißen, meine Kirche zu zerstören und meine Diener zu töten, und Ich bin dabei, dir ein Zeitalter der Liebe vorzubereiten, die Ära meines dritten Fiat.
Du wirst deinen Weg fortsetzen, Mich zu verbannen, und Ich werde dich mit meiner Liebe beschämen, werde dir von hinten folgen, werde Mich dir von Angesicht zu Angesicht gegenüberstellen, um dich in Liebe zu überwältigen; und dort, wo du Mich vertrieben hast, werde Ich meinen Thron errichten und mehr als zuvor herrschen, aber auf eine viel überraschendere Weise, dass du selbst zu Füßen meines Thrones niederfallen wirst, wie gefesselt von der Kraft meiner Liebe.“
Dann fügte Er hinzu: „Ach, meine Tochter, die Geschöpfe verstricken sich immer mehr ins Böse, wie viele verderbliche Machenschaften bereiten sie vor! Sie werden soweit kommen, das Böse selbst auszuschöpfen.
Aber während sie auf ihrem eingeschlagenen Weg weitergehen, bin Ich darin tätig, dass mein „Fiat Voluntas Tua“ seine Erfüllung und Erhörung finde, dass mein Wille auf Erden herrsche, aber auf eine völlig neue Weise.
Ich bin dabei, das Zeitalter des dritten Fiat zu bereiten, in dem sich meine Liebe auf wunderbare und unerhörte Weise ergießen wird. Ach ja! Ich will den Menschen ganz in Liebe überwältigen!
Sei daher aufmerksam; Ich will dich bei Mir, um diese himmlische und göttliche Ära der Liebe vorzubereiten, Wir werden uns gegenseitig die Hand reichen und gemeinsam arbeiten.“
Dann näherte Er sich meinem Mund und hauchte mir seinen allmächtigen Atem ein, und ich fühlte neues Leben in mich einströmen; dann verschwand Er. (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 12; 8. Februar 1921)

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… „Wenn du wüsstest, wie schwer es für Mich ist, Gerechtigkeit zu üben, und wie sehr Ich das Geschöpf liebe! Die ganze Schöpfung ist für Mich wie der Leib für die Seele, wie die Haut für die Frucht. Ich bin in ständigem unmittelbarem Akt mit dem Menschen, doch die geschaffenen Dinge verbergen Mich, wie der Körper die Seele verbirgt. Ohne die Seele jedoch hätte der Körper kein Leben, so würden, wenn Ich mich aus den geschaffenen Dingen zurückzöge, alle ohne Leben bleiben.
In allen geschaffenen Dingen besuche Ich also den Menschen, berühre ihn und verleihe ihm das Leben: Ich bin verborgen im Feuer und besuche den Menschen mit der Wärme. Wäre Ich nicht darin, so wäre das Feuer ohne Wärme, es wäre ein gemaltes und lebloses Feuer; aber während Ich den Menschen im Feuer besuche, erkennt er Mich nicht und begrüßt Mich nicht.
Ich bin im Wasser und suche ihn auf, wenn Ich seinen Durst lösche. Wenn Ich nicht darin wäre, könnte das Wasser keinen Durst löschen, sondern wäre ein totes Wasser.
Und während Ich ihn besuche, geht er an Mir vorüber ohne sich auch nur vor Mir zu verneigen. Ich bin in der Speise verborgen und besuche den Menschen, indem Ich ihm die Substanz, die Kraft, den Geschmack verleihe. Wenn Ich nicht darin wäre, bliebe der Mensch trotz der Speise hungrig, und doch kehrt er Mir, während er sich von Mir nährt, den Rücken zu.
Ich bin in der Sonne verborgen und besuche ihn gleichsam in jedem Augenblick mit meinem Licht, doch vergilt er Mir undankbar mit ständigen Beleidigungen. In allen Dingen besuche Ich ihn: in der Luft, die er einatmet, in der duftenden Blume, im Windhauch, der ihn erfrischt, im Donnerschlag, in allem; unzählig sind meine Besuche.
Siehst du, wie sehr Ich ihn liebe? Und da du in meinem Willen bist, bist du bei Mir, um gemeinsam mit Mir den Menschen zu besuchen und ihm das Leben zu geben.
Fürchte dich also nicht, wenn du manchmal mit der Gerechtigkeit mitwirkst.“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 14; 12. Mai 1922)