Mittwoch der 25. Woche im Jahreskreis (Lk 9,1-6)
1In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und gab ihnen die Kraft und die Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und die Kranken gesund zu machen. 2Und er sandte sie aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen.
3Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd. 4Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst.
5Wenn euch aber die Leute in einer Stadt nicht aufnehmen wollen, dann geht weg, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie. 6Die Zwölf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verkündeten das Evangelium und heilten überall die Kranken.
„Und er sandte sie aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden…“ (Lk 9,2)
… „Meine Tochter, der Triumph meines Willens hängt mit der Schöpfung und der Erlösung zusammen, man kann es einen einzigen Triumph nennen. Wie eine Frau die Ursache für den Untergang des Menschen war, so war es nach viertausend Jahren eine Jungfrau, die das Heilmittel für den Ruin des gefallenen Menschen brachte, indem sie meine mit dem Ewigen Wort vereinte Menschheit gebar.
Nun ist das Heilmittel für den Menschen gebildet – soll also allein mein Wille ohne seine volle Erfüllung bleiben, während Er doch seinen primären Akt sowohl in der Schöpfung wie in der Erlösung innehat? Deshalb haben Wir nach zweitausend Jahren wieder eine weitere Jungfrau zum Triumph und zur Erfüllung unseres Willens erwählt.
So hat Er, indem Er sein Reich in deiner Seele gestaltet und sich bekannt macht, mit der Erkenntnis von Ihm dir die Hand gereicht, um dich zu erheben, in der Einheit seines Lichtes zu leben, auf eine Art, dass du dein Leben in Ihm führst und der Göttliche Wille sein Leben in dir bildet.
Wenn Er in dir seine Herrschaft gebildet hat, formt Er die Verbindung, durch die Er seine Herrschaft den anderen Geschöpfen mitteilt.
Wie das WORT beim Herabsteigen in den Schoß der Unbefleckten Jungfrau nicht allein für Sie dort blieb, sondern Ich die Verbindung der Kommunikation für die Geschöpfe bildete und Ich Mich allen schenkte und als Heilmittel für alle hingab, so wird es auch bei dir sein.
Wenn mein Wille in dir sein Reich gebildet hat, schafft Er die Verbindungen, um sich bei den Geschöpfen zu erkennen zu geben.
Alles, was Ich dir über Ihn gesagt habe, die Kenntnisse die Ich dir verliehen habe, die Art und Weise des Lebens in meinem Willen, meine Worte an dich, seine Sehnsucht, dass der Mensch in seine Arme zurückkehre und wieder in seinen Ursprung des Ewigen Willens eintrete, von dem er ausgegangen ist: dies sind alles Wege der Kommunikation, Bande der Vereinigung, Übertragung von Licht, Windstöße, um den Menschen die Luft meines Willens atmen zu lassen.
Damit soll die Luft des menschlichen Willens desinfiziert werden, und [sie wirken als] mächtiger Wind, um die widerspenstigsten Willen zu erobern und zu entwurzeln.
Jede Kenntnis, die Ich dir über meinen Willen verliehen habe, enthält eine schöpferische Macht. Alles kommt darauf an, diese Kenntnisse zu veröffentlichen, weil sie durch die Macht, die sie enthalten, die Herzen für sich einzunehmen vermögen, um sie seiner Herrschaft zu unterwerfen.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 19; 15. Juni 1926)
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Meine Hingabe im Fiat dauert an, doch fühle ich lebhaft meine äußerste Armut, meine Nichtigkeit und den ständigen Schmerz über die Beraubung meines guten Jesus.
Wäre da nicht sein Göttlicher Wille, der mich unterstützt und mich sehr oft mit dem Himmel verbrüdert, auf eine Weise, dass Er mir neues Leben eingießt, so hätte ich nicht weitermachen können ohne meinen Jesus.
Er stiehlt sich so oft davon und verbirgt sich, und ich bleibe gleichsam auf dem Scheiterhaufen der Liebe, im Feuer der Liebe, um auf Ihn zu warten.
Ich verzehre mich langsam, und erst, wenn ich zum Äußersten komme, wiederholt Jesus seinen kurzen Besuch. Da überlegte ich: ‘Jesus hat mich mit Ketten gefesselt und gebunden, und es besteht keine Gefahr, dass sie zerbrechen könnten.
Ich bin wirklich die arme Gefangene. O wie gerne hätte ich meine Himmlische Mutter in meiner Gesellschaft, damit ich unter ihrer Führung so leben kann, wie es im Göttlichen Willen nötig ist!’
Als ich darüber nachdachte, wiederholte mein süßer Jesus seinen kurzen Besuch und sprach voller Güte zu mir: „Meine teure Gefangene!
Wie freue Ich Mich, dass Ich dich gefesselt und gebunden habe, da meine Fesseln und Ketten besagen, dass allein meine Liebe Fesseln und Ketten verwendete, damit du Mir zur Verfügung stehst und eine Gefangene nur für Mich bist. Doch weißt du was? Die Liebe möchte entsprechend vergolten werden.
Wenn Ich dich zur Gefangenen machte, machte Ich Mich zuerst für dich in deinem eigenen Herzen zum Gefangenen, und da Ich nicht allein sein will, machte Ich dich zur Gefangenen, sodass Ich sagen kann: ‘Wir sind zwei Gefangene, der eine kann nicht ohne den anderen sein.’
So können wir das Reich meines Göttlichen Willens vorbereiten. Werke allein zu tun ist nicht angenehm, aber die Gesellschaft macht sie wohlgefällig, treibt zur Arbeit an, versüßt das Opfer und gestaltet die schönsten Werke.
Als Ich sah, dass du unsere Himmlische Mutter als deine Führerin herbeiriefst, jubelte dein Gefangener Jesus vor Freude, ihre süße Gesellschaft bei unserer Arbeit zu haben.
Wisse, dass Sie die wahre und himmlische Gefangene meines Göttlichen Willens war, deswegen kennt Sie alle Geheimnisse und Wege und besitzt die Schlüssel seines Reiches.
Ja noch mehr, die königliche Gefangene bereitete in jedem Akt, den Sie tat, den Platz, um die Akte der Seele aufzunehmen, die im Göttlichen Willen getan werden.
O, wie schaut die Himmlische Herrin voll Erwartung und Bereitschaft aus, ob die Seele in meinem Fiat wirkt, damit Sie mit ihren Mutterhänden diese Akte nehmen und sie in ihre [eigenen] Akte einschließen kann – als Unterpfänder und als Gegenmittel, dass man das Reich des Göttlichen Willens auf Erden ersehnt!
So wurde dieses Reich schon von Mir und der Himmlischen Herrin errichtet, es existiert bereits und muss den Menschen nur noch geschenkt werden; damit Ich es geben kann, muss man es kennen.
Da Sie die heiligste und größte Kreatur ist, die kein anderes Reich kannte als nur das Reich meines Göttlichen Willens, nimmt Sie den ersten Platz in Ihm ein.
Mit Recht wird die Himmelskönigin die Verkünderin, Botin und Führerin eines so heiligen Reiches sein. Bete daher zu Ihr, rufe Sie an, und Sie wird dich führen und lehren und all deine Akte mit ganz mütterlicher Liebe aufnehmen, um sie in die Ihren einzuschließen und zu dir sagen:
‘Die Akte meiner Tochter sind wie die Akte ihrer Mama, daher können sie bei den Meinen bleiben, um den rechtmäßigen Anspruch der Menschen auf den Empfang des Reiches des Göttlichen Willens zu verdoppeln.’
Da Gott dieses sein Reich geben soll und die Geschöpfe es empfangen sollen, braucht es Akte auf beiden Seiten, um diese Absicht zu erreichen.
So ist Jene, die mehr Einfluss, mehr Macht und Gewalt über das Herz Gottes hat, die Herrin des Himmels. Ihre Akte werden an der Spitze sein, gefolgt von den Akten der anderen Geschöpfe, die kraft meines Willens in göttliche [Akte] verwandelt wurden, um ihnen das Recht zu schenken, dieses Reich zu empfangen.
Wenn Gott diese Akte sieht, wird Er sich geneigt fühlen, es zu gewähren, um der Liebe willen, die Er in der Schöpfung hatte, wo Er alles geschaffen hatte, damit sein ‚Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden‘; und damit jedes menschliche Geschöpf ein Reich seines Willens sei, in dem sein Wille seine totale Herrschaft habe.
Also stets vorwärts im Wirken und im Leben im Höchsten Fiat!“ (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 30; 13. März 1932)
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Mein armer Geist war von so vielen Wahrheiten erfüllt, die mein süßer Jesus mich über den Göttlichen Willen niederschreiben hatte lassen, und ich fragte mich: ‚Wer weiß, wann diese Schriften mit den Wahrheiten über das Göttliche FIAT erscheinen und welchen Nutzen sie bewirken werden?’
Da überraschte mich mein geliebter Jesus mit einem kurzen Besuch und sagte voll Güte und Zärtlichkeit zu mir: „Meine Tochter, auch Ich fühle das liebende Bedürfnis, dir die Ordnung dieser Wahrheiten kundzutun, und das Gute, das sie stiften werden.
Diese Wahrheiten über meinen Göttlichen Willen werden den Tag meines FIAT unter den Menschen aufgehen lassen. Im Maß, wie sie diese erkennen, nimmt dieser Tag Gestalt an.
Wenn sie also beginnen, die ersten Wahrheiten zu erkennen, die Ich dir geoffenbart habe, so wird – solange sie nur guten Willen haben und die Bereitschaft, diese [Wahrheiten] zum eigenen Leben zu machen – eine überaus glänzende Morgenröte gebildet.
Diese Wahrheiten werden allerdings auch die Kraft besitzen, die Menschen zu bereiten und so viele Blinde mit ihrem Licht zu erleuchten, die den Göttlichen Willen nicht kennen und nicht lieben.
Ist dann die Morgenröte aufgestiegen, so werden sich die Menschen von einem himmlischen Frieden eingehüllt fühlen, im Guten mehr gefestigt, und werden daher selbst danach dürsten, weitere Wahrheiten kennenzulernen, welche den Anbruch des Tages meines Willens bilden werden.
Dieser Tagesanbruch wird das Licht und die Liebe vermehren. Alle Dinge werden sich für sie in Gutes verwandeln und die Leidenschaften die Kraft verlieren, sie in Sünde fallen zu lassen. Dies ist sozusagen die erste Ordnung des göttlichen Gutes, das sie verspüren werden.
Diese Ordnung wird ihnen die Handlungen erleichtern, sie werden eine Kraft fühlen, mit der sie alles vollbringen können. Denn genau dies ist die ursprüngliche Kraft des Göttlichen Willens, dass Er nämlich in der Seele die Natur in das Gute verwandelt.
Wenn sie also den großen Nutzen des Anbruchs des Tages meines Willens erfahren, werden sie sich danach sehnen, dass der Tag voranschreite, und sie werden weitere Wahrheiten kennenlernen wollen, die den vollen, helllichten Tag bilden.
In diesem Tag werden die Menschen das Leben meines Willens, seine Freude und Wonne, sein Wirken und seine Kreativität in ihnen, lebendig in sich fühlen. Sie werden sich im Besitz meines eigenen Lebens fühlen und merken, dass sie die Träger meines Göttlichen Willens sind.
Der volle Tag wird ihnen so große Sehnsucht nach der Kenntnis weiterer Wahrheiten verleihen, die, wenn sie bekannt sind, den vollen Mittag bilden werden, wo sich die Menschen nicht mehr einsam fühlen. Zwischen ihnen und meinem Willen wird es keine Trennung mehr geben.
Was Er tut, werden auch die Menschen tun, sie werden gemeinsam wirken. Alles wird mit Recht ihnen gehören, der Himmel, die Erde und auch Gott selbst.
Siehst du also, zu welch edlem, göttlichem und kostbarem Zweck diese Wahrheiten dienen werden, die Ich dich über meinen Göttlichen Willen schreiben ließ, um seinen Tag zu bilden?
Für einige werden sie die Morgenröte sein, für einige der Tagesanbruch, für andere der volle Tag, und schließlich der helllichte Mittag. Je nach dem Erkenntnisgrad der Menschen werden diese Wahrheiten die verschiedenen Kategorien von Seelen bilden, die in meinem Willen leben.
Eine Kenntnis mehr oder weniger wird sie aufsteigen oder in den jeweiligen Kategorien verbleiben lassen. Die Kenntnis wird das Mittel zum Aufstieg in eine höhere Kategorie sein, sie wird das Leben selbst der Fülle meines Willens in ihnen sein.
So kann Ich sagen, dass Ich für die Seele, die in meinem Göttlichen Willen leben möchte, mit diesen Wahrheiten einen Tag geschaffen habe – einen himmlischen Tag, der mehr ist als die Schöpfung selbst; einen Tag, nicht mit Sonne oder Sternen, weil jede Wahrheit die Eigenschaft besitzt, in der Seele unser Leben zu erschaffen – o, wie übertrifft dies die ganze Schöpfung!
Daher hat unsere Liebe alles übertroffen, als sie so viele Wahrheiten über meinen Göttlichen Willen geoffenbart hat. Unsere Glorie wird seitens der Geschöpfe vollständig sein, da sie unser Leben in ihrer Macht haben werden, um Uns zu verherrlichen und zu lieben.
Hinsichtlich der Herausgabe dieser Wahrheiten werde Ich, wie Ich meine Macht und Liebe an jenen erwies, die sie kundtun sollten, auch [genügend] Macht und Liebe besitzen, um die Seelen zu erfüllen und sie in die Wahrheiten selbst umzuwandeln.
Wenn sie in sich deren Leben wahrnehmen, werden sie ein großes Verlangen verspüren, ihre inneren Empfindungen [vor den anderen] auszudrücken.
Sei also unbesorgt: Ich, der Ich alles vermag, werde es tun und an alles denken.“… (aus „Das Buch des Himmels“; Vorläufiger deutscher Text, aus dem Italienischen übersetzt von Studiengruppe Hl. Hannibal di Francia – DI Irmengard Haslinger – Für den privaten Gebrauch – Band 35; 7. November 1937)

